Was ist ein Content-Creator? Ein Beruf mit Zukunft?

Im Bereich der digitalen Kommunikation entstehen immer neue Berufsbilder. Neben dem Social Media Manager und dem Online Marketing Manager gibt es noch weitere Aufgabenbereiche wie den Community Manager, den Online Redakteur, den Social Analysten – und eben den Content Creator. Sucht man nach Jobs, sind Stellenausschreibungen für den Content Creator bzw. Content Producer immer häufiger zu finden. Für mich keine Überraschung: Online-Kommunikation hat so viele Facetten – da will das anspruchsvolle Publikum schon jemanden, der mit allen Medien jonglieren kann: Text, Bild, Ton, Bewegtbild – und Animationen auch noch…

Influencer

Bild von expresswriters auf Pixabay 

An allererster Stelle der Content-Producer steht der selbstständige Influencer. Will man sich eine Zukunft über Marken-Kooperationen und eigene digitale Produkte bzw. Dienstleistungen aufbauen, muss man vor Allem Eines beherrschen: Die Klaviatur der begeisternden Content-Erstellung. Bilder, Videos, Stories, TikTok-Clips, Newsletter, und natürlich Texte die begeistern und zu Interaktionen anregen.

Je mehr Influencer es gibt, desto anspruchsvoller wird dabei das Publikum. Wie kann ich mit meinem Content noch bei YouTube aus der Masse herausstechen? Wie kann ich über Instagram-Stories Follower generieren? Was mache ich bei TikTok? Sollte ich bei Facebook eine Gruppe gründen und dort mit meinen Posts Fans begeistern? Woher bekomme ich gemafreie Musik? Wie baue ich meinen Podcast auf? Und woher nehme ich die vielen Stunden täglich für Community-Pflege und Reichweiten-Erhöhung? Ein Zuckerschlecken ist das Leben eines Content-Creators, der sich selbstständig ein Business aufbaut, wahrlich nicht.
Spiegelonline: Influencerin Charlotte Schüler erzählt

Content-Creator als Beruf

Es ist schon einmal eine gute Voraussetzung, eine Zeitlang als selbstständiger Influencer tätig gewesen zu sein. Mit dem Profil und der Reputation, die man sich im Netz aufgebaut hat, ist man für potentielle Arbeitgeber transparent und bei Erfolg attraktiv. Man schickt die eigene Marketing-Präsenz sozusagen als Arbeitsprobe, wenn man sich als Social Media Manager – oder neuerdings direkt: Content-Creator – bewirbt. Doch was kann denn nun ein Content Creator? Was ist erwünscht?

  • Bild-Content: Man kann aus jedem Schnappschuss durch rasche Bildbearbeitung noch etwas Spannendes basteln: Collagen, Bilder mit Sprüchen, GIFs, Spielereien…
  • Video-Content: Man kann ebenso rasch coole Videos erstellen: MemeVideos mit eigenen, witzigen Untertiteln versehen, Videos zu phantasievollen kleinen Kunstwerken gestalten, Video-Interviews führen, sich selbst in Video-Stories in Szene setzen, TikTok-Videos produzieren, die imponieren und Reichweiter erhalten
  • Story-Content: Eine immer größere Herausforderung sind Instagram-Stories. Nicht nur, dass man Storytelling beherrschen muss, um die Community zu begeistern – man muss auch technisch auf Zack sein, um aus den Stories eine Vertriebsmaschinerie zu basteln. Viel Knowhow, viel Übung und viele Try and Errors sind dafür nötig.
  • Text-Content: Ebenfalls eine große Herausforderung ist der textbasierte Content. Wie schreibt man so, dass man Interaktionen erhält und Fans gewinnt? Wie verlockt man Interessierte zum Kauf? Wie provoziert man? Berührt man? Bringt die Menschen zum Lachen oder Weinen? Wie kann man über Texte und Keywords bei Google auf die ersten Plätze kommen?
  • Audio-Content: Lohnt sich ein Podcast? Was muss dieser enthalten, um zum Hörer-Magneten zu werden? Kann man einen Podcast monetarisieren? Wie macht man den Podcast findbar bei Google und in den sozialen Netzwerken?

Als selbstständiger Content Creator ist man natürlich viel freier und unkontrollierter als wenn man in einer angestellten Position arbeitet. Auf jeden Fall sollte man nicht zu bescheiden sein bei den Gehaltsvorstellungen. Der Beruf ist dermaßen anspruchsvoll, dass es angemessen ist, ähnlich viel zu verdienen wie ein Ingenieur. Das Problem: Ohne erfolgreiche Social Media Präsenz ist es schwierig zu beweisen, dass man es kann. Denn ohne erfolgreiche Community-Pflege und professionelle Suchmaschinenoptimierung hat man wenig in der Hand, um den eigenen Marktwert zu belegen.

Content Creator kann man in der Regel nur dadurch lernen, dass man experimentiert und lernt. Es ist ein typisches Berufsbild für Quereinsteiger. Selbstverständlich ist es sinnvoll, eine Weiterbildung oder auch ein Studium im Bereich der digitalen Content-Produktion zu absolvieren – doch ohne eigenes Tun helfen auch die eindrucksvollsten Scheine nichts. Arbeitgeber bzw. Personaler können googlen – und wenn da nichts Imposantes auftaucht, ist die eigene Verhandlungsposition ein wenig mager…

Muentermedia: Content Creator: Berufsbild mit Zukunft

Seit fast zwanzig Jahren auf der "freien Wildbahn" hat Eva Ihnenfeldt sowohl 2004 eine eingetragene Genossenschaft für Existenzgründer gegründet als auch 2011 eine Akademie für die Ausbildung von Social Media Unternehmenden. Lange Zeit war sie Dozentin und Trainerin für Marketing, Kommunikation und Social Media. Heute arbeitet sie als Coach für Menschen im beruflichen Wandel. Ihre Stärke ist es, IST-Situationen zu akzeptieren, Visionen zu erkennen und gemeinsam mit ihren Klienten Strategien zu entwickeln, die sich auch in der Praxis bewähren. Mobil: 0176 80528749 - E-Mail: [email protected]

steadynews.de

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