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Social Media Marketingstrategie – weniger ist mehr… 0

Gerade habe ich durch Zufall 27 hervorragende Marketingstrategie-Tipps von Nell Patel gefunden (unbedingte Leseempfehlung!) – und doch war mir direkt schon beim Überfliegen klar, wie sinnlos diese Aufklärung ist. Ebenso wie unzählige andere Veranstaltungen, Artikel, Seminare, Webinare… Unternehmen mit wenig Werbebudget haben nur selten genügend Eigenpower, um sich über soziale Netzwerke und andere digitale Möglichkeiten in den Dialog mit potentiellen Kunden zu begeben.

Gründer, Freiberufler und Unternehmer hören sich die Mahnungen von Marketing-Experten immer und immer und immer wieder an – doch was dann passiert ist eher Abschreckung als Anschub. Wer startet schon gern ein neues „Hobby“, weil er/ sie es anscheinend muss? Ist ja fast wie damals in der Schule mit Mathe! „Du musst endlich in Social Media gehen, sonst bist Du verloren! Wenn erst mal Deine Wettbewerber das Revier Eurer Branche besetzen, bleiben für Dich nur noch kümmerliche Reste! Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben!“

Deine Social Media Marketingstrategie? Mach nur ein bisschen was – irgendwas

Darum möchte ich heute zur Abwechslung mal etwas ganz Anderes empfehlen: Mach Dir keine Gedanken. Mach einfach irgendwas, was Dir Spaß macht. Und dann warte ab, was passiert.

Um so vorgehen zu können, braucht man natürlich ein kleines bisschen Wissen über die verschiedenen Möglichkeiten, die Nel Patel in seinen 27 Strategie-Tipps wunderbar umreißt. Ich liste mal auf, warum es Spaß machen könnte, mit sehr wenig zeitlichen Aufwand digital zu kommunizieren. Fangen wir also an:

Facebook

Erstelle Dir doch einfach mal einen Facebook-Account (natürlich mit Echtnamen) und adde ein paar Freunde dort. Tu Dir keinen Zwang an und scheue einfach, was passiert. Schön an Facebook ist, dass kaum noch Menschen unter 30 dort vertreten sind. Die „Erwachsenen“ sind bei Facebook unter sich. Dadurch nimmt die Selbstinszenierungs-Sucht langsam ab und man kann einfach ein Pläuschchen halten so als ob man Samstags zum Wochenmarkt geht und ein paar Leute trifft. Probiere es einfach aus!

Instagram

Oder bist Du vielleicht eher der visuelle Typ? Willst Du gar nicht reden über Politik, Wetter, Sport und den gesellschaftlichen Wandel? Willst Du Inspirationen für Deine Reisen, für Rezepte und alles, was schön designt ist? Instagram ist das Überraschungsbilderbuch, das vor Allem junge Menschen anzieht. Während die jungen Erwachsenen Instagram zunehmend auch als Ersatz für das Teenager-Snapchat nehmen (Stories über den Tag erstellen und Stories der Freunde anschauen), können auch Ältere regelrecht süchtig werden nach den vielen inspirierenden Bildern und Informationen. Guck doch einfach mal! Gerade für Einzelhändler, Gastronomie und alle anderen Selbstständigen, die es mit den „schönen Seiten des Lebens“ zu tun haben, ist Instagram perfekt. Lass Dich inspirieren und wenn Du etwas nicht verstehst – frag Google!

Xing und LinkedIn

Auch die beiden Business-Netzwerke können viel Spaß machen, wenn man ein bisschen Zeit und Sorgfalt investiert. Das Schöne an Xing und LinkedIn ist, dass man es hier nur mit beruflich Engagierten zu tun hat und weniger mit „Privatkram“. Anfangen kannst Du zum Beispiel, indem Du Deine Visitenkarten-Kontakte in den Netzwerken suchst und addest. Bei LinkedIn kann man auch in der kostenlosen Version eine Nachricht dazu schreiben – und überhaupt gibt es bei LinkedIn in der Zwischenzeit ein ordentliches soziales Netzwerk. Videos, Artikel, Blogbeiträge…. immerhin schreiben auch Business-Prominente wie Ferdinand Piech bei LinkedIn, das macht wirklich Spaß – gerade in der Mobile App. Lass Dich inspirieren, welches Netzwerk Dir besser gefällt. Hauptsache, es ist angenehm und Du musst nicht immer nur passiv konsumieren.

Eine Marketingstrategie kannst Du ja später überlegen. Ich sag immer „Social Media ist wie Fahrrad fahren – man lernt es nur durchs Tun“. Oder man könnte es auch mit einer Reise in eine fremde Kultur vergleichen. Zunächst erkundet man staunend die Sehenswürdigkeiten – mit der Zeit wird man immer souveräner und kann auch die versteckten Schönheiten des Landes finden und genießen.

Unternehmer finden immer ihren Weg, aus Spaß gewinnbringende Unternehmensziele zu kreieren. Ob im Kirchenchor, in der politischen Partei oder in Social Media. Das eigentliche Ansinnen gräbt sich seinen Weg. Hauptsache anfangen.

Viel Spaß beim Erkunden und Staunen wünscht Eva Ihnenfeldt. Und dann wird es irgendwann zum Tun mit Strategie -wetten?

 

 

Über Eva Ihnenfeldt

Als Expertin für Social Media Marketing berät und begleitet Eva Ihnenfeldt Unternehmen und Organisationen bei der Entwicklung von Social Media Strategien - und übernimmt als Dozentin Lehraufträge für Hochschulen, Kammern und andere Bildungsträger. Eva Ihnenfeldt - Mobil: 0176 80528749 - E-Mail: e.ihnenfeldt@gmail.com

2 thoughts on “Social Media Marketingstrategie – weniger ist mehr…

  1. Hach, wie entlastend! Danke, dass Du als Profi (wie lautet die weibliche Version?) uns Absolution erteilst!

  2. Hihi – gern geschehen! Aber ist doch wahr. Sobald ein „Muss“ auftaucht, verliert man den Spaß – wie beim Klavierspielen. Einfach mal klimpern und die Angst vor den Konsequenzen verlieren. Ideen kommen dann von ganz allein – auf all die, die selbst ihr Marketing betreiben. Denn sie berühren unserer Herzen

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