Facebook: Neue Open-Graph-Applikationen kommen

Nachdem Facebook unter anderem mit Spotify und Path schon einige Applikationen startete, die den Open-Graph nutzen, kommt in den nächsten Tagen die zweite Welle. Das Video zeigt einen Einblick in die Funktionsweise der neuen kommenden Open-Graph-Applikationen.

Facebook hat mit der zweiten Welle bewußt gewartet, um Fehler wie bei den ersten Open-Graph-Applikationen zu vermeiden – in den Wochen nach der f8-Konferenz hatten User oftmals den Eindruck, dass jeder Song von Spotify, den ein Freund hörte, in der Timeline zu sehen war. In den nächsten Wochen werden die neuen Open-Graph-Applikationen nach und nach freigeschaltet. Anders als bei Spielen werden diese von Facebook geprüft, bevor sie online gehen.

Diese neuen Open-Graph-Applikationen funktionieren wie folgt: Angenommen, man hat der Beispiel-Applikation von „Der Westen“ permanenten Zugriff auf sein Profil erlaubt. Dann wird, wann immer man einen Artikel auf dem Portal gelesen hat, ein Hinweis sowohl in die Timeline des eigenen Profils gepostet als auch direkt in den News-Feed und in den Ticker. Die eigenen Freunde, die diesen Hinweis sehen, können dann ebenfalls die Applikation abonnieren. Womit sich rein theoretisch der erwünschte Schneeball-Effekt einstellen würde, den man vom virtuellen Marketing sich erhofft.

Etliche Zeitungen und Portale nutzen in den USA schon diese Applikationen. So wie Spotify, dass seit der Veröffentlichung nach der f8-Konferenz 3.4 Millionen Nutzer täglich erreichte und im ersten Monat eine Million Wachstum hinlegte. Dies war allerdings für Spotify relativ einfach, da diese Anwendung eine der allerersten überhaupt war – und damit die Timeline nicht wie beim Spotify-Start gespammt wird, wird Facebook dezidiert mehr Kontrolle übernehmen.  Dass Facebook zudem die neuen Applikationen auch für Werbung nutzen wird, dürfte nicht überraschen. In Zukunft könnte jeder, der mit einer bestimmten Fluglinie geflogen ist dann auch Werbung für Flugreisen und Schnäppchen-Angebote erhalten.

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