5 Tipps zum Influencer Marketing für kleine Unternehmen

Influencer Marketing ist in aller Munde. Damit wird die gute alte Strategie bezeichnet, Empfehler und Multiplikatoren einzusetzen. Während dies in analogen Zeiten vor Allem über Vereine, Verbände und Pressekontakte passierte, kommt in der digitalen Zeit der „Influencer“ hinzu. Ein digitaler Influencer ist jemand, der über sein Engagement im Web Menschen erreicht und motivieren kann. Große Marken beschäftigen sich viel mit dem Thema, wie sie YouTube-Stars, bekannte Blogger und Twitter-Influencer für sich einspannen können (häufig mit monetären Lockmitteln), doch wie kann ich als kleines Unternehmen von den modernen Empfehlern und Multiplikatoren profitieren? Im Folgenden 5 Tipps:

Tipp Nr 1: Wer könnten überhaupt meine Influencer sein?

Es gibt Blogger, Foren-Administratoren, YouTube-Produzenten und andere beliebte Schöpfer von Inhalten – zum Beispiel bei InfluencerInstagram. SEO-Agenturen identifizieren Influencer vor Allem anhand von messbaren Mediadaten: Reichweite, Interaktion, Social Media Aktivitäten. Doch manchmal ist eine kleine feine Community spannender für Anbieter, als ein Blogger mit einer Riesen-Gefolgschaft. Wie man Influencer identifiziert? Gib relevante Keywords für Dein Kerngeschäft bei Google ein in Kombination mit Blogs, Foren, Videos. Suche gezielt bei Facebook und Xing nach Gruppen, in denen über Dein Thema gesprochen wird. Finde die Twitter-Influencer Deiner Kategorie über Hashtags.

Tipp Nr. 2: Welcher der möglichen Influencer passt wirklich zu mir?

Es ist wie in einem Verein, Verband oder Offline-Netzwerk, manche Menschen passen zueinander – andere nicht. Richte Dich nicht danach, wieviel „Profit“ Die ein Social-Influencer bringen könnte, da er/sie eine große Reichweite und hohes Vertrauen genießt. Folge Deinem Instinkt und Deiner Intuition, wenn Du im zweiten Schritt eine Liste aufstellst, welche Influencer Dich besonders ansprechen. Wir haben im Leben immer die Wahl: Geld oder Liebe. Entweder Du bezahlst die kommerziell interessierten Influencer, oder Du startest eine gegenseitige freundschaftliche Beziehung. Du hast die Wahl.

Tipp Nr. 3: Was kannst und willst Du Deinem Influencer geben?

Creator im Web sind ganz besondere Menschen. Abgesehen von den kommerziellen Bloggern und YouTubern sind Creator erfüllt von ihrem Thema, wollen ihren Lesern einen echten Mehrwert geben und kümmern sich intensiv um das, was sie und ihre Community bewegt. Bevor Du überhaupt in Kontakt zu Deinen „Traum-Influencern“ trittst, solltest Du Dir Gedanken machen, inwieweit Du dem Creator einen echte Unterstützung für sein Thema/ seine Mission geben kannst. Das ist als innerer Erkenntnisprozess wichtig, um die Geber-Haltung zu lernen. Denn nur, wenn Du gibst, wirst Du auf Zustimmung stoßen. Stellst Du Forderungen, wirst Du schlimmstenfalls sogar öffentliche Kritik ernten – zu Recht.

Tipp Nr. 4: Baue behutsam einen Kontakt auf

Hast Du zwei oder drei Influencer gefunden, die thematisch und vom Wertesystem her zu Dir und Deinem Angebot passen, baue behutsam den Kontakt auf. Häufig liegt dieser Aufbau darin, dass Du Kommentare schreibst, die Dein echtes Interesse zeigen. Ebenfalls kannst Du bei Xing (oder LinkedIn) eine Kontaktanfrage stellen, Fan der Facebook-Fanpage werden und Dich über Twitter, Instagram etc. verbinden. Bedenke, dass es bei Twitter nicht leicht ist, Aufmerksamkeit von Twitteranern zu erhalten. Durch zugewandte @replys und kommentierte @retweets kannst Du die Aufmerksamkeit auf Dich lenken und Sympathie und Vertrauen aufbauen. Eine persönliche Facebook-Freundschaft ist meistens das Beste, was an beständigem Austausch zu erreichen ist. Und natürlich gibt es zahlreiche Gelegenheiten, sich im Offline-Leben kennen zu lernen, z.B. auf einem BarCamp. Nutze diese Gelegenheiten!

Tipp Nr. 5: Wie kann man nun konkret zusammenarbeiten?

Falls sich nun eine Beziehung ergibt, die von gegenseitigem Respekt und Vertrauen erfüllt ist, wird es Zeit für das eigentliche Influencer-Marketing. Es kann sein, dass Du einen Gastbeitrag im Blog schreiben darfst, dass Du ein Video-Interview erhältst, dass Ihr ein gemeinsames Projekt beginnt, dass Ihr in Bezug auf ein Angebot von Dir in irgendeiner Form zusammenarbeitet. Wenn die Grundlage auf den selben Bausteinen beruht wie beim Netzwerken im analogen Leben, kann eigentlich nichts schiefgehen. Manchmal dauert es ein paar Monate oder auch Jahre, bis man den richtigen Hebel findet. Bis dahin gilt es, die Beziehung zu festigen, lebendig zu erhalten, Freude daraus zu ziehen und den Freundeskreis eventuell zu erweitern.

Creator und Influencer im Social Web sind keine Dienstleister. Creator sind eher Künstler, Unternehmer, Journalisten, Spieler, Wissenschaftler, Kümmerer… Wer das versteht und das schätzt, hält ein wichtige Stück Zukunft in seinen Händen.

Bildquelle: pixabay john-i

Seit über zwanzig Jahren auf der "freien Wildbahn" hat Eva Ihnenfeldt sowohl 2004 eine eingetragene Genossenschaft für Existenzgründer gegründet als auch 2011 eine Akademie für die Ausbildung von Social Media Manager/Innen. Lange Zeit war sie Dozentin und Trainerin für Marketing, Kommunikation und Social Media. Heute arbeitet sie als Coach für Menschen im beruflichen Wandel. Ihre Stärke ist es, IST-Situationen zu akzeptieren, Visionen zu erkennen und gemeinsam mit ihren Klienten Strategien zu entwickeln, die sich auch in der Praxis bewähren. Mobil: 0176 80528749 - E-Mail: [email protected]

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