Ein Kühlschrank, ein Herd und ein Beamer – für den #trainofhope in Dortmund

Kennen Sie den „Train of Hope Dortmund e.V.„? Die Vereinigung einiger hundert ehrenamtlicher Helfer in Dortmund, die durch die Nacht im September 2015 berühmt wurden, als dank Facebook und WhatsApp in Windeseile Hilfe geschaffen wurde für Menschen aus Kriegsgebieten, die am Dortmunder Hauptbahnhof übermüdet, durstig und hungrig ankamen – und die von dort aus auf ganz Deutschland verteilt wurden? Der Train of Hope Dortmund hat nun endlich einen festen Sitz an der Münsterstraße 54. Viele Menschen finden dort Hilfe. Heute sind es nicht mehr nur Geflüchtete, die Unterstützung und Beratung brauchen. Es gibt viele weitere Hilfsbedürftige in Dortmund. Nun sucht der vollständig ehrenamtlich organisierte Verein dringend einen Kühlschrank, einen Herd – und einen Beamer. 

Vor zwei Jahren gab es das „Wintermärchen“ am Dortmunder Hauptbahnhof. Die Nacht, wo unzählige Dortmunder aus ihren Betten sprangen und zum Bahnhof eilten, um die Geflüchteten, die über die ungarische Grenze unter abenteuerlichsten Umständen nach Deutschland gekommen waren, mit dem Notwendigsten zu versorgen. Für mich auch deshalb so wunderschön, weil sich über die sozialen Netzwerke der Notruf so rasend schnell verbreitete. Vom BVB bis zum Ordnungsamt der Stadt – alles hielt zusammen, wie es typisch ist für Dortmund und das Ruhrgebiet.

Fatma Karacakurtoglu, 1. Vorsitzende des ehrenamtlichen Vereins – und Ümithan Yagmur. Er ist der zweite Mitarbeiter, der nun in Teilzeit angestellt werden konnte

Der „Train of Hope Dortmund e.V.“ hat seitdem viele Auszeichnungen erhalten für seine unermüdliche Hilfe. Es gibt viele Arbeitskreise, in denen fantastische Arbeit geleistet wird. Integration bedeutet hier lebendiges Miteinander aller Verbundenen, unabhängig von Rasse, Nation, Parteibuch. Viele der ehemals Bedürftigen sind heute weiter als Helfer dabei. Über 200 Menschen kümmern sich um Behörden-Anträge, veranstalten Spenden-Events, organisieren Reisen nach Berlin für Geflüchtete, die unser Land und unsere Kultur verstehen lernen.

Die rund 200 ehrenamtlichen Helfer sind im Einsatz für alle Bedürftigen in Dortmund – auch Obdachlose und Jugendliche finden hier tatkräftige Unterstützung während der Sprechstunden. Bis auf die Straße stehen die Menschen dreimal wöchentlich in der Münsterstraße 54, um Hilfe zu bekommen – zum Beispiel, weil ihnen ihr komplettes Hartz IV gestrichen wurde und sie ihre Wohnung zu verlieren drohen.

Die Not ist groß in einer Kommune, die ständig kurz vor der Haushaltssicherung steht und in der es viel zu wenig Geld gibt für viel zu viele existenzbedrohte Menschen und Familien. Ohne die ehrenamtliche Hilfe so vieler Bürger wäre die Situation noch unerträglicher. Wussten Sie, dass ein Obdachloser 8 Euro für ein Bett zahlen muss pro Nacht in einer Einrichtung? Da fühlt sich so ein Euro als Spende im Winter ganz anders an, wenn man das weiß, nicht wahr?

Ein Kühlschrank und ein Herd

Nun braucht der Verein ganz dringend einen funktionierenden Kühlschrank und einen (Einbau)-Herd. Fast jeden Tag sind die Räume an der Münsterstraße voller Menschen, welche die Seminare, Sprachkurse, Arbeitskreise und Initiativen besuchen bzw. mitgestalten. Es soll dort gekocht und gegessen werden, und es wird gelernt. „Integration“ bedeutet beim Train of Hope weitaus mehr als schöne Theorie: Hier wird Integration gelebt und von Mensch zu Mensch weitergereicht wie ein Staffelstab.

Mehr als 16.000 Menschen fanden schon Hilfe bei den Ehrenamtlichen, die es irgendwie immer schaffen, die Miete zu bezahlen und ihre vielen Projekte zu stemmen. Immer wieder gibt es konkrete Notfälle, für die in Windeseile Möbel, Kleidung und Transporte organisiert werden müssen. Wie Fatma Karacakurtoglu, die Leiterin des e.V.’s, so schön sagt: „Ohne Facebook und WhatsApp wären wir verloren“.

Ein Beamer und eine Leinwand

Auch ein Beamer und eine Leinwand, die man an der Decke befestigen und bei Bedarf herunterziehen kann, wären eine sehr große Erleichterung. Denn Präsentationen sind sehr wichtig für die Stoffvermittlung bei Sprachkursen und anderen Integrations-Seminaren.

Falls also jemand im Keller einen funktionierenden Kühlschrank (gern mit Gefrierfach) und/ oder einen Einbauherd mit Backofen hat, bitte helft den tapferen Helfern. Abgeholt werden die Geräte innerhalb weniger Tage ganz nach Wunsch. Die Organisation des Vereins ist ein Gedicht.

Falls dann noch jemand einen Beamer hätte (was wir kaum zu hoffen wagen) – das wäre ein Geschenk des Himmels.

Bitte melden bei der 1. Vorsitzenden vom Train of Hope Dortmund e.V.:
Fatma Karacakurtoglu
E-Mail: [email protected]

Oder bei den SteadyNews anrufen:
Eva Ihnenfeldt – mobil 017680528749

Train of Hope Dortmund e. V.
Münsterstr. 54, 44145 Dortmund
Facebook: Train of Hope Dortmund e. V.

Seit fast zwanzig Jahren auf der "freien Wildbahn" hat Eva Ihnenfeldt sowohl 2004 eine eingetragene Genossenschaft für Existenzgründer gegründet als auch 2011 eine Akademie für die Ausbildung von Social Media Unternehmenden. Lange Zeit war sie Dozentin und Trainerin für Marketing, Kommunikation und Social Media. Heute arbeitet sie als Coach für Menschen im beruflichen Wandel. Ihre Stärke ist es, IST-Situationen zu akzeptieren, Visionen zu erkennen und gemeinsam mit ihren Klienten Strategien zu entwickeln, die sich auch in der Praxis bewähren. Mobil: 0176 80528749 - E-Mail: [email protected]

steadynews.de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.