Fünf Regeln für einen gelasseneren Umgang mit Facebook

Christian Spließ: Kürzlich im Gespräch mit einer Bekannten kam das Thema auch auf Facebook. Was natürlich irgendwann bei einem Gespräch mit mir zwangsläufig der Fall ist, ich bin ja als Social Media Manager bekannt und helfe auch gerne bei Problemen aus. Aber meine Bekannte hatte nun ein Problem, das ich nicht sofort technisch lösen konnte. „Facebook macht mir keinen Spaß mehr, immer wenn ich mich einlogge werden die roten Zahlen in der oberen Leiste mehr, dann bin ich in zahlreichen Gruppen und kriege da auch noch bei Facebook angezeigt ob es was Neues gibt, Events müssen abgearbeitet werden – also Facebook ist kein Freizeitvergnügen, das ist für mich schon Arbeit. Und macht mir keinen Spaß.“

Ich grübelte also nach dem Gespräch etwas darüber nach und fand dann fünf Regeln, die vielleicht einen besseren stressfreien Umgang mit Facebook ermöglichen.

1. Regel: Rote Zahlen sind erstmal nur rote Zahlen. Viele Leute machen anscheinend den Fehler die Clean-Desktop-Strategie von Getting Things Done auf Facebook anzuwenden – einmal alles abarbeiten bis alles auf Null steht und dann gut. Das klappt aber nicht weil Facebook ein Real-Zeit-Werkzeug ist. Anders als die eMail. Daher: Ignorieren Sie einfach die roten Zahlen da oben und lassen Sie sich nicht von denen unter Druck setzen. Es genügt völlig wenn man einen flüchtigen Überblick über alles wirft um aktuell zu sein. Ein komplettes Durcharbeiten mit Anklicken muss nicht sein.

2. Regel: Üben Sie die Kunst des Ignorierens – besonders bei Gruppen hat man ab und an den Impuls sofort noch einen Kommentar schreiben zu müssen. Mit der Folge, dass man in seinen Benachrichtungen natürlich dann immer nochmal Nachwirkungen hat und bisweilen eine Diskussion mitverfolgt, die vom eigentlichen Posting in der Gruppe weit weg ist. Ignorieren Sie das einfach. Ignorieren Sie auch einfach mal Gruppen an sich. Und räumen Sie regelmäßig auf.

3. Regel: Nochmal – man muss nicht auf alles reagieren und alles kommentieren. Nur weil der Freund gerade ein lustige Katzenphoto gepostet hat muss ich nicht als Kommentar „wie süß“ drunterschreiben. Wägen Sie ab ob der Kommentar für sie und ihren Bekannten wichtig ist und ihn weiterbringt.

4. Regel: Lassen Sie persönliche Dinge nicht auf Facebook eskalieren in dem Sie Rechtfertigungskommentare en masse schreiben. Rufen Sie lieber den jenigen an oder treffen sich bei Differenzen zu Kaffee und Kuchen. In der Regel liegt da meistens eine Nacht zwischen, der erste Ärger ist verflogen, man kann daher mit einem ruhigen Kopf entscheiden.

5. Regel: Ein Tag ohne Facebook? Machen Sie mal die Probe aufs Exempel und vermeiden Sie den Dienst für einen Tag. Ich wette, Sie werden bei der Rückkehr feststellen, dass Sie nichts verpasst haben. Also: Mehr Gelassenheit im Umgang mit Facebook tut wirklich gut.

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