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Anleitung zum Glücklichsein: Frieden, Vertrauen, Ehrlichkeit, Respekt 82

Lebt nicht jeder Mensch im tiefsten Inneren mit dem einzigen Wusch, glücklich zu sein? Ordnen sich nicht sämtliche Ziele, Aufgaben, Beziehungen und Sehnsüchte diesem heimlichen Wunsch unter? Hat ein Mensch, der permanent glücklich ist, überhaupt irgendwelche Ziele, Bindungen, Verpflichtungen und Träume? Oder lebt man als durch und durch glücklicher Mensch vergnügt und ohne Gedanken im Hier und Jetzt – ganz ohne Zukunft und Vergangenheit?

Haben wir ein Recht auf Glück?

Lange Zeit war es undenkbar, so etwas wie das Streben nach Glück zu proklamieren. Erst 1776, in der

Quelle: pixabay_snicky2290

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amerikanischen Unabhängigkeitserklärung, wird es vom späteren US-Präsidenten und politischen Philosophen Thomas Jefferson folgendermaßen formuliert und am 4. Juli 1776 verkündet: 

„…dass alle Menschen gleich geschaffen sind, dass sie von ihrem Schöpfer mit gewissen unveräußerlichen Rechten ausgestattet sind; dass dazu Leben, Freiheit und das Streben nach Glück (Life, Liberty and the Pursuit of Happiness) gehören; dass zur Sicherung dieser Rechte Regierungen unter den Menschen eingerichtet werden, die ihre rechtmäßige Macht aus der Zustimmung der Regierten herleiten (deriving their just powers from the consent of the governed); dass es das Recht des Volkes ist, die Regierungsform zu ändern oder abzuschaffen (to alter or to abolish it) und eine neue Regierung einzusetzen, die Sicherheit und Glück des Volkes gewährleistet (in such form, as to them shall seem most likely to effect their Safety and Happiness)“

Was für Worte! Welche Vision! Keine Frage, seit einigen Jahren bemühen sich die Regierungen mit den dahinter liegenden Strukturen mal wieder redlich darum, den Einfluss des Volkes einzuschränken und zu steuern. So kann es schon unglücklich machen zu erfahren, dass Mark Twain mal wieder recht behält mit seinem bitteren Ausspruch: Wenn man keine Zeitung liest, ist man uninformiert. Wenn man Zeitung liest, ist man desinformiert.“

Brot und Spiele statt Respekt vor dem Streben nach Glück? Sicherheitsversprechen statt freier Entfaltung? Einschüchterung statt die Unterstützung von Eigenverantwortung und Stolz auf den eigenen unverwechselbaren Wert?

Anleitung zum Glücklichsein: Frieden, Vertrauen, Ehrlichkeit, Respekt

Erstens:
Meiner Meinung nach ist jede Anleitung zum Glücklichsein unweigerlich verbunden mit der Aufforderung, Rahmenbedingungen zu unterstützen, die jedem Menschen das Streben nach Glück ermöglichen. So schwer ist das gar nicht in Zeiten des Internets, in denen Empfänger sich Gehör verschaffen können, sich vernetzen und gemeinsam Projekte auf den Weg bringen können.

Und so formuliere ich als erste Regel für eine Anleitung zum Glücklichsein:

Beginne jeden Morgen mit dem Wunsch, dass alle Menschen auf der Welt das Recht haben mögen, nach Leben, Freiheit, Glück zu streben. Beschließe jeden Tag mit dem Wunsch und dem Versprechen, dass Du Dich mit Deinen Mitteln dafür einsetzen willst, dass diese Vision wirklich wird. Ich glaube, das nennt man beten…

Zweitens:
Der Tod ist unser ständiger Begleiter, selbst wenn wir jung und stark sind. Denn man weiß nie, wann das letzte Stündlein geschlagen hat. Und je älter man wird, desto realistischer wird der Tod. Ist es nicht wunderbar, sich vorzustellen, dass man mit sich und der Welt so im Reinen ist, dass man zu jeder Minute den Tod begrüßen könnte, ohne Bitterkeit, Reue, Angst vor Strafe und/ oder verpasste Gelegenheiten zu empfinden?

Und so formuliere ich als zweite Regel für eine Anleitung zum Glücklichsein:

Frage Dich ab und zu, ob Du so lebst, dass Du mit der Welt völlig im Reinen bist. Gibt es da versteckte „offene Rechnungen“? Hast Du das Gefühl, Dich zu opfern für andere; Menschen zu verletzen, die Dir wichtig sind; Dein Leben mit fremdbestimmtem Tun zu verschwenden; Fühlen, Denken, Sprechen und Tun nicht im aufrichtigen Miteinander leben zu können?

Drittens:
Fühlen, Denken, Sprechen und Tun miteinander in Harmonie locker zu leben, ist wohl mit die wichtigste Voraussetzung, um glücklich sein zu können. Vielleicht ist sogar das spontane Empfinden von Glück genau dieser Moment, in dem wir diese Harmonie spüren. Das Recht am eigenen Körper mit all seinen Empfindungen ist die Grundlage für das Recht auf Streben nach Glück.

Und so formuliere ich als dritte Regel für eine Anleitung zum Glücklichsein:

Fordere vom Leben, vom lieben Gott, vom Schicksal oder von was oder wem auch immer, dass Du das Recht hast, offen und aufrichtig so zu sein, wie Du bist. Ich empfehle hierfür die wunderbare Geschichte von Hiob, der an Gott fast verzweifelt, da dieser ihn mit Schicksalsschlägen überhäuft (und das als Wette mit dem Teufel! Gott und Satan hatten gewettet, dass Hiob vom Glauben abfällt, wenn er nur genug Leid und Schmerz erfährt!). Natürlich können uns in jeder Minute die schlimmsten Schicksalsschläge treffen, dagegen gibt es keine Versicherung – und das ist auch gut so – aber wir können von uns und von der Welt fordern, dass wir ehrlich sind. Traurig in der Trauer, fröhlich in der Freude, wütend in der Verzweiflung und lustlos in der Lustlosigkeit. Allein dieses Recht zu haben, ist ein Schlüssel zum Glück.
Hier der komplette Text „Das Buch Hiob“

Viertens:
Was macht uns denn nun glücklich? Voraussetzung für Glück sind ganz sicher die Erfüllung unserer Grundbedürfnisse. Wenn wir Angst haben vor Hunger, Durst, Frieren, den Verlust eines Heims, staatlicher Gewalt und jeder anderen Form von Gewalt, können wir nicht glücklich sein. Doch in unserer Zivilisation im Jahr 2015 sind die Rahmenbedingungen ja schon historisch einmalig freundlich (selbst als Frau), also was brauchen wir noch bei unserem Streben nach Glück? Ich denke, wir müssen unseren Wert spüren, wir müssen stolz auf uns sein und uns geliebt fühlen – genau so, wie wir sind.

Und so formuliere ich als vierte und letzte Regel für eine Anleitung zum Glücklichsein:

Frage Dich ab und zu, was Du als Deine Aufgabe siehst in dieser Welt. Welches Loch würde entstehen, wenn es Dich nicht gäbe – genau so, wie Du bist, mit genau Deinem Charakter, Deinen Leidenschaften, Deinen Träumen und Deinen Fähigkeiten? Warum würde die Welt um Dich weinen, wenn es Dich nicht gäbe? Schreibe auf, was Du bist, und strebe danach, Deiner Aufgabe in diesem Leben nachzueifern – so wie Hiob dem nacheiferte, ein gerechter Mann zu sein und zu bleiben. So wie er seinen Grundsätzen und seinem Glauben treu blieb, bleib auch Du Dir treu und lebe stolz und frei. Sei es als Nichtsnutz, sei es als Träumer, sei es als Melancholiker, streitsüchtiger Nachbar oder als geschickter Taschenspieler – was auch immer Du bist und in Dir fühlst, lebe es und sei stolz auf Dich.

Das wünsche ich mir von Herzen: Eine Welt voller Individuen, die ganz so ein dürfen, wie sie sind, und die Verantwortung für sich selbst übernehmen, ohne sich fremden Mächten auszuliefern. Ich bin sicher, Gewalt und Konflikte würden abnehmen, und die Eigenverantwortung würde ganz schön viel Produktivität und Erfindergeist wecken – das wünsche ich mir von Herzen.

Quelle: pixabay_snicky2290

Über Eva Ihnenfeldt

Als Expertin für Social Media Marketing berät und begleitet Eva Ihnenfeldt Unternehmen und Organisationen bei der Entwicklung von Social Media Strategien - und übernimmt als Dozentin Lehraufträge für Hochschulen, Kammern und andere Bildungsträger. Eva Ihnenfeldt - Mobil: 0176 80528749 - E-Mail: e.ihnenfeldt@gmail.com

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