#Blogparade: Google Algorithmen und Blogger Sorgen… von Google Updates

Und wieder eine Blogparade! Und diesmal habe ich vom Thema her die Gelegenheit, den Sinn von Blogparaden zu erläutern und vielleicht noch einige Freunde/ Bekannte und Unbekannte dazu animieren, selbst bei Blogparaden mitzumischen. Das Thema von Marcus Krahlisch (Blogger und Berater für natürliche Familienplanung aus Berlin) lautet: „Ist Google ungerecht? Fühlst Du Dich als Blogger durch die Updates von Google benachteiligt? Hast Du etwas von Google Panda und Google Penguin mitbekommen und wurdest herabgestuft? Wenn ja, was tust Du, um den Traffic wieder zu steigern?“

Da war er – unser böser Abfall im Januar/ Februar 2012. Das war wirklich ein bitterer Sturz – und alles wegen zwei Artikeln, die herabgestuft wurden

 

Tatsächlich waren auch die SteadyNews von dem Google Update im Januar 2012 betroffen. Von einem Tag auf den anderen sank der Traffic – vor allem weil ein Top-Artikel (über Groupon) der täglich etwa 80-100 Besucher anlockte, weit nach hinten gestuft wurde – ebenso wie ein Artikel über eine kostenlose Möglichkeit, Facebook mit dem Prepaid-Handy zu nutzen. Es war also klar: Mit Google Panda und Penguin wurden Beiträge, die in ihrer Überschrift auf fremde Marken verwiesen, herabgestuft. Wie ich das finde? Nunja, ich kann es verstehen. Wenn ich an die vielen Shitstorms denke, die Jack Wolfskin, Dell, Adidas und andere Marken betrafen ist es natürlich verständlich wenn hier optimiert wurde. Auch konnten bis dahin SEO’s fremde Marken nutzen um Besucher auf eigene Webshops oder andere kommerzielle Seiten zu locken – man musste nur genügend über den Wettbewerber schreiben.

Was mich hingegen immer etwas ärgerte war die „Linkbuilding-Praxis“. SEO-Agenturen hatten vor allem das Ziel, über Backlinks von vielen vielen anderen Seiten die Website des Kunden zu puschen. Da galt lange tatsächlich nur das Motto „Viele“ und ob kostenlose Presseportale, Bookmark-Seiten oder themenverwandte Seiten aus Billiglohnländern – alles wurde (aus-)genutzt, um den Algorithmus von Google zu beeinflussen.

Seit Google Panda/ Penguin (Also seit Januar 2012 nach unserer Traffic-Statistik) scheint sich auch hier etwas geändert zu haben. Befreundete SEO-Agenturen haben erzählt dass sie ihre Strategien umstellen müssen – und auch befreundete Kunden von SEO-Agenturen zeigten sich betroffen und merkten die Auswirkungen sehr direkt. Aber die SteadyNews haben hiermit nichts zu tun, da wir nie Linkbuilding betrieben haben.

Im April 2013 hatten wir es dann geschafft – allerdings auch durch eine Geschichte in den SteadyNews, die es bis SPIEGEL-Online geschafft hatte…

Was mich hingegen freut ist die Vermutung, dass tatsächlich Social Signals höher bewertet werden von Google (und wahrscheinlich zukünftig noch viel mehr Gewicht erhalten!). Soziale Interaktionen auf Twitter, Facebook, Google+, Instagram, bei Blog-Kommentaren und in Bewertungsforen kann man schlecht betrügen – hier zählt tatsächlich wertvoller Content und gute Beziehungen und Netzwerke. Ich wünsche mir von Herzen, dass Social Signals mehr und mehr die gute alte Backlink-Praxis ablösen und SEO-Agenturen zu Beratern und Dienstleistern werden, die im Sinne des Kunden und Interessenten sinnvolle nachhaltige Strategien konzipieren und begleiten.

Die Frage, ob Google „gerecht“ ist oder eigene Seiten unverhältnismäßig bevorzugt ist recht einfach beantwortet: Google nutzt natürlich aus, was geht – doch durch die Stellung als „Monopolist“ sind die Gestaltungsmöglichkeiten gering, denn die Kartellbehörden prüfen sehr genau nach und Google ist ständig in rechtliche Auseinandersetzungen um „Machtmissbrauch“ verwickelt – sowohl in den USA als auch in Europa. So dürfen die Google Werbeanzeigen nicht zu blass eingefärbt sein, um keine organischen Suchergebnisse vorzutäuschen. Und Google+ Suchergebnisse dürfen nicht bevorzugt eingeblendet werden, da sonst Wettbewerber benachteiligt würden.

Google als Suchmaschine ist dermaßen transparent, dass es schwer ist, die Kartellbehörden auszutricksen – anders als bei geheimen Preisabsprachen sieht man die Ergebnisse von Algorithmen nun mal offen und klar – wenn man auch deren Regeln nicht kennt.

Dass Marcus Krahlisch und Martin Grünstäudl nun häufiger zu Blogparaden aufrufen ist eine sehr geschickte Strategie um Blogs zu puschen. Natürlich muss man vorsichtig sein und darf nicht zu häufig zu Blogparaden aufrufen, sonst macht Keiner mehr mit, aber grundsätzlich ist es wirklich eine tolle Win-Win Geschichte. Marcus Krahlisch’s Blog Webshop-Tester ist noch sehr jung. Durch die Blogparade (falls erfolgreich) erhält er viele Backlinks von allen Bloggern die mitmachen – für so einen jungen Blog Gold wert! Und jeder einzelne Blogger hat Profit von den Kampagnen, da der eigene Artikel ebenfalls von außen verlinkt wird und durch die Kommentare und Hashtags #blogparade neue Leser anzieht. Ich begrüße es sehr, wenn wir einige Blogparade-Blogger haben, die regelmäßig solche Aktionen starten und wir uns daran hängen können.

Natürlich können wir auch selbst Blogparaden starten, doch man soll sich den Aufwand, die Kampagne erfolgreich viral zu verbreiten, nicht zu gering vorstellen. Richtig blöd ist eine „Blogparade, und Keiner geht hin“. So lass ich mich gern immer wieder verführen, nehme Kontakt zu den Blogparade-Leadern auf und ersinne vielleicht noch weitere Kooperationsmöglichkeiten für später. Ich freue mich immer, marketingaktive Menschen kennen zu lernen. Sie sind tüchtig und verstehen ihr Handwerk. Also ganz lieben Dank an Marcus Krahlisch und Martin Grünstäudl – Ihr könnt mich immer gern wieder anschreiben, wenn die nächste Blogparade ansteht – wenn ich kann bin ich dabei 🙂

Zur Blogparade: Google updates fair oder gerecht

Und hier geht es zur neuen Blogparade von Martin Grünstäudl: Was willst Du in Deinem Leben unbedingt noch machen?

 

 

 

 

 

4 thoughts on “#Blogparade: Google Algorithmen und Blogger Sorgen… von Google Updates

  • Reply Martin Grünstäudl 2. Juli 2013 at 18:37

    Hallo Eva,
    vielen Dank für den Hinweis auf meine neue Blogparade 🙂
    Bis jetzt bin ich sehr zufrieden mit der Beteiligung an meinen Paraden. Mal schauen, wie das jetzt im Sommer so wird, wenn die Temperaturen mal (hoffentlich) länger sommerlich bleiben.
    Ich habe abseits von Blogparaden noch einige andere Ideen für Aktionen mit viel Potential – das werde ich dann aber erst im Herbst umsetzen und nicht zur Urlaubszeit.. Dann werde ich mich auch bei dir melden 😉
    Liebe Grüße
    Martin

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.