10 psychologische Tricks für den perfekten Tag

Die Süddeutsche hat 10 psychologische Tricks verraten, mit denen sich ein Tag verschönern lässt: Im Folgenden ein Überblick mit 10 Tipps für den „perfekten Tag“

Heißer Kaffee beim Frühstück: Eine heiße Tasse Kaffee muntert auf – im Gegensatz zu einem Kaltgetränk. Wissenschaftler der Universität Colorado gaben 41 Versuchsteilnehmern Getränke in die Hand: den einen eine heiße Tasse Kaffee – den anderen einen Eiskaffee. Anschließend hörten die Probanden eine Geschichte und sollten den Charakter der erfundenen Figur darin beurteilen. Die mit dem heißen Getränke hatten wärmere Gefühle gegenüber der Geschichtsfigur als die mit dem Kaltgetränk.

Langweilige Meetings: Sitzungsteilnehmer sollten ruhig auf ihrem Block kritzeln: das erhöht die Aufmerksamkeit und fördert die Konzentration. 40 Versuchsteilnehmer sollten sich am Ende eines monotonen Vortrags an den Inhalt erinnern: die Zeichner behielten 30 Prozent mehr als die, die einfach still zugehört hatten.

Unterstützung bei Aufgaben: wer Hilfe von Kollegen möchte, sollte diesen Wunsch besser in das rechte – als in das linke Ohr sprechen. In einem Versuch wurden 176 Gäste einer Veranstaltung um eine Zigarette gebeten – mal von rechts, mal von links. Die von rechts Angesprochenen zeigten sich deutlich großzügiger. Grund ist wohl, dass das rechte Ohr die linke Gehirnhälfte stärker beeinflusst.

Gähnen beim Mittagstief: wenn Sie das Gähnen Ihrer Kollegen ansteckt, sind Sie anscheinend empathischer als wenn Sie das Gähnen kalt lässt. Forscher ließen Studenten mit einem Begleiter allein in einem Raum. Dieser Begleiter gähnte innerhalb von zehn Minuten zehn Mal. Es wurde gezählt, wie oft sich die Studenten anstecken ließen. Danach wurde das Einfühlungsvermögen der Studenten mit einem anderen Test geprüft. Im Ergebnis waren die, die am häufigsten gegähnt hatten, auch die Menschen mit dem besten Einfühlugsvermögen.

Spiegeln bei Verhandlungen: Wenn man Mimik und Gestik des Gesprächspartners widerspiegelt, wirkt man überzeugender in der Argumentation. 166 Studenten sollten in Rollenspielen Produkte verkaufen – mal mit, mal ohne Nachahmung des Gegenübers. 67 Prozent der Widerspiegler kamen bis zum Geschäftsabschluss – doch nur 12,5 Prozent der Vergleichsgruppe. Allerdings stellten die Forscher auch fest, dass ein übertriebenes Nachahmen ebenfalls negativ wirkt.

Gelassenheit gegenüber dem cholerischen Chef: Wenn ein Chef brüllt und sich cholerisch zeigt, steckt hinter diesem Verhalten immer ein angeknackstes Ego. In Versuchen wurde festgestellt, dass Menschen, die mit einem Versagenserlebnis konfrontiert werden, anschließend Fehler von anderen Personen viel heftiger bewerten als Menschen, die sich an eigene Erfolge erinnern.

Mit Tricks zu guter Laune: Man kann sich tatsächlich mit kleinen psychologischen Tricks zu guter Laune verhelfen. Dies wurde an 26.000 Menschen getestet:

  • Denken Sie an ein angenehmes Erlebnis vom Vortrag (Steigerung 15%)
  • Denken Sie dankbar an die positiven Entwicklungen in Ihrem Leben (Steigerung 7%)
  • Lächeln Sie einfach mal eine Weile (Steigerung 6%)

Sich nicht rechtfertigen und nicht entschuldigen: Wissenschaftler vom Technion – Israel Institute of Technology in Haifa schickten Probanden, die sich für in Experiment enmelden wollten, in eine Warteschleife. Ein Drittel der Wartenden hörte die ganze Zeit über Musik von Richard Claydermann. Die nächste Gruppe zwar auch – aber mit dreimaliger Entschuldigung für die Wartezeit. Die dritte Gruppe hörte ebenfalls die Musik – aber unterbrochen durch Auskünfte zur Wartezeit: „Es sind noch vier Anrufer vor Ihnen…“. Im Ergebnis verloren die Wartenden, die sich Entschuldigungen anhören mussten, am schnellsten die Geduld. Die mit den Auskünften waren bei Weitem die geduldigsten – weil sie das Gefühl von Kontrolle behielten.

Schimpfen gegen Kopfschmerzen: Fluchen und Schimpfen hilft gegen Schmerzen. Forscher ließen Probanden die Hand in eiskaltes Wasser stecken – die einen durften dabei ein Schimpfwort wiederholen, die anderen nur ein neutrales Wort. Im Ergebnis konnten die Fluchenden viel länger die Hand im Wasser halten – sie hatten den Schmerz weggeflucht.

Deko für das Geschmacksempfinden: das Auge isst bekanntlich mit – aber erstaunlich ist doch, wie sehr uns Licht und Dekoration in unserem Urteil beeinflusst: Wein schmeckt bei bei rotem Licht süßer und fruchtiger – Probanden sind bereit, mehr dafür zu bezahlen als Vergleichspersonen, die den Wein bei grünem oder weißen Licht tranken. Blaues Licht wirkt ebenfalls positiv. Kekse, die auf einem Pappeller liegen, wurden mit einem Preis von 57 Cent bewertet – die gleichen Kekse auf einem Glasteller schienen den Versuchspersonen 1,12 Dollar wert zu sein.

Quelle: Süddeutsche

 

Bild von Mudassar Iqbal auf Pixabay 

Seit fast zwanzig Jahren auf der "freien Wildbahn" hat Eva Ihnenfeldt sowohl 2004 eine eingetragene Genossenschaft für Existenzgründer gegründet als auch 2011 eine Akademie für die Ausbildung von Social Media Unternehmenden. Lange Zeit war sie Dozentin und Trainerin für Marketing, Kommunikation und Social Media. Heute arbeitet sie als Coach für Menschen im beruflichen Wandel. Ihre Stärke ist es, IST-Situationen zu akzeptieren, Visionen zu erkennen und gemeinsam mit ihren Klienten Strategien zu entwickeln, die sich auch in der Praxis bewähren. Mobil: 0176 80528749 - E-Mail: [email protected]

steadynews.de

4 thoughts on “10 psychologische Tricks für den perfekten Tag

  • Reply Andrea Brunstein-Vogel 14. Juli 2010 at 15:49

    Schöne Ideen 🙂
    Vor allem das mit dem rechten statt linken Ohr finde ich witzig – werde ich mal ausprobieren, vielleicht, wenn ich meinen Mann um etwas bitte 🙂 …
    Dass Lächeln gegen schlechte Laune hilft, kannte ich schon. Ist aber irgendwie schwierig umzusetzen 🙂

  • Reply Eva Ihnenfeldt 14. Juli 2010 at 16:26

    Lächeln muss man vor allem bei knallrotem Lippenstift, hab ich gemerkt – sonst sieht man sofort missmutig aus, rot zieht die Mundwinkel runter – schade eigentlich 😉 Und grüß mal Deinen Mann ganz lieb von mir ins rechte Ohr…

  • Reply B. Waldhauser 15. Juli 2010 at 11:26

    Hallo Frau Brunstein-Vogel,

    der Tipp, bei schlechter Laune zu lächeln, ist schwer umzusetzen. Eine andere Möglichkeit ist es, dass man seine Körperhaltung verändert: aufrecht hinstellen, Schultern zurücknehmen, Bauch einziehen; In dieser Haltung kann man gar nicht in schlechter Stimmung sein. Anschließend lächeln oder an ein tolles Erlebnis denken und die Stimmung hebt sich und man hat eine gute Ausstrahlung.
    Denn: Die Gedanken beeinflussen den Körper und die Ausstrahlung und der Körper beeinflusst unsere Gedanken. Das wird in der Forschung das Glücksquadrat genannt (stark vereinfacht dargestellt).

    Das in aller Kürze noch ergänzt – und probieren Sie es aus.

    LG

    B. Waldhauser

  • Reply Andrea Brunstein-Vogel 15. Juli 2010 at 14:27

    Danke liebe(r) B. Waldhauser,

    ja, theortisch bekannt ist mir das auch. Auch nach oben schauen anstatt nach unten wirkt sich positiv auf die Stimmung aus.
    Es ist nur so, dass ich, WENN ich mal schlechte Laune habe, diese auch irgendwie ausleben möchte. Normalerweise bin ich aber dann allein und habe keinerlei Wirkung auf meine Mitmenschen. Und sowieso habe ich eigentlich super selten überhaupt ein Problem mit meiner Laune – bin nämlich ne Frohnatur 🙂

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