Als ich jung war, war ich ausgesprochen links. Alles, was wohlhabend war, Staatsdiener oder CDU-nah, kam von der „bösen“ Seite. Mit 16 Jahren malte ich mir aus, ich hätte eine Wohnung, in der ich die Baader-Meinof-Vierergruppe vor der „bösen“ Polizei verstecken konnte. Nach dem Abitur wollte ich Eingesperrte aus der Psychiatrie befreien und ihnen als Mitglied des SSK e.V. (Sozialistische Selbsthilfe Köln) eine sichere Heimat bieten. Heute ist mir vor Allem eines wichtig: Meinungsfreiheit. Und Eines ist geblieben: „Traue keiner Obrigkeit, die Gewalt über Gesetz und Exekutive hat. Ob rechts oder links, ist mir gleichgültig. ob National-„Sozialismus“ oder Autokratie-„Kommunismus“ – linke autoritäre Regime fürchte ich ebenso wie rechte und religiöse Diktaturen. Ich bin nicht rechts, ich bin nicht links, ich bin für Freiheit und Menschenwürde.
2020 – der eindrucksvolle Wandel…
Von 2020 bis 2023 habe ich staunend erlebt, wie schnell es geht, dass sich der Großteil der Bevölkerung den staatlichen Verordnungen unterwirft, die in unser aller Bürgerrechte eingreifen.
Selbst, als klar war, dass die Impfungen nicht vor Ansteckung schützen, erhob sich keine Kritik daran, dass die Ungeimpften mit Schmähungen, Ausgrenzungen bishin zu Berufsverboten bestraft wurden. Ich (als 4x Geimpfte) hatte im Coaching viele Schützlinge, die ungeimpft geblieben waren – ich weiß, was diese Ächtung seelisch angerichtet hat. Es war wie in einer surrealen Inquisitionszeit. Nie hätte ich gedacht, dass die etablierte Linke sich so staatstreu verhält – und die Montagsdemonstranten, die gegen die Ausgrenzungen protestierten, plötzlich als Querdenker die „Rechten“ waren.
Meine berufliche Ausrichtung habe ich 2020 vollständig geändert. Seitdem arbeite ich mit denen, die keine angesehenen Akademiker, Unternehmer und Studenten sind – sondern mit Menschen, die mit Bürgergeld auf Kosten der Steuerzahler leben. Da gibt es (auch bei Migranten, die schon seit der Gastarbeiterzeit in Deutschland leben) viele „Rechte“, die über die heutigen Einwanderer schimpfen und die Af-D gut finden. In der Zwischenzeit schimpfen viele über die alimentierten Ukrainer, die so oft wie möglich in ihre Heimat fahren, um ihre Familien zu besuchen. Ich kann sie verstehen – wenn sie schon für uns alle Leib und Leben ihrer männlichen Angehörigen hinhalten, wollen sie die Privilegien in Deutschland wenigstens so gut wie möglich für sich nutzen.
Zwischenzeitlich kenne ich so viele Aimentierte – auch viele Migranten, die erst in den letzten zehn Jahren aus Syrien gekommen sind – die immer politisch auf der Hut sind, weil sie als gläubige Muslime befürchten, als islamistisch eingestuft zu werden. Viele von ihnen sprechen auch nach vielen Jahren kaum deutsch – sie leben in ihren „Enklaven“ und haben so gut wie keinen Kontakt zu Deutschen (außer bei Behörden und im Supermarkt).
Und es gibt die vielen vielen Bürger aus den etablierten Schichten, die am liebsten die Af-D – oder ganz Ostdeutschland – verbieten wollen – und dafür sind, Meinungsfreiheit restriktiv einzuschränken, um ein neues rechtes Regine zu verhindern. Also habe ich jetzt nur noch die Wahl zwischen einem rechten und einem linken Faschismus?
Meine Reaktion: Ich lass sie alle gutmütig bestehen. Die Einen wollen die Rechten vernichten, die anderen wollen die etablierten Parteien vom Thron stoßen, egal. Ich warte mal ab, wie es weitergeht. Nur eines möchte ich klarstellen: Wenn Linke gemeinsame Sache machen mit herrschenden Strukturen, wenn sie sich sogar finanzieren lassen von den Herrschenden, dann sind das für mich Staats-Anhänger. So wie damals in meiner Jugend: die Mitglieder der größten kommunistischen Partei damals bestand aus vielen Sozialismus- und DDR-Fans, die auch finanziell aus dem Osten unterstützt wurden – zum Beispiel mit Reisen in „Bruderländer“ wie Albanien.
Keine Menschenwürde für den politisch Andersdenkenden? Ok!
Ich bin weder rechts noch links – doch wer sich gegen Meinungsfreiheit – also gegen die Würde jeden Menschens – wendet – von dem wende ich mich in aller Güte und allem Gleichmut ab. Zur Not lebe ich auch in einem autokratischen Sozialismus weiter – ich gehe dann ruhig weg und halte meinen Mund, um keinen Ärger zu bekommen.
Vielleicht zerstört sich die „mächtige Linke“ selbst?
@derspiegel am 20. Januar 2026 = Linke Palästinenserfreunde gegen Linke Israelanhänger…



