„Mein Beruf macht mich krank -was kann ich tun?“ Frage an Psychotherapeutin Brigitte Jülich

An dieser Stelle gibt Brigitte Jülich Antworten auf Fragen von Menschen am Wendepunkt. Heute: „Ich bin 52 Jahre alt und Abteilungsleiter in einem mittelständischen Industrieunternehmen. In den letzten zehn Jahren wurde wir dreimal verkauft – also von so genannten „Heuschrecken“ übernommen. Meine Aufgabe besteht unter anderem darin, immer wieder Mitarbeiter zu entlassen. Das belastet mich sehr. Ich schlafe sehr schlecht und habe seit einigen Jahren Flugangst entwickelt, was mir beruflich schadet.
Aber ich kann ja nicht einfach kündigen! Was soll ich tun, wenn es noch lange so weitergeht, werde ich krank, ich bin sicher.

In der heutigen Zeit ist es ja leider so, dass Unternehmen mehrmals verkauft werden. Wer in den schwierigen Zeiten einen klaren Kopf behalten will, muss sorgsam mit seiner Energie umgehen. Zeiten von Anspannung und Entspannung abzuwechseln, Energiequellen zu nutzen und neue zu erschließen.

Work-Life-Balance nennt man die Suche nach einer gesunden Energiebalance. Ich würde Ihnen empfehlen, zunächst für sich zu sorgen. Zu überlegen, was Ihnen wichtig ist. Es scheint Ihnen möglicherweise gerade in dieser Situation  verrückt“, dass ich Ihnen vorschlage, ein Glückstagebuch zu führen. Oder wäre ein Tagebuch sinnvoller, in dem Ihre Gedanken Platz haben. Es ist besser, Gedanken aufzuschreiben, als das bloße Nachdenken.

Bewältigungsstrategien sollte man erlernen. Das Leben ist leider kein Wunschkonzert. Das wussten Sie ja bereits. Suchen Sie bei Schwierigkeiten aktiv nach dem positiven Aspekt. Selbst wenn Sie (anfangs) nicht glauben, dass in jeder Krise auch eine Chance steckt, wird die wiederholte Beschäftigung mit dieser Sichtweise zu einer „ selbsterfüllenden Prophezeiung“.

Und jede Krise birgt auch Chancen. Nicht nur Ihre momentane Situation zählt, sondern auch der Weg, den Sie gehen möchten. Engagieren Sie sich für Ihre Ziele. Viele Menschen planen ihren Jahresurlaub besser als ihr Leben. Und an dieser Stelle können Sie ansetzen und mit einer Freundin sprechen oder eine  professionelle Hilfe aufsuchen, um Ihre Ziele zu erkennen. Ziele setzen- Ziele erreichen wäre der Weg für Sie.

Viel Glück!

Erfolgscoach Brigitte Jülich beantwortet Fragen und gibt Tipps für ein erfülltes, glückliches Leben

One thought on “„Mein Beruf macht mich krank -was kann ich tun?“ Frage an Psychotherapeutin Brigitte Jülich

  • Reply Beatles 30. Januar 2011 at 12:44

    Hallo! ich komme mit meinem Job nicht mehr klar. ich bin 58 Jahre und mir macht meine Arbeit keinen Spass mehr. Will nur noch, das ich endlich aufhören kann und in Rente gehen. Ich hänge seit Wochen in einer art Luft. Mein Wiederspruch auf 50% Schwerbeschädigung wegen meiner Gesundheit läuft jetzt schon seid über einem halben Jahr, ich bekomme keinen Bescheid. Das macht mich Wansinnig.Ich habe Schmerzen und niemand kann mir helfen. Ich habe eine Liternei von Ärzten hinter mir, keiner nimmt meine Schmerzen ernst. Jeden Tag kommen neue Schmerzen oder Beschwerden dazu. Kann mir jemand einen Rat geben, wie ich damit klar komme und wie ich so weiterleben kann?

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