Welcher Zusammenhang besteht zwischen Migräne und geistiger Gesundheit?

Was war zuerst da – das Huhn oder das Ei? Dieselbe Frage stellen sich auch Wissenschaftler in Bezug auf Migräne und Depressionen. Werden Depressionen von Migräne ausgelöst oder aber ist Migräne eine Folgeerscheinung von Depressionen?

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay 

Aber nicht nur Depressionen werden im Zusammenhang mit Migräne gesehen, sondern auch Angstzustände, Panikattacken und andere mentale Probleme. Besteht also wirklich ein Zusammenhang zwischen einer Migräne und der geistigen Gesundheit? Dieser Frage wollen wir hier tiefer auf den Grund gehen.

Etwa 10% bis 15% der Bevölkerung leidet an Migräne. Wie viele davon auch mit geistigen Problemen zu kämpfen haben ist nicht genau bekannt. Fest steht jedoch, dass es einen Zusammenhang gibt. Aber auch hier tappt die Wissenschaft noch im Dunkeln über die genauen Zusammenhänge – es gibt jedoch einige vielversprechende Theorien.

Migräne ist ein komplexes Gebilde

Migräne ist ein sehr kompliziertes Phänomen, dass auf sehr unterschiedliche Ursachen zurückgeführt wird. Hierzu zählen unter anderem genetische und biochemische Prozesse. Man geht zudem von einem ungesunden Umgang mit Stress aus und den daraus resultierenden Begleiterscheinungen.

Stress äußert sich unter anderem in einer Fehlregulation der Muskeln und Blutgefäße, sowie einer erhöhten Nervenaktivität. Die Migräne an sich kann durch eine falsche Ernährung, Schlafstörungen etc. begünstigt werden. All dies sind auch für Depressionen und Angstzustände vorteilhafte Grundlagen. Eine genetische Nähe beider Krankheiten wird außerdem noch vermutet.

Ist man oft angespannt oder leidet unter Schmerzen, leidet auch der Geist

Aus vielen anderen Bereichen kennen wir Beispiele, in denen es einen direkten Zusammenhang zwischen Schmerzen, Schlafentzug und Stress auf der einen Seite und einer schlechten geistigen Gesundheit auf der anderen Seite gibt. Wenn Sie nicht ausgeschlafen sind, sind Sie meist auch “grummelig” oder schlecht gelaunt. Wenn Sie Schmerzen empfinden, ist Ihnen sicher nicht nach Lachen zu Mute.

Der falsche Umgang mit einer Migräne und Stress kann zu Verstimmungen führen

Wie es scheint, neigen viele Migränepatienten zu einem fehlerhaften Umgang mit Stresssituationen. Sie neigen entweder zu Perfektionismus, sind zu bemüht etwas zu erreichen oder aber gönnen sich zu häufige Ruhephasen. All dies führt zu Unzufriedenheiten und kann sich in der Folge zu mentalen Problemen weiterentwickeln.

Frauen mit Migräne leiden öfter an Depressionen als Frauen ohne Migräne

In einer Studie konnte nachgewiesen werden, dass Frauen mit Migräne ein 1,36 erhöhtes Risiko haben, eine Depression zu entwickeln, als solche Frauen, die nicht an Migräne leiden. Nicht zuletzt kann sowohl Migräne, als auch Depressionen durch einen gestörten Serotonin Stoffwechsel ausgelöst werden. Zeigt sich eine solche genetische Veranlagung, ist das gemeinsame Auftreten von Migräne und Depressionen noch wahrscheinlicher.

In einer weiteren Studie mit rund 67.000 Teilnehmern konnte festgestellt werden, dass jüngere Migränepatienten doppelt so häufig an Depressionen und Angstzuständen erkrankten, als ältere. Vermutet wird, dass ältere Menschen für sich und ihren Körper bessere Bewältigungsstrategien entwickelt haben. Aber auch ein veränderter Hormonhaushalt könnte beteiligt sein.

Welche Rolle spielen Serotonin und Noradrenalin?

Wirklich interessant ist der Einfluss von Serotonin und Noradrenalin auf das allgemeine Schmerzempfinden. Beide Hormone sind bei der Unterdrückung des Schmerzgefühls an das Gehirn beteiligt. Ist der natürliche Haushalt dieser Hormone gestört, geht auch die Schmerzhemmung verloren und Schmerzen werden direkt und in voller Wucht an das Gehirn weitergereicht. Bereits geringe Schmerzen werden als unerträglich wahrgenommen.

Welche Behandlungsmethoden gibt es?

Die richtige Therapie mit den richtigen Medikamenten ist nach wie vor die beste Alternative. Um Migräne Medikamente rezeptfrei zu erhalten, gibt es verschiedene Möglichkeiten, über Ihre Hausapotheke oder auch ein Online Dienst, der Ihnen Ihre Bestellung nach Hause schickt. Natürlich kann man die Medikamente mit einigen weiteren Maßnahmen bestmöglich unterstützen. Hierzu zählen zum Beispiel:

  • autogenes Training
  • Führen eines Schmerzkalenders
  • Psychologische Betreuung
  • Erkennen der auslösenden Faktoren und besserer Umgang damit
  • Ausdauersport wie Schwimmen oder Radfahren
  • Progressive Muskelrelaxation nach Jacobsen
  • Tai Chi, Meditation oder Yoga
  • Biofeedback – ein sehr neues Verfahren, bei dem man lernt gewisse Körperfunktionen aktiv zu beeinflussen
  • Lichttherapie (bei Depressionen)
  • Wärme- und Kälteanwendungen
  • Homöopathie: Schüssler Salze, Akupunktur und Akupressur

Ein Zusammenhang zwischen Migräne und mentaler Gesundheit ist klar gegeben. Versuchen Sie nicht, das gesamte Problem auf einmal lösen zu wollen. Arbeiten Sie sich Schritt für Schritt vor und feiern Sie Teilerfolge.

Seit fast zwanzig Jahren auf der "freien Wildbahn" hat Eva Ihnenfeldt sowohl 2004 eine eingetragene Genossenschaft für Existenzgründer gegründet als auch 2011 eine Akademie für die Ausbildung von Social Media Unternehmenden. Lange Zeit war sie Dozentin und Trainerin für Marketing, Kommunikation und Social Media. Heute arbeitet sie als Coach für Menschen im beruflichen Wandel. Ihre Stärke ist es, IST-Situationen zu akzeptieren, Visionen zu erkennen und gemeinsam mit ihren Klienten Strategien zu entwickeln, die sich auch in der Praxis bewähren. Mobil: 0176 80528749 - E-Mail: [email protected]

steadynews.de

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