Altersvorsorge-Experte Detlef Schumann: Vertrauen oder Eigenvorsorge

…Ein Passagierflugzeug kommt in Schwierigkeiten, weil einer der Motoren Feuer gefangen hat. Der Kapitän greift zum Mikrofon und versicherte mit ruhiger Stimme, das Feuer werde bald unter Kontrolle sein und das Flugzeug könne mit 3 Motoren genauso gut fliegen wie mit 4. Das stimmt auch. Leider fällt kurz darauf noch ein Triebwerk aus. Erneut gelingt es dem Piloten, seine Fluggäste zu beruhigen. Als dann auch noch der dritte Motor streikt, erscheint der Kapitän in der Cockpit-Tür mit einem Fallschirm auf dem Rücken. Souverän wendet er sich an die Passagiere: „Kein Grund zur Panik, meine Damen und Herren! Ich hole nur schnell Hilfe!“

Genau wie in diesem Witz hält es die Politik mit der Rente, meint Detlef Schumann von der Signal Iduna Gruppe aus Bochum.

Während in den 80er Jahren des vorherigen Jahrhunderts Norbert Blüm von der sicheren Rente sprach, aber deren Höhe nicht nannte, versuchen die heutigen Politiker die Bürger mit Grundrentenversprechen und staatlicher Fürsorge bei Laune zu halten.

Jeder vernünftige Mensch weiß aber, dass der Generationenvertrag nicht mehr funktionieren kann. Während die Lebenserwartung eines im Jahr 1900 geborenen Mannes noch bei rund 50 Jahren lag, also viele Rentenbeitragszahler gar nicht in den Genuss von Leistungen kamen, dürfen heute Geborene schon mit einem 3stelligem Lebensalter rechnen.

Ich war am Wochenende bei einem Besuch im Heide-Park Soltau überrascht, dass über 80jährige noch die dortigen Attraktionen nutzen und mit Begeisterung aus schwindelnden Höhen in die Tiefe stürzten. Das sich heutige Rentner dieses Vergnügen leisten können hängt auch damit zusammen, dass sie rechtzeitig vorgesorgt haben, denn auf meine unbekümmerte Frage nach den finanziellen Möglichkeiten kam von den Befragten die Antwort: „Wir haben uns immer etwas zu Seite gelegt.“

Die heute 60jährigen haben dieses Privileg einer sicheren Rente oft nicht mehr. Viele haben in den 80ern „mit spitzem Bleistift“ gebaut und die Hypothek heute noch nicht ausfinanziert. Erste Reparaturen erfordern neue Darlehen, also ist wenig frei verfügbares Geld vorhanden. Wenn dann, wie in den letzten Jahren geschehen, die Renten nicht mehr steigen, gibt es sicherlich bei der sich abzeichnenden Inflation Probleme.

Gut, dass bei einer Inflation die Arbeitsplätze steigen. Doch sichert das nur die Renten der „Alten“. Heute Berufstätige sollten daher unbedingt die mit staatlichen (also ihren eigenen Steuergeldern) geförderten Sparmöglichkeiten nutzen und fürs Alter vorsorgen!

Das Geld muss später wegen der höheren Lebenserwartung auch länger reichen. Da es weniger Einzahler in die Rentenkasse gibt (Geburtenrückgang) werden auch die Renten niedriger ausfallen. Das Übrige tut die Inflation.

In diesem Sinne

Beste Grüße aus Bochum
Detlef Schumann

Seit fast zwanzig Jahren auf der "freien Wildbahn" hat Eva Ihnenfeldt sowohl 2004 eine eingetragene Genossenschaft für Existenzgründer gegründet als auch 2011 eine Akademie für die Ausbildung von Social Media Unternehmenden. Lange Zeit war sie Dozentin und Trainerin für Marketing, Kommunikation und Social Media. Heute arbeitet sie als Coach für Menschen im beruflichen Wandel. Ihre Stärke ist es, IST-Situationen zu akzeptieren, Visionen zu erkennen und gemeinsam mit ihren Klienten Strategien zu entwickeln, die sich auch in der Praxis bewähren. Mobil: 0176 80528749 - E-Mail: [email protected]

steadynews.de

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