Social Media: Werbung oder Kommunikation? Geld oder Liebe?

Wie wuv.de am 25. September 2018 berichtet, steigen die Ausgaben für Social Media Werbung weltweit enorm. Ob YouTube, Instagram oder Facebook, zwei Drittel des gesamten Werbespendings zwischen 2017 und 2020 werden wohl zum Einen zu bezahlten Suchergebnissen (vor Allem Google Adwords) fließen – und zu anderem auf Social-Media-Ads.  In Search-Ads fließen rund 109 Milliarden US-Dollar – in Social-Ads rund 76 Milliarden US-Dollar. Dabei sind anscheinend Video-Ads in sozialen Netzwerken besonders beliebt.

Für wen lohnt sich welche Werbeform im Social Web?

Zielgruppen sind in ihrem Verhalten und ihren Interessen sehr unterschiedlich. Ich empfehle häufig kleineren Unternehmen, die noch keine Erfahrungen im Online-Werbemarkt gesammelt haben, schon vor Kampagnenplanung eine kleine qualitative Marktumfrage durchzuführen. Erst einmal in der Selbstbeobachtung:

  • Für welche Werbung im Web interessiere ich mich? Wo habe ich geklickt, geliked, kommentiert, geteilt?
  • Wann habe ich aufgrund von Online-Werbung schon direkt einen Kauf getätigt?
  • Gabe es den Fall, dass ich durch häufigere Wiederholungen Werbung zum Kunden wurde?
  • Wann habe ich schon meine E-Mail-Adresse bei einem Anbieter hinterlassen – warum? Hat sich das für mich gelohnt?
  • Welche Online-Werbung ist mir in Erinnerung geblieben? Über welche Kanäle hat mich diese Werbung gefunden?

Im zweiten Schritt kann man in Familie, Freundeskreis, evtl auch bei ausgewählten Kunden diese Fragen stellen und die Antworten notieren. So weitet sich der Blick und Werbung wird in seiner besten Form verstanden.

Werben oder kommunizieren?

Häufig ist es wirkungsvoll, Social Media Posts, die eine anregende Diskussion nach sich gezogen haben, mit Werbebudgets zu pushen. Gerade bei Facebook kann dadurch neue Reichweite aufgebaut werden. Ein viraler Effekt durch etwas, was organisch entstanden ist – das kann gelingen!

YouTube-Videos, die es von Natur aus schwer haben, Reichweite aufzubauen, können ebenfalls durch eine kleine Werbebudget-Spritze angeregt werden. Zwar werden YouTube-Videos bei Facebook sehr verkleinert – doch wenn man das Video (am Besten verkürzt auf maximal eine Minute) bei Facebook hochlädt, mit Facebook-Ads unterstützt und im Werbetext auf den YouTube-Kanal mit der Langversion hinweist, lohnt sich durchaus ein zwei-bis dreistelliger Betrag, um schöne Ergebnisse zu erzielen.

Meine Empfehlung ist also für kleinere Unternehmen: Gut kommunizieren und echten Mehrwert für die Adressaten bringen. anhand der organischen Reichweite und der Reaktionen entscheiden, für welche Posts und Videos sich eine Ads-Kampagne lohnt. Abgestimmt auf die Kultur des jeweiligen Social-Media-Kanals diese Storys Ads so gestalten, dass  Kommunikation und Kontakt als Ziel verfolgt werden.

Während große Unternehmen darauf angewiesen sind, mit (hochpreisigen) Influencern zusammenzuarbeiten, da sie als Marke Probleme mit Vertrauensaufbau haben, können kleine Unternehmen ihr eigener Influencer sein. Organisch probieren, gut kommunizieren und „Hits“ mit Social Ads unterstützen. Das wäre meine Empfehlung.

Quelle: wuv vom 25. September 2018

 

 

 

Seit fast zwanzig Jahren auf der "freien Wildbahn" hat Eva Ihnenfeldt sowohl 2004 eine eingetragene Genossenschaft für Existenzgründer gegründet als auch 2011 eine Akademie für die Ausbildung von Social Media Unternehmenden. Lange Zeit war sie Dozentin und Trainerin für Marketing, Kommunikation und Social Media. Heute arbeitet sie als Coach für Menschen im beruflichen Wandel. Ihre Stärke ist es, IST-Situationen zu akzeptieren, Visionen zu erkennen und gemeinsam mit ihren Klienten Strategien zu entwickeln, die sich auch in der Praxis bewähren. Mobil: 0176 80528749 - E-Mail: [email protected]

steadynews.de

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