Gedanken als Medizin? „Das ganze Leben ist Placebo“

Ich lese das Datum – 10. Juni. Der innere Hund, mein ergebener Pawlowscher Wächter, gibt sofort eine Einschätzung. „Gutes Datum, schöne Zahl“. Am 8. Juni fand er „Doofes Datum – unangenehm Zahl“. Wenn ich aufmerksam darauf achte, kann ich erlauschen, wie mein innerer Hund ständig alle Wahrnehmungen von mir registriert, bewertet, darauf reagiert. Also gebe ich mal meinem inneren Hund heute eine Gestalt und einen Namen.

Meine Gedanken – mein Erwartungs-Haustier

Gedanken nach der Lektüre des Beitrags vom swr: Religionspsychologie – Gedanken als Medizin

Mein innerer Erwartungs-Hund ist ein braver Hund. Er ist eine sie. Und sie bemüht sich unablässig, alle Gefahren für mich aus dem Weg zu räumen und darüber zu wachen, dass ich mich an keinem Steinchen stoßen möge. Mein innerer Hund ist eine Hündin, und dieses Hündchen ist klein.

Luzi

Sie ist meiner süßen Luzi sehr ähnlich, die mich 16 Jahre lang begleitet hat, die jede Nacht in meinem Bett schlief. Luzi war ein Mini-Yorkshire-Terrier. Sie brauchte keine Leine, weil sie so brav war. Sie war die perfekte Mischung aus Eigenverantwortlichkeit und Hingabe.

Mit ihrer Feinfühligkeit registrierte sie jede Schwingung. Meist war sie sehr entspannt und voller Vertrauen in die Welt. Sobald jedoch auch nur eine Kleinigkeit nicht stimmte bei mir, wenn ich schlechte Laune hatte oder traurig war, fing sie an zu zittern. Sie spürte die leisesten Regungen.

Als ich einmal ein Wochenende auf einem Seminar war, reagierte sie bei meinem Wegsein wie Dornröschen, die sich an der Spindel gestochen hatte. Ich kam Sonntag Abend heim, und mein jugendlicher Sohn, der das Wochenende allein mit ihr verbracht hatte, legte mir einen nahezu bewusstlosen kleinen Körper in die Arme. Alle Lebenskraft schien aus ihr gewichen. Nach zwei, drei Stunden in meiner Nähe war sie wieder fröhlich und vital wie immer. Das war die einzige Krankheit, die sie die ganzen 16 Jahre über hatte. Eine kleine Dornröschen-Somnambulie.

Das ganze Leben ist Placebo?

Das ganze Leben ist Placebo? Forscher sprechen nicht mehr vom Placebo-Effekt, sondern vom Erwartungs-Effekt.  Sie staunen darüber, wie stark bei medikamentöser Gabe dieser Erwartungs-Effekt nicht nur auf subjektive Empfindungen wirkt wie Schmerz, Stimmung, Energie.

Auch messbare Veränderungen werden durch die Erwartungshaltung bewirkt. Und das nicht nur bei Erwachsenen, sondern auch bei Tieren und sogar bei Pflanzen, wie die Homöopathieforschung zeigt. Zu Zeiten des gefürchteten sauren Regens wurden ganze Waldgebiete erfolgreich durch homöopathisches Wasser behandelt, mit dem die Gebiete per Flugzeug besprüht wurden.

Was wir erwarten, das geschieht

Wichtig ist, dass wir unseren inneren Hund, unser Unbewusstes, unser körperlich Manifestiertes auf diesem wunderbaren blauen Planeten, lieben und akzeptieren. Lasst uns dem Wächter über alles Einwirkende in der Dualität eine Gestalt geben, einen Namen, eine Persönlichkeit. So wie der Schutzengel das höhere Selbst verkörpert (Freud würde sagen, das Über-Ich) so verkörpert der treue Haushund das Unbewusste, den inneren Seismografen, das Körperliche, die Bewertung des zu Erwartenden. Und somit die Bewertung dessen, was uns passiert in dieser Welt. Gedanken manifestieren sich. Das ganze Leben ist Placebo.

Sehr lesenswert! https://www.swr.de/wissen/odysso/gedanken-als-medizin-100.htmlGedanken nach

Seit fast zwanzig Jahren auf der "freien Wildbahn" hat Eva Ihnenfeldt sowohl 2004 eine eingetragene Genossenschaft für Existenzgründer gegründet als auch 2011 eine Akademie für die Ausbildung von Social Media Unternehmenden. Lange Zeit war sie Dozentin und Trainerin für Marketing, Kommunikation und Social Media. Heute arbeitet sie als Coach für Menschen im beruflichen Wandel. Ihre Stärke ist es, IST-Situationen zu akzeptieren, Visionen zu erkennen und gemeinsam mit ihren Klienten Strategien zu entwickeln, die sich auch in der Praxis bewähren. Mobil: 0176 80528749 - E-Mail: [email protected]

steadynews.de

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