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Kauft Google bei eigenen Produkten selbst die besten Werbeplätze bei Google? 0

Wie ZDNet am 20. Januar 2017 berichtet, kauft Google anscheinend für die eigenen Produkte 91 Prozent der Google Werbeplätze. Dies will Wall Street Journal eigens herausgefunden haben als sie die von SEMrush angefragten Daten ausgewertet haben. Ob Smartphones, Notebooks, Smartwatches – da wo es Google Produkte gibt, werden sie anscheinend von Google selbst auf den besten Werbeplätze platziert. Auch die SmartHome-Geräte der Google Schwester Nest werden auf die obersten Werbeplätze gesetzt. Google meint dazu, dass ja auch Zeitungen ihre eigenen Werbeplätze für Werbung nutzen – zum Beispiel um Abonnements zu bewerben. Die Bedingungen wären bei Googles Auktionsverfahren fair – Google würde sich wie alle anderen Mitbewerber um die Werbeplätze bewerben.

digital-marketing-1725340_640Die Aufdeckung zeigt einen Interessenkonflikt, den nicht nur Google hat. Auf der einen Seite sollen vor Allem die größten Werbekunden zufriedengestellt werden – auf der anderen Seite hat der Werbeanzeigenverkäufer Google Interesse daran, die eigenen Produkte (sowie die Produkte der Schwesterfirma Nest) zu verkaufen und sich Vorteile gegenüber Wettbewerbern zu verschaffen.

Hinzu kommt, dass Google im Unterschied zum aufgeführten Beispiel „Zeitung“ fast eine Monopolstellung in der eigenen Branche (Suchmaschinen) hat. Darum steht die Firma permanent unter Beobachtung des Kartellamts – ein offizielles EU-Kartellverfahren wegen der marktbeherrschenden Stellung läuft schon seit April 2015. Darum stellt sich die Frage, ob es überhaupt legitim ist, wenn die eigenen Smartphones, Laptops, Smartwatches etc. bei Google mit hohem Budget über Google Werbeplätze nach oben gepusht werden.

Quelle: ZDNet vom 20. Januar 2017

 

 

 

Über Eva Ihnenfeldt

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