Warum ist Netzwerken eigentlich so entscheidend für den unternehmerischen Erfolg?

Auch unser Lenkungskreis Social Media vom Verband networker NRW ist eine wichtige "Seilschaft" - und alle geben sich aktiv ein!

Etwa 70 Prozent aller Stellen werden über Beziehungen vergeben. Traditionelle Netzwerke wie Schützenvereine, Karnevalsvereine, Sport- und Kulturorganisationen sind das Zentrum von geschäftlichen Verknüpfungen. Das mächtige Silicon Valley wächst und regiert vor Allem durch die engen Beziehungsgeflechte. (Der Mythos vom Silicon Valley – t3n). Einige von vielen Beispielen die belegen, wie entscheidend es ist, gut vernetzt zu sein. Doch vielen Jungunternehmen fällt das schwer, Netzwerken haftet gerade in Deutschland immer ein wenig auch ein unehrenhafter Makel an, „Seilschaften“ sind verpönt.

Auch unser Lenkungskreis Social Media vom Verband networker NRW ist eine wichtige "Seilschaft" - und alle geben sich aktiv ein!

Auch unser Lenkungskreis Social Media vom Verband networker NRW ist eine wichtige „Seilschaft“ – und alle geben sich gern aktiv ein!

Doch im Grunde genommen sind wir alle eingebunden in ein Geflecht aus Seilschaften. Familie, Verwandtschaft, Nachbarschaft, Freunde, Kollegen, Vereinsmitglieder…. wehe dem, der sich völlig einsam durch das Leben schlagen will!

Netzwerken im Business unterscheidet sich eigentlich kaum von den privaten Beziehungsgeflechten. Der Unterschied liegt vielleicht vor Allem darin, dass sich die Beziehungen schneller ändern, lebenslange Bindungen weniger üblich sind. Und Business Netzwerke sind nicht so durchsetzt von emotionalen Ansprüchen und irrationalen Motiven, das macht den Umgang einfacher und kontrollierbarer.

Grundlage jeder harmonischen Beziehung ist die Ausgewogenheit von Geben und Nehmen. Grundlage jedes funktionierenden Netzwerkes ist der Mittelpunkt – ein Mensch oder ein Team, um den oder das die Mitglieder kreisen. Geschäftliche und berufliche Netzwerke haben nur dann Bestand, wenn es einen solchen Mittelpunkt gibt, der Vertrauen und Verlässlichkeit ausstrahlt.

Manche Menschen sind für geschäftliche Netzwerke die geborenen Mittelpunkte, andere sind die idealen „Helfer“, wieder andere sind stille freundliche Mitgestalter. Und dann gibt es immer wieder Diejenigen, die gern „haben“ wollen – aber nichts bereit sind zu geben. Diese „Zecken“ können die schönsten Gruppen und Netzwerke zerstören mit ihrer Vertriebsaktivität. Ich habe selbst schon erlebt, wie neu gegründete Existenzgründer-Gruppen von bestimmten Berufsgruppen so durchsetzt wurden, dass niemand mehr kommen wollte.

Doch es gibt zahlreiche Gruppen, Vereine und Verbände, denen man sich anschließen kann, und in denen man langsam und stetig gute Geschäftskontakte aufbauen kann. Leider ist es meistens so, dass die Mitglieder ihre Beiträge zahlen und ansonsten passiv bleiben. In beruflich/ geschäftlichen Frauennetzwerken ist eine rein passive Haltung weniger der Fall, da Frauen wohl die besseren „Kümmerer“ sind. Männer vernetzen sich am liebsten über private Interessen, die Gleichgesinnte zusammenschweißen, wie Fußball, Hobbys, oder auch Politik.

Wie man es auch dreht und wendet, Netzwerke sind für den geschäftlichen Erfolg unverzichtbar. Es ist gar nicht gut, wenn man eine Webagentur oder SEO-Agentur „ergooglen“ muss, weil man keine Freunde hat, die Jemanden empfehlen können. Es ist auch viel teurer, wenn man einen Künstler oder Speaker über eine Agentur buchen muss, als wenn man Menschen kennt, die empfehlen und vermitteln können.

Doch vor allem muss Netzwerken Spaß machen. Wer nur deshalb zu Veranstaltungen und Meetings geht, um Aufträge zu generieren, strahlt genau das aus und wird wahrscheinlich enttäuschende Erfahrungen machen. Es ist wie in einer Nachbarschaft von Hausbesitzern. Jeder braucht mal Hilfe, jeder ist mal dran mit helfen, und besonders beliebt sind die Nachbarn, die einfach zupacken ohne nach dem eigenen Profit zu fragen.

Also mein Tipp an alle, die unternehmerisch tätig sind: Sucht Euch ein festes Netzwerk, das zu Euch passt. Nehmt dieses Netzwerk ernst und bringt Euch aktiv ein. Seid aufmerksam in Gesprächen und pflegt die gewonnenen Kontakte. Sammelt nicht einfach Visitenkarten in Schubladen, sondern stärkt die erste Begegnung durch Mails oder eine Vernetzung über Xing.

Seid großzügig und zugewandt, seid aufmerksam und verlässlich. Und wenn Ihr könnt: Werdet selbst Mittelpunkt und ladet ein! Ob es ein kleiner Kreis ist oder eine größere Feier, ob Ihr einen Workshop anbietet oder ein „Bürogolf-Turnier“, den Gebenden lacht das Glück – versprochen.

 

Seit fast zwanzig Jahren auf der "freien Wildbahn" hat Eva Ihnenfeldt sowohl 2004 eine eingetragene Genossenschaft für Existenzgründer gegründet als auch 2011 eine Akademie für die Ausbildung von Social Media Unternehmenden. Lange Zeit war sie Dozentin und Trainerin für Marketing, Kommunikation und Social Media. Heute arbeitet sie als Coach für Menschen im beruflichen Wandel. Ihre Stärke ist es, IST-Situationen zu akzeptieren, Visionen zu erkennen und gemeinsam mit ihren Klienten Strategien zu entwickeln, die sich auch in der Praxis bewähren. Mobil: 0176 80528749 - E-Mail: [email protected]

steadynews.de

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