Krise: immer mehr Selbständige erhalten ergänzend Hartz IV

Die Wirtschaftskrise schlägt vor allem bei Freiberuflern, Selbständigen, Freelancern durch. Jeder vierte selbständige „Einzelkämpfer“ klagt über Einkommenseinbußen seit Oktober 2008. Besonders Freiberufler der Medienbranche leiden unter dem Umbruch in der Wirtschaft. Ein Drittel der Journalisten, Werbe- und PR-Experten verdient krisenbedingt weniger – und die Zahl der „Aufstocker“, die ergänzend Hartz IV beziehen, wächst.

Bei manchen Selbständigen ist seit Ende letzten Jahres das Einkommen auf die Hälfte geschrumpft. Und so erhalten nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit doppelt so viele Selbständige ergänzend Hartz IV wie im vergangenen Jahr.

Mehr als ein Zehntel der Selbständigen verdient zu wenig, um für das Alter vorzusorgen. Durchschnittlich verdienen Freiberufler 79.000 Euro im Jahr. Doch in diesen Einnahmen ist noch keine Alters- und Berufsunfähigkeitsvorsorge enthalten – und natürlich auch kein Ausfallgeld für Urlaub, Krankheit etc.

Das „manager magazin“ hat in einem Gehaltsreport ermittelt, dass beispielsweise ein Architekt das Zwei- bis Dreifache erwirtschaften muss, um ein kleines Büro mit einem Angestellten zu finanzieren, inklusive Betriebs- und Versicherungskosten. Ein Journalist mit etwa acht Jahren Berufserfahrung muss einen Jahresumsatz von 86.000 Euro erzielen, um ein vergleichbares Einkommen zu haben wie sein festangestellter Kollege, der 34 Prozent weniger verdient.

Die Einkommenshöhe variiert sehr stark je nach Branche und Unternehmensgröße. Selbständige mit einem Angestellten erzielen Einkommen von durchschnittlich 97.000 Euro – Einzelkämpfer hingegen verdienen jährlich nur 70.000 Euro.

Vor allem zwischen Männern und Frauen ist der Einkommensunterschied groß: Frauen erhalten im Durchschnitt 35 Prozent weniger. Bei Angestellten beträgt der Unterschied zwischen Männern und Frauen „nur“ 27 Prozent.

Trotz der manchmal schwierigen finanziellen Situation zeigen sich 55 Prozent der Selbständigen zufrieden mit ihrem Gehalt. Bei Angestellten sind es nur 49 Prozent. Doch beim Blick in die Zukunft sind die Selbständigen vorsichtig: 44 Prozent erwarten Steigerungen von 20 Prozent und mehr, 23 Prozent rechnen mit stagnierenden oder sogar fallenden Einnahmen.

Quelle: Spiegel

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Seit fast zwanzig Jahren auf der "freien Wildbahn" hat Eva Ihnenfeldt sowohl 2004 eine eingetragene Genossenschaft für Existenzgründer gegründet als auch 2011 eine Akademie für die Ausbildung von Social Media Unternehmenden. Lange Zeit war sie Dozentin und Trainerin für Marketing, Kommunikation und Social Media. Heute arbeitet sie als Coach für Menschen im beruflichen Wandel. Ihre Stärke ist es, IST-Situationen zu akzeptieren, Visionen zu erkennen und gemeinsam mit ihren Klienten Strategien zu entwickeln, die sich auch in der Praxis bewähren. Mobil: 0176 80528749 - E-Mail: [email protected]

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