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Jobs in der Digitalbranche: Was verdienen z.B. Online Marketing – und Social Media Manager? 0

Online Marketing Manager, Online-Projektmanager und Digital Sales Manager sind die häufigsten Berufe in der Digitalbranche – so sagt der Gehaltsreport „Arbeiten in der Digitalen Wirtschaft 2016“ vom BVDW und der Kienbaum Management Consulting GmbH, der im Herbst 2019 veröffentlicht wurde. Eine sehr aufschlussreiche Studie für alle, die in digitalen Branchen arbeiten wollen. Digitale Berufsbilder sind vielschichtig. Unterscheiden muss man zwischen den IT-lastigen Berufen, den Vertriebsexperten, den Kreativen, den Projekt-Managern, den Kaufmännischen, den Marketing-Strategen und den Kommunikationsverantwortlichen.

Der Gehaltsreport zeigt, dass wie erwartet die innovativen Digital-Fachkräfte am Besten bezahlt werden. Der Innovationsmanager ist der TOP-Verdiener der Digitalbranche. Seine Aufgabe ist es, die Entwicklung und erfolgreiche Marktplatzierung von Produktideen zu verantworten. Das wird mit Durchschnittsjahresgehältern von ca 100.000 Euro vergütet, wenn sie Senior-Status erreicht haben.

Es folgen der Business Development Manager, der Digital Sales Manager, der Account Manager und der Key Account Manager. All diese Berufsgruppen sind darauf ausgerichtet, dem Unternehmen direkten Mehrwert zu bringen, von den Markt- und Wettbewerbsvorteilen bis zum erfolgreichen Verkauf und Wachstum. Das Durchschnittsbruttogehalt liegt in diesen bedeutenden Schlüsselpositionen bei rund 80.000 Euro jährlich.

Affiliate Marketing Manager oder Digital Designer folgen im Ranking – jedoch werden hier im Schnitt weniger als 50.000 Euro jährlich gezahlt. UX-Designer und Performance-Marketing-Manager liegen laut Gehaltsreport knapp dahinter mit rund 48.800 Euro Bruttogehältern im Jahr.  Zur Erklärung: UX-Designer kümmern sich um die User-Experience. Ausgehend von Zielgruppen und Kundengruppen werden die Begegnungen und Beziehungen zwischen Anbieter und möglichen Kunden auf allen Ebenen ständig optimiert. Der Performance-Marketing-Manager wiederum optimiert die digitalen Werbemittel eines Unternehmens.

Unterhalb von 40.000 Euro jährlich liegen die Durchschnittseinkommen der Social-Media-Manager, Webdesigner, E-Mail-Marketing-Manager und der SEO- und PR-Manager. Man kann also sagen: Je technischer, innovativer, betriebswirtschaftlicher und komplexer die Aufgabenstellung, desto näher rücken die Verantwortlichen an die Geschäftsführung – und so besser sind die Karrierechancen.

Allen Berufen der Digitalbranche ist gemein, dass Quereinsteiger der Normalfall sind. An Universitäten werden entsprechende Fachkräfte noch nicht direkt ausgebildet. Meist bestimmen Begeisterung und Selbststudium den Berufsweg. Weiterbildungen, Seminare und Workshops beruhen meist auf Eigeninitiative. Kaufmännische Ausbildungen sind von Vorteil. Der neue Ausbildungsberuf des Kaufmanns/ der Kauffrau für E-Commerce ist sicher eine gute Einstiegsbasis – auch für Akademiker aus geisteswissenschaftlichen Zweigen, die in die Digitalbranche wollen.

Die Digitalbranche ist für die wirtschaftliche Entwicklung jeden Landes entscheidend. Von der Forschung und Entwicklung (zum Beispiel im Bereich der Künstlichen Intelligenz) über die agile Prozessoptimierung, die Markt- und Datenanalyse, das abteilungsübergreifende Innovations- und Projektmanagement, das Controlling, die Kommunikationspolitik und die serviceorientierte Kundenbegleitung entscheiden immer stärker darüber, ob Unternehmen überlebensfähig und zukunftssicher arbeiten können.

Unternehmerischer Geist und die Bereitschaft, auch berufliche Umwege zu  nutzen, bestimmen die Pioniere der digitalen Wirtschaft. Denn wirklich zählt in der Branche nur, was man kann – nicht was man vom Status her ist. Da sich alles so rasend schnell weiterentwickelt, müssen Digital-Fachkräfte sich täglich weiterbilden. Die Grundausbildung erhalten sie meist durch Jobs in digitalen Unternehmen – vom Praktikum über Trainee-Stellen bis zu Jobs im Bereich SEO, Social Media und Performance-Marketing.

Was zählt, ist der echte Wille und die intrinsische Motivation. Forschergeist und die Bereitschaft, sich stetes auf Neues einzulassen, kennzeichnen den digitalen Profi. Nerds bzw. Software-Entwickler, die sich empathisch in Anwender hineinversetzen können, sind gefragt.

Vertriebler die keine Berührungsängste mit Technik und digitalen Kommunikationsstrukturen haben, können sich wunderbar positionieren in einem Deutschland, das grundsätzlich der digitalen Revolution extrem kritisch gegenübersteht. Projektmanager, die es verstehen, Agilität ins Unternehmen zu bringen und den Change-Prozess mit psychologischem Feingefühl begleiten können, werden händeringend gesucht von etablierten Unternehmen und Organisationen, die im digitalen Zeitalter bestehen wollen.

Es ist nicht leicht, in sich selbst den entschlossenen Karrieregestalter zu entdecken. Noch schwieriger ist es, mit entsprechender Disziplin und Beharrlichkeit neben all den anderen Verpflichtungen und beruflichen Herausforderungen am digitalen Berufsbild und dem eigenen Leistungsprofil zu arbeiten. Doch der Lohn ist gewiss für die Beharrlichen und intrinsisch Begeisterten.

Endlich kommt auch die Erkenntnis nach Deutschland, dass nicht zählt, was Du an Zertifikaten vorweisen kannst – sondern zählt, was Du wirklich kannst. Liebe Pioniere freut Euch. Und sucht Euch mit Selbstbewusstsein das, was zu Euch passt. Ihr werdet dringend gebraucht, und das ist wohl das Beste, um gute Gehälter bzw. Honorare zu verhandeln und richtig Freude am Beruf zu haben…

Notiz: Ich habe bei allen Berufsbildern direkte Links zur Job-Übersicht eingebaut, damit sich Interessierte schnell ein Bild machen können. Hoffe das ist hilfreich…

 

 

 

Über Eva Ihnenfeldt

Als Expertin für Social Media Marketing berät und begleitet Eva Ihnenfeldt Unternehmen und Organisationen bei der Entwicklung von Social Media Strategien - und übernimmt als Dozentin Lehraufträge für Hochschulen, Kammern und andere Bildungsträger. Eva Ihnenfeldt - Mobil: 0176 80528749 - E-Mail: e.ihnenfeldt@gmail.com

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