Was soll ich schenken? Ich bin für Dich da

In unserer Wohlstandsgesellschaft ist es schwer, Geschenke zu finden, die echte Freude bringen. Bei unverbindlichen Beziehungen ist das noch kein Problem, da kann man pragmatisch etwas Sinnvolles oder Dekoratives auswählen, doch bei Menschen, denen man über das Geschenk einen Liebesbeweis geben will, wird es schwierig. Der Schenkende wünscht sich vom Beschenkten leuchtende Augen beim Auspacken, vielleicht sogar Tränen der Rührung. Der Beschenkte wünscht sich, dass der Schenkende durch das Geschenk zeigt, dass ihm etwas an der Beziehung liegt – da können Enttäuschungen rasch vorprogrammiert sein…

Gutscheine?

Viele Angehörige greifen zu dem Mittel, Gutscheine zu schenken. Ein Viertel aller Weihnachtsgeschenke sind in unserer Zeit Gutscheine. Das erfreut vor Allem die Anbieter, die hinter den Gutscheinen stehen – denn Schätzungen zufolge werden rund zwanzig Prozent der schon bezahlten Gutscheine nie eingelöst. Vor Allem bei verschenkten Erlebnissen („Gönn Dir mal einen richtig schönen Tag“) ist die Gefahr groß, dass der Beschenkte das Einlösen vergisst oder sogar als Belastung empfindet.

Natürlich kann man ganz konkret darum bitten, eine Wunschliste zu erhalten, aus der man sich ein Geschenk auswählen kann (wenn möglich so präzise, dass man keinen Fehler machen kann bei der Farbe, Größe, Marke, dem Design…). Das ist auf jeden Fall eine sichere Nummer, aber sehr liebevoll ist es nicht. Eben pragmatisch wie ein Geldschein im Umschlag…

Bild von Larisa Koshkina auf Pixabay 

Ich bin für Dich da

Das Schönste was man einem Menschen schenken kann, wenn man sich lieb hat, ist das „Ich bin für Dich da“ Geschenk. Der Klassiker ist eine Einladung zum Essen, doch mit ein bisschen Phantasie gibt es Alternativen, die schon beim Überreichen der Einladung glücklich machen können.

Setzen Sie sich auf einen Stuhl und stellen Sie sich einen zweiten leeren Stuhl gegenüber. Dort stellen Sie sich den zu Beschenkenden vor. Fragen Sie nun diesen unsichtbaren Gast, was er oder sie sich am Meisten an gemeinsamen Erlebnis wünschen würde.

Nun wechseln Sie den Stuhl und antworten sich selbst aus Perspektive Ihrer Mutter, Ihres Vaters, Ihrer/s Partners/In, Kindes, Freundes, Freundin. Was würde ich Geist mir total gern an gemeinsamen Erlebnis wünschen. In etwa so:

„Ich weiß noch, wie wir, als Du klein warst, am Wochenende häufig in den Zoo gegangen sind. Das war schön!“ Oder: „Ach, wenn Du einmal mit mir ins Fußballstadion gingest, das wäre mir ein Fest“ oder „Mama, ich würde so gern mit Dir zum Paintball – das wäre lustig“ oder „Schatz, gehst Du mit mir mal einen ganzen Tag shoppen?“

Selbst wenn am Ende ein feines gemeinsames Abendessen gewinnt, fällt Ihnen vielleicht besser ein, wo Ihr Liebster/ Ihr Liebste Mama, Papa, Partner/in oder Kind, Freundin am Liebsten essen ginge.

Das Schönste, was wir uns in dieser rasend vollen Zeit gegenseitig schenken können, sind gemeinsame Stunden. Eine Wanderung, ein Besuch der alten Heimat, ein Theater- oder Kinobesuch…

Ich bin für Dich da

Schenken wir doch Liebe – schenken wir uns 🙂

Seit fast zwanzig Jahren auf der "freien Wildbahn" hat Eva Ihnenfeldt sowohl 2004 eine eingetragene Genossenschaft für Existenzgründer gegründet als auch 2011 eine Akademie für die Ausbildung von Social Media Unternehmenden. Lange Zeit war sie Dozentin und Trainerin für Marketing, Kommunikation und Social Media. Heute arbeitet sie als Coach für Menschen im beruflichen Wandel. Ihre Stärke ist es, IST-Situationen zu akzeptieren, Visionen zu erkennen und gemeinsam mit ihren Klienten Strategien zu entwickeln, die sich auch in der Praxis bewähren. Mobil: 0176 80528749 - E-Mail: [email protected]

steadynews.de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.