Fünf Tipps wie man Berufliches und Privates bei Facebook, Twitter und XING trennen kann

Christian Spließ, Online-Redakteur: Eine der Fragen, die mir immer wieder gestellt werden, lautet: „Mein Chef hat mir eine Freundschaftsanfrage an mein persönliches Facebook-Profil gestellt – muss ich ihn jetzt als Freund hinzufügen?“ Dies zeigt, wie fließend mittlerweile die Grenzen zwischen Privatleben und Beruf in Sozialen Netzwerken sind. Wer mit dem Social Web beruflich zu tun hat und dann noch ein persönliches Profil hat, kann die Grenzen manchmal gar nicht scharf ziehen.

Allerdings: Nicht alles, was persönlich ist hat im Beruf seine Wichtigkeit und umgekehrt. Daher könnten folgende fünf Tipps vielleicht eine kleine Hilfestellung sein um sich seine persönliche Privatsphäre trotz der beruflichen Anforderungen zu sichern.

1. Facebook privat, XING für den Beruf

Eine Möglichkeit: Nutzen Sie mehrere Netzwerke für Beruf und Privatleben. Facebook kann durchaus ihr rein privates Profil sein, während Sie auf XING nur streng beruflich unterwegs sind. Zugegeben, diesen Rat sollte man vor dem Erstellen seiner Profile berücksichtigen – wenn Sie aber momentan ganz neu in den Sozialen Netzwerken unterwegs sind, dann behalten Sie das mal im Hinterkopf.

2. Privates Profil und Fanpage

Eine weitere Möglichkeit bei Facebook ist die Erstellung einer Fanpage für sich selbst. Dies ist allerdings eher für Personen geeignet, die generell schon extrovertierter sind oder die beruflich schon Fanpages betreuen. Es hat jedoch auch seine Vorteile: Das persönliche Profil kann dann für die engeren Freunde reserviert bleiben, während die Fanpage, die öffentlich zugänglich ist, dann die Funktion einer Homepage übernimmt. Für den Fall, dass Sie sich bewerben müssen ist eine Fanpage übrigens auch durchaus überlegenswert. (Dass Personaler bei Facebook übrigens generell persönliche Profile des Bewerbers durchsehen halte ich zwar für wahrscheinlich, da die meisten persönlichen Seiten allerdings geschützt sind müsste der Personaler hier erstmal sozusagen als „Passworthacker“ auftreten…)

3. Twitter fürs Business, Facebook für Freunde

Während Facebook eigentlich kein zweites Profil mit dem persönlichen Namen erlaubt, können Sie bei Twitter beliebig viele Accounts für unterschiedliche Zwecke eröffnen. So könnten Sie durchaus geschäftliche Kontakte nur auf einen Twitteraccount verlagern, während persönliche Kontakte bei Facebook bleiben. Zudem: Die Listenfunktion bei Twitter hilft Ihnen bei der Sortierung enorm. So können Sie mit den Listen auch Leuten folgen, ohne Sie direkt als Kontakte hinzufügen zu müssen.

4. Facebook-Einstellungen und -listen

A propos Listen: Auch bei Facebook können Sie Freunde und berufliche Kontakte mit Listen trennen und bestimmen, wer welche Inhalte sehen soll und darf. Persönliche Nachrichten können so nur an den engen Freundeskreis gesendet werden, während berufliche Kontakte nur das sehen, was Sie als wichtig erachten. Die meisten Facebook-Nutzer machen sich leider nicht die Mühe, dieses Feature zu nutzen, da es etwas Zeit braucht um es einzurichten. Es lohnt sich aber durchaus.

5. Privates komplett offline

Die rabiateste und beste Methode ist natürlich, rein Privates gar nicht erst ins Netz zu stellen. Also weder einen persönlichen Account bei Twitter, noch bei Facebook oder bei Jappy und Co. zu haben. Allerdings sind mir bisher nur wenige Menschen begegnet, die das dermaßen konsequent gehandhabt haben. Falls Sie dazugehören sollten, haben Sie meine Hochachtung.

Und die Antwort auf die Frage, ob man seinen Chef als Freund zur persönlichen Facebook-Seite hinzufügen sollte: Das kommt drauf an. Wenn Sie ein herzliches und enges Verhältnis mit ihrem Chef pflegen, können Sie seine Anfrage akzeptieren – und rechtzeitig vorher natürlich einstellen, was er von Ihnen sehen darf. Schließlich geht es Ihren Chef ja nichts an, was Sie während ihres Ägypten-Urlaubs so getrieben haben… Wenn Sie allerdings generell Bauchschmerzen bei dem Gedanken haben, dann sollten Sie es lassen und bei Nachfragen höflich darauf verweisen, dass Sie gerne Privates und Berufliches voneinander trennen.

Christian Spließ, Online-Redakteur
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Seit über zwanzig Jahren auf der "freien Wildbahn" hat Eva Ihnenfeldt sowohl 2004 eine eingetragene Genossenschaft für Existenzgründer gegründet als auch 2011 eine Akademie für die Ausbildung von Social Media Manager/Innen. Lange Zeit war sie Dozentin und Trainerin für Marketing, Kommunikation und Social Media. Heute arbeitet sie als Coach für Menschen im beruflichen Wandel. Ihre Stärke ist es, IST-Situationen zu akzeptieren, Visionen zu erkennen und gemeinsam mit ihren Klienten Strategien zu entwickeln, die sich auch in der Praxis bewähren. Mobil: 0176 80528749 - E-Mail: [email protected]

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2 thoughts on “Fünf Tipps wie man Berufliches und Privates bei Facebook, Twitter und XING trennen kann

  • Reply Bernd-Christoph Schwede 31. Mai 2011 at 10:03

    Hallo,

    danke für den Tipp mit den Facebook-Listen, habe ihn gleich umgesetzt. War mit etwas Sucherei verbunden, einige weitere Details:
    * Konto/Freunde bearbeiten
    * + Liste erstellen, z.B. „Beruflich“, die entsprechenden
    Kontakte auswählen
    * Konto/Privatsphäre-Einstellungen/
    Benutzerdefinierte Einstellungen
    * dann für alle „Dinge“ einstellen, ob sie für Alle/Nur Freunde/
    Freunde von Freunden/Benutzerdefiniert sichtbar sein sollen:
    um hier den Zugriff auf eine oder mehrere Listen zu
    beschränken, „Benutzerdefiniert“ auswählen, dort
    Diese Personen/Bestimmte Personen auswählen und
    den Namen der Liste eintippen, also „Beruflich“ – die
    Liste erscheint nach Eingabe der ersten Buchstaben zur
    Auswahl.
    * Einstellungen speichern, fertig.

    • Reply Eva Ihnenfeldt 1. Juni 2011 at 20:46

      Danke schön! Facebook muss man wirlich studieren., ich staune immer weider über Neuentdeckungen, die mich doch häufig vor Rätsel stellen…

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