Wie schön – es ist Ostern! Und wir alle dürfen auferstehen…

Haben Sie sich schon mal gefragt, wie Sie wohl wären, wenn Sie unter ganz anderen Umständen zur Welt gekommen wären? Wenn Sie in einem anderen Land, zu einer anderen Zeit, in einer anderen Familie geboren wären? Würde da irgendetwas bleiben, was Sie jetzt sind? Gibt es einen Kern, der unverwechselbar ist und der immer gleich bliebe, egal was wir auch erleben an Freude und Leid, an Schmerz und Lust, an Geborgenheit und Fremde?

Und wenn es diesen Wesenskern gäbe – nur mal angenommen – wie kann man ihn entdecken und finden? Woran macht er sich fest? Jesus hat gesagt, wer diesen Wesenskern nicht findet, bleibt arm sein Leben lang. Wer es nicht schafft, diesen Samen aufgehen zu lassen, der vertrocknet und bringt keine neue Frucht hervor.

Ich will dieses Ostern nutzen, um meinen Wesenskern, mein „Was war – was ist – was bleibt“ zu entdecken und auferstehen zu lassen. Tatsächlich gibt es da etwas im Web (ach was wäre ich ohne das so schnell verfügbare Wissen im Netz), was mir dabei hilft, diesem Kern auf die Spur zu kommen. Und zwar ist das das Thomasevangelium. Es wurde nie in das neue Testament aufgenommen, weil es keine „Story“ hat. Hier hat jemand, der Zeitzeuge von dem Wanderpropheten Jesus war, aufgeschrieben, was dieser Prediger so gesagt hat.

Thomas-Evangelium: 18 Seiten als pdf zum Ausdrucken

Das Thomasevangelium ist dementsprechend kurz, es besteht nur aus Sprüchen und Zitaten, die man dann auch in den anderen Evangelien – die einige Zeit später entstanden sind – finden kann, verpackt in eine Geschichte von Wirken, Leiden, Tod und Auferstehung. Vieles an dieser Geschichte ist wohl wahr, wie historische Fragmente belegen, nur die Auferstehung bleibt ein Mysterium. Zwar scheint tatsächlich das Grab dieses Hingerichteten geöffnet worden zu sein, doch es gibt keine nichtchristlichen Zeugen, die ihn nach seinem Tod gesehen haben.

Für mich ist die Vorstellung, dass der Wesenskern (im Marketing nennt man ihn ganz sachlich „USP“ – Unique Selling Proposition) sich befreien kann von Vergangenheit und Zukunft, von Verstand und Gefühlen, sehr beruhigend. Ich habe auch schon gemerkt, dass es wirklich möglich ist, durch fleißige Meditiationsübungen diesem Kern ein wenig näher zu kommen – ob ich es jemals schaffe, ihn wirklich in seiner reinen Form zu spüren, weiß ich noch nicht.

In diesem Sinne wünsche ich allen Menschen eine gelungene Auferstehung und die tiefe Erkenntnis des eigenen „Ich war – Ich bin – Ich werde sein“

Aus dem Thomasevangelium: Jesus sprach: „Wenn ihr euch entkleidet ohne Scham und eure Kleider nehmt und sie unter eure Füße legt wie die kleinen Kinder und auf sie tretet, dann werdet ihr den Sohn des Lebendigen [sehen] und ihr werdet euch nicht fürchten.“

Herzlichst
Ihre Eva Ihnenfeldt

Seit fast zwanzig Jahren auf der "freien Wildbahn" hat Eva Ihnenfeldt sowohl 2004 eine eingetragene Genossenschaft für Existenzgründer gegründet als auch 2011 eine Akademie für die Ausbildung von Social Media Unternehmenden. Lange Zeit war sie Dozentin und Trainerin für Marketing, Kommunikation und Social Media. Heute arbeitet sie als Coach für Menschen im beruflichen Wandel. Ihre Stärke ist es, IST-Situationen zu akzeptieren, Visionen zu erkennen und gemeinsam mit ihren Klienten Strategien zu entwickeln, die sich auch in der Praxis bewähren. Mobil: 0176 80528749 - E-Mail: [email protected]

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