Studie: Jugendliche 2021 – Schule, Freizeit, Medien

Wie hat sich das Leben der zwölf- bis neuzehnjährigen Jugendlichen in Deutschland durch die Corona-Pandemie verändert? Werden Medien anders genutzt als vor 2020? Wie bewerten die Teenager den Fernunterricht in der Schule? Welche Freizeitaktivitäten konnten 2021 genutzt werden? Die JIM-Studie 2021 des Medienpädagogischen Forschungsverbundes Südwest gibt wertvolle Aufschlüsse darüber, wie sich Jugend in Deutschland verändert – und wie durch die Corona-Krise die Anpassung des Freizeitverhaltens an die digitale Welt beschleunigt wurde.

Bild von Ortrun Lenz auf Pixabay 

Nicht nur für Eltern und Pädagogen sind die Ergebnisse der JIM-Studie 2021 interessant – sondern auch für alle Menschen, die den digitalen Wandel begreifen wollen. Mich persönlich hat besonders überrascht, wie intensiv und lange am Smartphone gespielt wird.

Weniger überraschend war, dass die Durchdringung der digitalen Kommunikation über WhatsApp bei etwa achtzig Prozent liegt. Auf dem zweiten Rang der digitalen Kommunikations- und Medienangebote liegt Instagram, es folgen YouTube, Tiktok und Snapchat (vor Allem bei den Mädchen). Dafür spielen die Jungen mehr, sind auf der Plattform Twitch und chatten über Discord. Über aktuelle Themen informieren sich die Jugendlichen am häufigsten im Familienkreis über das lineare Fernsehen. Die Bedrohung durch den Klimawandel steht dabei ganz oben auf der Agenda der Interessen.

Erschreckend ist, wie selbstverständlich es geworden ist, Hassbotschaften zu konsumieren durch die Mediennutzung des Internets. Fast sechzig Prozent der zwölf- bis neunzehnjährigen Jugendlichen gaben an, dass sie im letzten Monat Hassbotschaften gefunden haben. Kurz dahinter lagen extreme politische Ansichten. Es folgen Verschwörungstheorien, Beleidigungen, Fake-News.

Ja, der Übergang ins digitale Zeitalter hält viele Herausforderungen für Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Senioren bereit. Gymnasiasten leben häufiger in Elternhäusern mit Medienbeschränkungen als Haupt- und Realschüler, wie die Studie zeigt. Doch sehr groß sind die Unterschiede nicht. Ein Leben ohne Smartphone ist schon mit zwölf Jahren kaum denkbar (94 Prozent haben in diesem Alter bereits ein Smartphone). Es ist wie es ist.

Machen wir das Beste daraus und setzen uns damit auseinander, welche Rahmenbedingungen geschaffen werden müssen, damit der Mensch in seiner Würde, Selbstwirksamkeit, Bildung, Gleichberechtigung und in seinem demokratischen Mitwirkungsrecht gestärkt wird. Eine wirklich aufschlussreiche
JIM-Studie – hier ist sie verlinkt

Seit fast zwanzig Jahren auf der "freien Wildbahn" hat Eva Ihnenfeldt sowohl 2004 eine eingetragene Genossenschaft für Existenzgründer gegründet als auch 2011 eine Akademie für die Ausbildung von Social Media Unternehmenden. Lange Zeit war sie Dozentin und Trainerin für Marketing, Kommunikation und Social Media. Heute arbeitet sie als Coach für Menschen im beruflichen Wandel. Ihre Stärke ist es, IST-Situationen zu akzeptieren, Visionen zu erkennen und gemeinsam mit ihren Klienten Strategien zu entwickeln, die sich auch in der Praxis bewähren. Mobil: 0176 80528749 - E-Mail: [email protected]

steadynews.de

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