Astrid Witalinski : Kassenbeiträge steigen! Die Leistungen auch?

„Alle Jahre wieder“, so beginnt ein bekanntes Weihnachtslied. Alle Jahre wieder im Oktober gibt es auch die Botschaft der Politik: „Seht her ihr Bürger die ihr Euch solidarisch zeigt und der gesetzlichen Krankenversicherung die Treue gehalten habt, ihr dürft jetzt noch ein wenig mehr von Eurem Geld dem Solidarfond zahlen.“

„Ach wie gut haben es doch diejenigen, welche sich privat versichern konnten“ werden jetzt viele denken! All die Signal_Iduna-186x300Politiker, die Unternehmer, die gutverdienenden Angestellten, die Beamten. Doch halt, schwebt da nicht das Damoklesschwert der unbezahlbaren Beiträge im Alter über diesen privilegierten Personen?

Klar, wer sich nur privat versichert hat um Geld zu sparen, auf den trifft das im Alter vielleicht zu.  Wer aber auf eine gute Absicherung im Alter gesetzt hat, und eine private Krankenversicherung ist nichts anderes als eine andere Form der Altersvorsorge, der wird  im Rentenalter über seine niedrigen Beiträge und bei Vertragsbeginn garantierten Leistungen vertrauen dürfen.

Anders der gesetzlich Versicherte. Er muss darauf vertrauen, dass die Politik schon dafür sorgt einen gesetzlich Versicherten nicht in die Besenkammer oder den Krankenhausflur zu legen. Auch beim Kassenarzt wird die Politik schon intervenieren, bitte den gesetzlich Versicherten nicht zu lange warten zu lassen und ihn mit wirksamen Medikamenten zu versorgen. Dass der Arzt einen Teil der verordneten Medikamente wegen seiner Budgetüberschreitung selbst bezahlen könnte, übersehen die meist privat versicherten Politiker.

In den vergangenen 30 Jahren hat sich viel verändert. Die Beitragsforderungen der gesetzlichen Kassen und auch die der privaten Leistungserbringer sind gestiegen.

Wer glaubt, weil er solidarisch der gesetzlichen Versichertenschar mit seinen Beiträgen den Rücken gestärkt hat und nun eine solide Gesundheitsversorgung erwarten darf, der wird im Alter auf den harten Boden der Tatsachen aufschlagen.

Die gesetzlichen Kassen haben nicht nur die Beitrage fast vervierfacht, nein auch die Leistungen wurden immer mehr gekürzt. Wer kann sich noch daran erinnern, dass Oma und Opa auf einen Bestattungskostenzuschuss der gesetzlichen Kasse vertrauen konnten? Wer kennt noch die zuzahlungsfreie Behandlung im Krankenhaus?

Wer hat noch seine Brille von der Kasse ersetzt bekommen? Kann sich noch jemand daran erinnern, dass in der Apotheke keine Zuzahlungen für Medikamente fällig wurden? Wer weiß noch, dass es einmal für Zahnersatz statt kleine Festzuschüsse eine erhebliche Kostenübernahme der gesetzlichen Kassen gab? Wer erinnert sich noch daran, dass der Arzt bereitwillig die erforderlichen Heilmittel zur baldigen Genesung verordnete?

Diese Liste ließe sich beliebig fortführen. Glauben Sie, das Ende der Kürzungen bei der gesetzlichen Kasse sei erreicht und in den nächsten 30 Jahren wird alles wieder besser?

Meine Oma hat immer gesagt, man soll die Hoffnung nie aufgeben! Die Realität zeigt aber, dass Leistungskürzungen der gesetzlichen Kassen regelmäßig weitergehen und nur selten zurückgenommen werden (Praxisgebühr).

Wer als Unternehmerin oder Unternehmer oder gutverdienender Angestellter Solidarität mit den gesetzlich Versicherten zeigen möchte, der kann das auch als Privatversicherter. Spätestens im Alter oder wenn die Versicherungsleistungen häufiger in Anspruch genommen werden müssen, werden die Kassenpatienten von den Privatversicherten profitieren. Schon heute könnte kaum ein Kassenarzt seinen Praxisbetrieb ohne ausreichende Zahl von Privatpatienten aufrecht halten, um eine zeitlich umfassende Versorgung von Kassenpatienten sicher zu stellen.

Wer als Unternehmer seine Zeiteinteilung auch monetär bemisst, wird schnell feststellen, dass bei einem Kassenbeitrag von über 750,– Euro keine bevorzugte Behandlung stattfindet. Da müssen dann wie für alle Kassenpatienten schon einmal Wartezeiten bei der Terminvergabe oder im Wartezimmer in Kauf genommen werden. Wenn der Unternehmerlohn nur bei 100,– Euro liegt, kommen bei 6 -10 Arztterminen mit dazugehörigen Wartezeiten erstaunliche Mehraufwendungen im Kalenderjahr zusammen.
Wie denken Sie darüber? Rufen Sie mich an.

Astrid Witalinski

Astrid-Witalinski-150x1501-150x150111-150x150 (1)Hauptagentin der SIGNAL IDUNA Gruppe /
Deutscher Ring Krankenversicherungsverein a.G.
Poststr. 195, 44809 Bochum
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Fax:           02 34 / 52 30 03
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Seit fast zwanzig Jahren auf der "freien Wildbahn" hat Eva Ihnenfeldt sowohl 2004 eine eingetragene Genossenschaft für Existenzgründer gegründet als auch 2011 eine Akademie für die Ausbildung von Social Media Unternehmenden. Lange Zeit war sie Dozentin und Trainerin für Marketing, Kommunikation und Social Media. Heute arbeitet sie als Coach für Menschen im beruflichen Wandel. Ihre Stärke ist es, IST-Situationen zu akzeptieren, Visionen zu erkennen und gemeinsam mit ihren Klienten Strategien zu entwickeln, die sich auch in der Praxis bewähren. Mobil: 0176 80528749 - E-Mail: [email protected]

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