Am Sonntag will mein Süßer mit mir segeln gehen teilt Erfolgscoach Brigitte Jülich mit…

Am Sonntag will mein Süßer mit mir segeln gehen teilt Erfolgscoach Brigitte Jülich mit. Doch Sie haben falsch gedacht.
Beim Segeln hat man es nicht nur bei der Takelage mit einem Netzwerk zu tun. Das habe ich am letzten Wochenende erleben dürfen. Mein Netzwerk EWMD (European Women’s Management Development) hatte eine „Fahrt“ auf dem Ijsselmeer für sechs Frauen organisiert.

Ich war die Einzige, die keinen blassen Schimmer vom Segeln hatte und noch niemals nur einen Fuß auf ein Segelboot oder -schiff gesetzt hatte. So war ich fürs Erste recht froh, dass ich einen erfahrenen Skipper und fünf segelfeste Ladies dabei hatte. Außerdem verwöhnten uns das ganze Wochenende Sonne und Wind dermaßen, dass wir ganz begeistert waren.

Die meisten von Ihnen, liebe Leserinnen, waren wahrscheinlich schon mal segeln. Für die, die es noch nicht waren: Vieles ist ganz schön ungewohnt. Zum Beispiel hätte ich nicht gedacht, dass man beim Anlanden über vier andere Boote klettern muss, bis man wieder festen Boden unter den Füßen hat. Und überhaupt – alles heißt ganz anders auf so einem Boot. Vielleicht sollte man vorher mal ein bisschen Vokabeln lernen. Oder was stellen Sie sich unter „können wir aufreißen“ vor? Jedenfalls nichts mit Männern …

Die hatten wir sowieso nicht im Kopf. Uns ging es ums Netzwerken. Und das kann man ganz wunderbar auf so einem Segelschiff. Die Fahrt auf der Bavaria 38 war Netzwerk pur. Die Schlafkabinen teilt man sich zu zweit. Da ist die Nähe vorprogrammiert. Tagsüber verbringt man die Zeit miteinander, man dreht und wendet sich um einander herum, bereitet die Mahlzeiten gemeinsam vor, selbst das Geschirrspülen schafft eine neue Gemeinschaft. Kaum Gelegenheit, sich irgendwohin zu verdrücken. Aber das wollten wir ja auch nicht. Wir hatten schließlich vor, das Wochenende zu nutzen, uns näher kennenzulernen.

Wir führten intensive Gespräche, hatten viel Zeit für dies und das und konnten an Deck unseren Gedanken nachhängen. Und da man auf einem Schiff nicht weglaufen und sich anderweitig beschäftigen kann, hatten wir zwischendurch einfach Zeit-Urlaub. Für mich war das eine ganz neue Variante von Zeit, denn sonst findet man mich ja eher auf meinen Klosterreisen und da bin ich mit dem Workshop online, hab also zu tun.

Und die Aussicht auf 2013? Da gehen die Süßen wieder segeln!

Ihre und Eure Brigitte Jülich, www.erfolgorange.de

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