Alleinerziehende Mütter, Studentinnen und arbeitslose Frauen haben den meisten Stress

Katzen kennen keinen Stress - oder?

Nach einer Studie der DAK Krankenkasse leiden Frauen mehr unter Stress als Männer. Und besonders leiden alleinerziehende Mütter, Studentinnen und arbeitslose Frauen. Woran mag das liegen? Auch leiden gering Qualifizierte mit einfachen Tätigkeiten und wenig Handlungsspielraum häufiger unter Stress als „Chefs“ und Hochqualifizierte. Was sind die Ursachen? Als „Stress“ wurden in der Studie negative Erfahrungen und Situationen abgefragt. Sorgen, Überforderung und mangelnde Anerkennung sind dabei die Kriterien für chronischen Stress.

Leider sagt die Studie selbst nichts über die Ursachen der merkwürdigen Verteilung aus. Ich kann nur spekulieren – und das tu ich jetzt einfach mal.

Katzen kennen keinen Stress - oder?

Katzen kennen keinen Stress – oder?

Warum leiden Frauen häufiger unter Stress als Männer?

Weil Frauen gefallen wollen. Ob angeboten oder anerzogen weiß ich nicht, aber schon kleine Mädchen sind fixiert auf ihr Aussehen und ihr anerkanntes Sozialverhalten. Je abhängiger ich jedoch von der Meinung anderer Menschen bin in meinem Selbstwertgefühl, desto anfälliger bin ich für negative Erfahrungen.

Warum sind vor Allem alleinerziehende Mütter betroffen?

Viele alleinerziehende Mütter haben extrem wenig Geld zur Verfügung. Hinzu kommt, dass man irgendwie Beruf und Mutterschaft unter einen Hut bekommen muss. Oder man ist „nur“ Mutter und muss fast vollständig auf gesellschaftliche Anerkennung verzichten. Außerdem sind die Kinder oft unglücklich – der Vater fehlt und sie werden in der Schule als „anders“ wahrgenommen. Mit all diesen Faktoren ist Scham verbunden. Das macht Stress.

Warum Studentinnen?

Mädchen sind in der Schule häufig fleißiger als Jungen. Ich vermute, dass sie auch im Studium häufiger versuche, Höchstleistungen zu bringen. Siehe oben: Wer angewiesen ist auf Anerkennung, leidet schneller an negativen Erfahrungen

Warum Erwerbslose – und besonders arbeitslose Frauen?

Nicht nur die Anerkennung fehlt, wenn man arbeitslos ist, es fehlt auch die Aufgabe. Ohne Aufgabe ist der Mensch hilflos. Jeder kennt das befriedigende Gefühl, wenn man den ganzen Tag körperlich schwer gearbeitet hat. Wenn man arbeitslos ist muss man sich ständig selbst motivieren, nicht im Nichtstun zu versinken. Es fehlen die Kollegen, die Erfolgserlebnisse, die sozialen Auseinandersetzungen, die Anerkennung für erbrachte Leistung. Kein Wunder, dass diese erzwungene Aufgaben- und Strukturlosigkeit nach und nach zu Depressionen und Sucht führen kann.

Warum sind Untergebene mit „einfachen Tätigkeiten“ betroffen – und Chefs viel weniger (obwohl sie normalerweise sehr viel mehr arbeiten)?

Stress ist nicht gleichzusetzen mit einem Haufen von Arbeit. Genau das Gegenteil! Wer sehr viel zu tun hat, steigt oft genug zufrieden und stolz ins Bett. Je mehr wir leisten dürfen, desto mehr steigt die Selbstachtung. Selbstbestimmt zu leben und zu arbeiten, ist das größte Glück für Menschen. Anerkennung zu bekommen für Leistung, die nicht durch Befehl und Gehorsam erbracht wird, sondern durch eigene Zielsetzung und einen selbst gewählten Weg, macht glücklich. Wenn ich hingegen stets Befehlen gehorchen muss, die ich innerlich ablehne, wenn ich meine Meinung und meine Kreativität „herunterschlucken“ muss und gute Mine zum bösen Spiel aufsetzen, weil ich Angst vor Arbeitsplatzverlust habe, ist das der perfekte Nährboden für Sorgen, Krankheiten und Erschöpfung.

Was meint Ihr? Habt Ihr noch weitere Ideen, warum die Studie so ausgefallen ist? Deckt sich das mit Euren Erfahrungen? Oder glaubt Ihr den Ergebnissen nicht so ohne Weiteres?

Handelsblatt – Studie der DAK: Wer gut ausgebildet ist hat weniger Stress

 

Eva Ihnenfeldt: Superhelden-Coaching – Deine Traumwelt, Deine Kraft Was wäre, wenn wir dank Streaming, YouTube und Social Media unsere eigenen Interpretationswelten bauen? Abseits von Religionen und Ideologien als Regisseure unserer Realität – selbstbestimmt mit Bedeutung gefüllt? Das ist mein Job: Gemeinsam mit meinen Klienten gestalten wir ihre Realität neu – nicht Fakten entscheiden, sondern die selbstgewählten Interpretationen. So können meine Klienten erkennen, wie großartig sie sind. Die Superhelden-Transformation In meiner Kindheit wurde ich zur Superheldin, um zu überleben. Fantasie rettete mich: unsichtbare Gefährten, Zauberwelten, starke Vorbilder aus dem Fernsehen – mutig, selbstbewusst, unregierbar. Als Einzelkind träumte, malte, schrieb und spielte ich mir ein emanzipiertes Leben mit meinen Barbies zurecht. Ab der Pubertät wurde ich meine eigene Superheldin: halb Heilige, halb Rebellin – mal Mary Poppins, mal Cruella de Vil. In der prozessorientierten Psychologie heißt das: Traumwelten aufbauen. Mein Coaching Heute baue ich mit Klienten Superhelden-Traumwelten. Als „heilige Verbrecherin“ gehe ich auf Augenhöhe: Ich antworte offen auf ihre Fragen zu meinem Leben und zeige Wege in ihre einzigartige Großartigkeit. Erfahrung zeigt: Nicht Geld, Macht oder Liebe machen glücklich – sondern die Überzeugung, ein fantastischer Superheld zu sein. Ob Soldat, Mutter oder Rebellin: Erkenne Deine Kraft, handle danach. Wie wir arbeiten Wir tauchen wie Alice im Wunderland in Deine persönliche Realität: spüren Abenteuer aus, wachsen durch selbstbestimmte Entscheidungen. Formate (Videocalls fallen weg – die schaffen künstliche Distanz) Telefon (mit Protokoll) WhatsApp-Chat Persönliches Treffen (z. B. Café) Honorar Frei vereinbart im Erstgespräch – passend zu Deiner Situation. Bereit für Deine Superhelden-Geschichte? Lass uns starten!

steadynews.de

2 thoughts on “Alleinerziehende Mütter, Studentinnen und arbeitslose Frauen haben den meisten Stress

  • Reply Hellier, Sybille 21. Juni 2014 at 23:07

    Hallo Frau Ihnenfeldt,

    ich kann vielen der o.g. Punkte zustimmen, aus eigener Erfahrung und auch aus meinem Netzwerk. Frauen leisten meistes mehr und erhalten aber weniger Anerkennung. Gerade alleinerziehende berufstätige Frauen mit Kinder müssen flexibel sein und besonders gut organisieren können, aber wird es Ihnen von der Gesellschaft gedankt? Eher nicht. Sie bekommen schlechter einen Job, verdienen weniger Geld und kämpfen gegen Vorurteile, dass sie sich nicht genügend um die Erziehung der Kinder kümmern. Diese Frauen sind Vorbilder und sollten in dieser Position bestärkt werden, damit sie die gesellschaftliche Anerkennung erhalten, die sie auch verdienen.

    • Reply Eva Ihnenfeldt 22. Juni 2014 at 17:29

      Danke schön liebe Frau Hellier, Sie sprechen mir aus dem Herzen. Aber NOCH ist diese Gesellschaft so auf Kleinfamilien spezialisiert, dass die „Heldinnen“ als „Looser“ bewertet werden. Mögen wir hoffen, dass sich das gesellschaftliche Blatt bald einmal wendet…

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