Toxische Familien – toxische Unternehmen

Sagen wir, ich wäre groß geworden in einer Familie mit 11 Kindern. Vater muss hart arbeiten, um 13 Seelen zu ernähren. Er ist bei der Eisenbahn Stationsleiter. Häufig bekommt er Druck von oben. Er hat Angst vor seinem Vorgesetzten. Seine Angst kompensiert er zu Hause bei der Familie. Er schlägt die Kinder, wenn sie in seinen Augen zu faul, verwöhnt, dumm, frech oder glücklich sind. Seine Frau ist für ihn der Halt in einer feindlichen Welt. Sie erscheint ihm wie die Jungfrau Maria.
Wer wäre ich in einer solchen Familie? Wäre ich Papas Liebling? Wäre ich für ihn unsichtbar? Wäre ich das Sorgenkind mit Selbstmord-Tendenz? Wäre ich der Sündenbock? Die Geschwister-Anführerin? Die Jüngste, die sich hinter ihrer Niedlichkeit verstecken kann?

Toxische Unternehmen

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay 

Toxische Unternehmen sind wie toxische Familien. Wie zum Beispiel die Familie, in der mein Vater aufwuchs. Er war eines der jüngsten Kinder, wurde vom Vater seltener verprügelt (was die älteren Brüder ihm neideten), war Mamas Liebling. Er wählte Strategien, um einigermaßen heil durch den Tag zu kommen. Angepasst, beliebt, ganz sicher auch mit „dunklen Nischen“, in denen er die erlittenen Demütigungen weitergeben konnte . Die Hitlerjugend fand er gut. Als er nach einem Bombenangriff seinen Vater tot vor einem Bunker fand dachte er nur „Gottseidank“

Toxische Unternehmen verbreiten Angst und fordern die Bestrafung der angeblichen Versager. Unfassbar, wie schnell sich ein glückliches Unternehmen in einen intriganten Hühnerhaufen verwandeln kann, wenn Druck von oben Schicht für Schicht nach unten weitergegeben wird. Die Tüchtigen und Selbstbewussten machen sich so schnell wie möglich aus dem Staub –  bleiben müssen die abhängigen Befehlsempfänger, die ängstlich darauf bedacht sind, nachweisbare Fehler zu vermeiden. Schuldzuweisung, Strafen, emotionaler Ausschluss aus der Gemeinschaft…

Wer wäre ich in einer toxischen Familie?

Klar kann es sein, dass ich ein ganz anderer Mensch geworden wäre, wenn ich von Geburt an ununterbrochen umgeben gewesen wäre von 12 Menschen in den unterschiedlichsten Rollen und Machtpositionen. Aber zumindest kann ich mir vorstellen, wer ich gerne gewesen wäre in einer solchen Familie:

Ich wäre gern in der Mitte gewesen – weder die Älteste (zu viel Arbeit) noch die Jüngste (zu viel von Allen begrapschtes Püppchen). Ich wäre gern relativ hässlich gewesen (Brille) und in der Schule von den Lehrern verachtet (bloß keine Aufmerksamkeit auf sich ziehen!). Ich hätte überall versucht, gut durchzukommen, ohne aufzufallen. Nett zu den Geschwistern, gehorsam bei den familiären Aufgaben, beliebt bei den Klassenkameraden – und so oft wie möglich allein im Wald oder wo auch immer.

Sobald meine Eltern ihre Macht über mich verloren hätten, wäre ich zur Vagabundin mutiert. Ich hätte zunächst geübt, wie es ist, auf sich gestellt zu sein – und irgendwann hätte ich Ernst gemacht. Vielleicht hätte ich auch selbst eine Familie gegründet (zum Beispiel, um unabhängig von der Blutsfamilie zu werden), aber ich hätte mich nicht wie meine Mutter der Rolle der „Heiligen“ ergeben.

In einem toxischen Unternehmen bleibe ich keinen Tag länger als nötig. Kann ich unabhängig von den üblen Angst- und Strafritualen bleiben, mache ich vielleicht noch eine Zeit lang meinen eigentlichen Job – doch auch das nicht lange. „Zeige mir das Biotop in dem Du Dich bewegst – und ich sage Dir, wie es auf Dich abfärbt“.

Ja, auch in einer toxischen Riesenfamilie wäre ich eine Vagabundin geworden – es gibt mich als Persönlichkeit – und dieser Kern (Seele?) bleibt in jedem Biotop gleich. Ich bin sicher 🙂

Eva Ihnenfeldt: Superhelden-Coaching – Deine Traumwelt, Deine Kraft Was wäre, wenn wir dank Streaming, YouTube und Social Media unsere eigenen Interpretationswelten bauen? Abseits von Religionen und Ideologien als Regisseure unserer Realität – selbstbestimmt mit Bedeutung gefüllt? Das ist mein Job: Gemeinsam mit meinen Klienten gestalten wir ihre Realität neu – nicht Fakten entscheiden, sondern die selbstgewählten Interpretationen. So können meine Klienten erkennen, wie großartig sie sind. Die Superhelden-Transformation In meiner Kindheit wurde ich zur Superheldin, um zu überleben. Fantasie rettete mich: unsichtbare Gefährten, Zauberwelten, starke Vorbilder aus dem Fernsehen – mutig, selbstbewusst, unregierbar. Als Einzelkind träumte, malte, schrieb und spielte ich mir ein emanzipiertes Leben mit meinen Barbies zurecht. Ab der Pubertät wurde ich meine eigene Superheldin: halb Heilige, halb Rebellin – mal Mary Poppins, mal Cruella de Vil. In der prozessorientierten Psychologie heißt das: Traumwelten aufbauen. Mein Coaching Heute baue ich mit Klienten Superhelden-Traumwelten. Als „heilige Verbrecherin“ gehe ich auf Augenhöhe: Ich antworte offen auf ihre Fragen zu meinem Leben und zeige Wege in ihre einzigartige Großartigkeit. Erfahrung zeigt: Nicht Geld, Macht oder Liebe machen glücklich – sondern die Überzeugung, ein fantastischer Superheld zu sein. Ob Soldat, Mutter oder Rebellin: Erkenne Deine Kraft, handle danach. Wie wir arbeiten Wir tauchen wie Alice im Wunderland in Deine persönliche Realität: spüren Abenteuer aus, wachsen durch selbstbestimmte Entscheidungen. Formate (Videocalls fallen weg – die schaffen künstliche Distanz) Telefon (mit Protokoll) WhatsApp-Chat Persönliches Treffen (z. B. Café) Honorar Frei vereinbart im Erstgespräch – passend zu Deiner Situation. Bereit für Deine Superhelden-Geschichte? Lass uns starten!

steadynews.de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert