Tote Intelligenz

Vor einigen Tagen erwachte ich um 5 Uhr in der Frühe mit den Worten „Tee, Wasser, Kaltgetränke…“ Ich hatte wohl irgendwo Getränke ausgeschenkt im Traum. Der zweite Gedanke war „Tote Intelligenz“. Dann begann in meinem Kopf das Rattern. Das habe ich manchmal. Im Traum habe ich dann irgendwelche Rätsel aufgeschlagen, die ich mehr oder weniger erfolgreich gelöst habe – und morgens nach dem Aufwachen versuche ich, die Puzzlestückchen meiner Erkenntnisse wiederzufinden und zusammenzusetzen. An diesem Morgen war es zunächst nichts weiter als dieser Begriff„Tote Intelligenz“. Ich nahm mein Smartphone zur Hand und gab ein

„Tote Intelligenz“

Was dann als Erklärung der Google KI Gemini kam, war schockierend: Ein Bericht aus der Zeitschrift DerSpiegel mit einem Video, in dem ein Journalist ein Gespräch mit einem Jugendlichen führt, der im Jahr 2018 bei einem Schul-Massaker in Parkland vom Attentäter erschossen wurde
Der Spiegel: Gespräche mit Toten werden zum Geschäftsmodell

Dieses Gespräch mit einem kommerziell erwerbbaren Ghostbot, der als toter Doppelgänger in Beziehung trat zu dem menschlichen Reporter (unten verlinkt), machten mich hellwach. Sind wir gerade dabei, von technischen Zombies in Gestalt von Chatbots wie ChatGPT überrollt zu werden?

Die tote Intelligenz der LLM-Systeme frisst zwar nicht an unseren Körpern, bevor wir wie sie zu Untoten werden – doch diese tote Intelligenz frisst womöglich an unseren Seelen und könnte uns in die Welt der Maschinen herabziehen.

OK, Buchdruck, Industrialisierung, Fernsehen und andere Technologien haben unsere Seelen anscheinend auch unbeeindruckt überlebt. Doch LLM-Systeme sind darauf trainiert, uns Menschen zu schmeicheln und uns nachzuahmen, was man bei Falschaussagen als „Halluzinieren“ bezeichnet. Doch ist die täuschend echte, völlig emotionslose Beziehungsaufnahme nicht die eigentliche Gefahr? Werden wir Menschen erkalten wie Ratten in einem Versuchslabor?
30.12.2025: «Ghostbots»- Wenn KI Verstorbene sprechen lässt – Trauerarbeit aber zu unterminieren droht

Panik war bei mir der nächste Schritt. Was ist mit Filmen, mit Videos, mit meinem exzessiven Gebrauch digitaler Technik? Soll ich jetzt in den Wald ziehen und nicht mal mehr Glühbirnen benutzen (die ja auch immer häufiger dank IoT-Softwareechnik mit unzähligen KI-Geräten vernetzt sind). Ist meine Seele schon unrettbar verloren?

Nun ist es 8.36 Uhr. Ich habe die Zeit genutzt, um zu recherchieren.

Fragen wie
– was ist der Unterschied zwischen menschlich erschaffenen Dingen (Werkzeug, Segelschiffe, Häuser, Kunstwerke) und der später entwickelten industriellen Technik? Wo liegt der entscheidende Unterschied? Wo ist der Unterschied zwischen diesen technischen Erzeugnissen und der heutigen „Toten Intelligenz“? Und zuletzt: Wie kann ich mich in unserer materialisierten Welt schützen vor dem Verwesen meiner intuitiven Fähigkeiten, mich mit meinen Mitmenschen in Liebe und Mitgefühl zu verbinden und mit der geistigen Welt in Kontakt zu bleiben? Muss ich mich so enthaltsam wie möglich von KI-Technologie fernhalten? 

Ich will nicht in die Vergangenheit!

Was würde das bedeuten? In einer „Sekte“ mit anderen Naturmenschen Brot aus selbstgezüchtetem Weizen backen? Das will ich nicht! Ich will hier und heute in die Zukunft hineinleben! Ich will nicht in die Vergangenheit! 

Ich will mich nicht gegen den Großteil der Menschheit abschotten auf einer Insel der „Glückseligen“, die als Elite nach dem Tod geistig unversehrt abschwirren. Ich mag die Normalos! Wenn die nicht in den Himmel dürfen, will ich auch nicht dahin! 

Mein Plan

Technik ist nichts „Böses“ – sie birgt, wie jeder Fortschritt, ganz einfach Gefahren. Ich werde mich bemühen, eine Strategie zu entwickeln, die uns Menschenseelen davor schützt, zu manipulierten Untoten zu werden wie Affenbabies, die durch Robotermamis aufgezogen werden. Ich will die Technologie als Werkzeug einsetzen, doch mich bewusst schützen von dem Verlust von Intuition, Imagination, Inspiration. Diese drei Eingangspforten und Ausgangspforten zur heutigen Welt möchte ich nicht vermischen mit anthropomorphen (vermenschlichenden) Schein-Beziehungen zu toter Intelligenz. Eine schwere Aufgabe für uns Menschen, die so gern ihre Haustiere vermenschlichen – manchmal sogar ihre Stofftiere – und alltäglich ihre Avatare aus Computerspielen…

Interview mit dem KI-Avatar eines Teenagers, der 2018 beim Schulmassaker in Parkland ums Leben kam

Ist es womöglich schon bald Normailtät, sich an Gräbern über QR-Code anthropomorph mit Avataren Verstorbener zu unterhalten? Was wird aus Menschenaffen, die von Robotermenschen umgeben sind?

Eva Ihnenfeldt: Superhelden-Coaching – Deine Traumwelt, Deine Kraft Was wäre, wenn wir frei und selbstbestimmt unsere eigenen Interpretationswelten bauen? Abseits von Religionen und Ideologien als Regisseure unserer Realität? Das ist mein Job: Gemeinsam mit meinen Klienten gestalten wir Visionen und Realität neu. [email protected]

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