Eine Definition zur „Landingpage“ in Zeiten von Social Media

Eine Landinpage ist im Grunde genommen die Verbindung vom Web zum Anbieter bzw. Angebot. Eine Landinpage ist eine einzelne Seite im Web, die so gestaltet ist, dass der Besucher von hier aus eine gewünschte Aktion ausführt: Ein Kontaktformular ausfüllt, einen Kauf tätigt, eine Leistung bucht – oder auch einfach den Telefonhörer abnimmt und mit dem Unternehmen ins Gespräch kommt. Eine Landingpage soll also vor Allem eins: Verkaufen und die Conversion Rate steigern (Conversion ist das Verhältnis zwischen Websitebesuchern und den „gewünscht aktiv Handelnden“). Doch was hat das alles mit Social Media zu tun?

Online_VertriebLange Zeit wurde Social Media als etwas angesehen, was in den Bereich Imagepflege, Bekanntheit und Beziehungspflege gehört. Community Manager und Social Media Manager wurden selten mit dem Vertrieb verbunden, sie waren eher in der PR-Abteilung angesiedelt und konzentrierten sich auf Dialog und Stakeholder-Marketing.

Doch für jedes Unternehmen ist entscheidend, dass die Aktivitäten aus Marketing, PR und Vertrieb einen nachweisbaren Erfolg haben. Die Verbesserung von Image und Dialog ist auf die Dauer nur dann interessant, wenn auch mehr verkauft wird – bzw. neue Aufträge durch die Webkommunikation erlangt werden!

Dieses Denken steht gewissermaßen mit dem Auftrag der Öffentlichkeitsarbeit im Konflikt. Auf der einen Seite wollen wir dem Interessenten zeigen, dass wir ehrlich an ihm interessiert sind – und das nicht nur vortäuschen, um unsere Produkte zu verkaufen – auf der anderen Seite sind wir wirtschaftlich gezwungen, in Umsatz und Gewinn zu denken. Alles Andere wäre verwerflich, schon allein deshalb, weil wir unseren Mitarbeitern und deren Familien gegenüber Verantwortung tragen.
Effektiv werben im digitalen Zeitalter als kleines oder mittleres Unternehmen

Was also kann man tun, um in der Online-PR und mit der Social Media Strategie Landingpages zu erzeugen und zu puschen, damit das Unternehmen durch die Kommunikationsaktivitäten Profit erfährt?

Im Grunde genommen sind Landingpages nichts anderes als jede andere Maßnahme auch: Ich bin aktiv im Web (z.B. in sozialen Netzwerken, Foren, auf Blogs und/ oder der eigenen Website) und führe mit diesen Aktivitäten Interessenten zu mir – zu ganz bestimmten Seiten, die es dem Besucher so leicht wie möglich machen, zum Handelnden zu werden.

Egal, von welcher Richtung aus ein Besucher auf eine meiner Landingpages gelangt – dort muss er die „Problemlösung“ für seine individuellen Bedürfnisse finden und mit wenig Aufwand in Gang setzen. Je einfacher, desto besser, je persönlicher, desto besser, je passgenauer, desto besser. Emotionale Verbundenheit zwischen Anbieter und Adressat ist wichtig, Transparenz und Verständnis sind wichtig, die Freude an der „gewünschten Handlung“ ist wichtig. Wir wissen ja: Ein Handel ist immer dann gelungen, wenn beide Handelspartner danach das Gefühl haben, ein „gutes Geschäft“ gemacht zu haben. Auch das sollte eine Landingpage ausstrahlen: Wie gut, dass wir Beide uns über die folgende Aktion verbinden – das ist ein sehr guter Handel.

Landingpage: Online-Marketing oder Social Media PR?

Klassischerweise sind Landingpages konzipiert aus der Sicht von SEO-Experten und Online-Marketing-Agenturen: suchmaschinenoptimiert, Eye-Tracking gerecht, usablilityfreundlich, mit A und B Tests abgesichert. Doch je souveräner Web-Besucher werden, desto mehr tritt neben technischen Komponenten ein anderer Fokus in den Mittelpunkt: Die persönliche Beziehung!

Wir führen immer häufiger die „gewünschte Handlung“ allein deshalb aus, weil wir dem Anbieter vertrauen, ihn sympathisch finden, ihm glauben und mit ihm eine Verbindung aufnehmen wollen. Selbst im E-Commerce verkauft sich ein Produkt besser, wenn wir schon vor dem Besuch der Landingpage innerlich „JA“ gesagt haben und uns emotional mit dem Produkt (oder dem Anbieter selbst) verbunden haben.

Hier leistet Social Media wertvolle Dienste: Mit Empathie und dem Sinn für die „Problemlösung“ kann die Social Media Abteilung Landingpages als Kommunikationsmaßnahme konzipieren – und dann im letzten Schritt von den Entwicklern oder der Online-Marketing Agentur ausführen lassen.

Die Social Media Abteilung entwickelt die Landingpage-Strategie:

Was muss passieren, damit der Interessent, den ich über Blog, Facebook, Twitter, Instagram, Xing und Co erreicht habe, zum Kunden wird? Oder als Kunde ein weiteres Produkt kauft? Oder uns aktiv weiterempfiehlt? Oder uns seine Kontaktdaten übermittelt? Oder unsere Produkte testet und uns wertvolles Feedback liefert? Oder über uns schreibt? Oder sich bei uns als Mitarbeiter bewirbt? Oder unsere Weiterbildungen bucht? Oder ein Ticket bucht?

Erst, wenn der Social Media Manager diesen Weg und diese Landingpage-Funktion inhaltlich definiert hat, kann der SEO-Experte die ideale Landingpage für die jeweilige Handlungsaufforderung erstellen. Und dann ist es wiederum die Aufgabe der Social Media und Content-Marketing Beauftragten, die Landingpage viral zu verteilen und zu bewerben.

So ergänzen sich Social Media, Online-Marketing und IT (SEO) optimal. Was nur alle verstehen müssen ist, dass gerade beim Kaufentschluss Emotionalität ganz oben steht – und viel wichtiger ist als die Grüße oder die Farbe des Kauf-Buttons. Die Menschen kaufen keine Dinge, sie kaufen gute Gefühle in einer Welt, in der man eigentlich schon alles hat…

33 schicke Landingpages aus t3n

Bildquelle: pixabay_geralt

Eva_Ihnenfeldt_KMUdigital_kleinEva Ihnenfeldt
Marketing und Social Media
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Seit fast zwanzig Jahren auf der "freien Wildbahn" hat Eva Ihnenfeldt sowohl 2004 eine eingetragene Genossenschaft für Existenzgründer gegründet als auch 2011 eine Akademie für die Ausbildung von Social Media Unternehmenden. Lange Zeit war sie Dozentin und Trainerin für Marketing, Kommunikation und Social Media. Heute arbeitet sie als Coach für Menschen im beruflichen Wandel. Ihre Stärke ist es, IST-Situationen zu akzeptieren, Visionen zu erkennen und gemeinsam mit ihren Klienten Strategien zu entwickeln, die sich auch in der Praxis bewähren. Mobil: 0176 80528749 - E-Mail: [email protected]

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One thought on “Eine Definition zur „Landingpage“ in Zeiten von Social Media

  • Reply Dordevic 4. März 2016 at 20:10

    Eine sehr interessante Sichtweise. Alternativ wäre auch Chat Einbindung für die Landingpage. Übrigens ein sehr gelungener Artikel!

    Beste Grüße

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