Daytrading für Anfänger

Der Handel an der Börse wird vor allem in den Medien als spannend dargestellt. Etliche Broker kaufen und verkaufen im Sekundentakt Aktien, um die besten Verkaufsmomente abzupassen und Profit zu erzielen. Diese Darstellung wird dem Aktienhandel nur dann gerecht, wenn wir von einer spezifischen Methode des Tradings sprechen: dem Daytrading. Worum genau geht es bei dem Daytrading und weshalb lohnt sich diese Strategie insbesondere für risikobereite Trader?

Was genau ist Daytrading?

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Daytrading ist eine spezifische Methode, um mit Aktienkäufen und -verkäufen an der Börse schnell Gewinn zu machen. Dabei halten wir die Assets, die wir an einem Tag kaufen, nie länger als 24 Stunden.

Beim Daytrading geht es also darum, vor allem auf volatilen Märkten zu handeln, auf denen die Kurswerte häufig und stark schwanken. Deshalb muss man als Trader aufmerksam ein Auge darauf haben, wie sich der Wert einer Position entwickelt und unter Umständen innerhalb von Sekunden reagieren, um den besten Moment abzupassen sie zu schließen.

So funktioniert Daytrading

Daytrading funktioniert am besten über Trading Apps. Hier führen wir selbst die Handlungen durch und müssen nicht zu Mittelmännern gehen, die Kauf- und Verkaufsbefehle erst weiterleiten müssen. Die Apps erhalten wir über Broker. Dieses Angebot kann es über Filial- und Direktbanken geben. Meist sind es aber reine Online-Broker als unabhängige Finanzdienstleister, die sich auf Apps spezialisieren, die besonders für das Daytrading gemacht sind.

Davon gibt es eine große Auswahl. Vergleichs- und Informationsplattformen im Internet helfen dabei, die besten Anbieter zu finden. Sie erstellen häufig Reviews, hier beispielsweise über die Etoro Gebühren und Kosten.

Durch die App erhalten wir Zugang zu dem Börsenhandel und können Kurse in Echtzeit beobachten. Über eine Eingabemaske können wir Käufe und Verkäufe tätigen. Hier wählen wir die Aktie unserer Wahl aus, geben das Handelsvolumen an, das wir kaufen oder verkaufen wollen, und können noch weitere Eigenschaften des Trades vorgeben. Dazu gehören beispielsweise Funktionen wie ein Stop-Loss, bei dem wir angeben können ab welchem Kursfallwert die Position automatisch geschlossen werden soll, um Verluste zu begrenzen.

Beim Daytrading gibt es außerdem verschiedene Anwendungsstrategien, zum Beispiel:

  • Scalping – Hier handeln wir mit Transaktionen mit geringem Profit, dafür führen wir aber in kurzer Zeit besonders viele von ihnen aus. Das lohnt sich, wenn wir viel Zeit zur Verfügung haben und so über längere Zeit Gewinne ansammeln.
  • Breakout – Beim Breakout ist mehr Aufmerksamkeit auf die Umwelt notwendig. Hier suchen wir nach starken Marktbewegungen, die zum Beispiel auf eine Pressemitteilung eines Unternehmens folgen. Wenn wir nicht die Zeit haben, den ganzen Tag einen Chart im Auge zu behalten, aber an wirtschaftlichen und politischen Ereignissen interessiert sind, ist das Breakout-Trading eine gute Strategie.

Welche Voraussetzungen sollte ein Daytrader mitbringen?

Da sich das Daytrading nur auf volatilen Märkten lohnt, gibt es bei dieser Handelsstrategie mehr Risiko, unter den häufigen Wertschwankungen auch starke Verluste zu erleben. Deshalb ist es hier besonders wichtig, sich umfangreiche Kenntnisse über den Markt und das Trading anzutrainieren.

Der Daytrader muss außerdem in der Lage sein, diese Verluste auch tragen zu können. Eine Risikoanalyse ist hilfreich um abzuschätzen, welche Handelsvolumen man sich leisten kann zu verlieren. Wir brauchen also ein angemessenes Startkapital, damit wir abgesichert sind, und strenge Disziplin, um Verluste zu begrenzen.

Daneben muss der Daytrader einen gewissen Grad an Konzentrationsstärke und Reaktionsschnelligkeit beweisen, um die besten Verkaufs- und Kaufmomente nicht zu verpassen. Alternativ ist eine hohe Aufmerksamkeit auf das Weltgeschehen notwendig.

Grundregeln für das Daytrading

Daytrading wird vermeintlich als schnellster Weg zum Börsenreichtum gehandelt. Es gibt aber keine Sicherheit, dass man damit Erfolg erzielen wird, und keine allgemeingültigen Strategien, die Gewinne garantieren. Wer auf volatilen Märkten handelt, hat zwar hohe Chancen von starken Kursbewegungen zu profitieren, aber ein genauso hohes Verlustrisiko. Deshalb sollte man beim Daytrading einige Grundregeln beachten:

Was Anfänger beim Daytrading beachten sollten

  • Wahl des Brokers – Jeder Broker unterscheidet sich etwas von den anderen. Das betrifft die Märkte, zu denen er Zugang bietet, aber auch Gebühren. Für das Daytrading lohnt sich zum Beispiel ein Broker, der eventuell höhere Kontoführungsgebühren hat, dafür aber niedrige Preise für einzelne Transaktionen verlangt. Da wir viele Käufe und Verkäufe durchführen, sammeln sich die Kosten sonst schnell an.
  • Markt- und Tradingkenntnis – Ohne Marktkenntnis sollte man sich nicht an die Börse trauen. Die Vorrecherche ist entscheidend darüber, ob wir gute Entscheidungen treffen können. Auch die Werkzeuge und Strategien für Trading sollten gut vertraut sein.
  • Risikomanagement – Da wir mit hohem Risiko handeln, müssen wir uns entsprechend absichern. Das können wir zum Beispiel dadurch erreichen, dass wir nur mit rund 1 % unseres Gesamtkapitals traden und uns feste Limits setzen, die wir nicht überschreiten dürfen.
  • Vorsicht vor Hebeln – Das Trading mit Hebeln, zum Beispiel auf dem Forex-Markt, gibt uns die Möglichkeit mit kleinem Einsatz große Gewinne zu erzielen. Genauso groß können aber auch die Verluste sein, da wir danach eine Nachschusspflicht einhalten müssen und dem Broker Geld schulden. Hebel sind ein Werkzeug für fortgeschrittene Trader.

Wie Anfänger am besten das Daytrading lernen können

  • Demo-Konto – Trading Apps bieten uns in der Regel ein Demo-Konto. Hier traden wir nach echten Bedingungen und mit dem vollen Funktionsumfang der App, aber riskieren kein echtes Geld. So lernen wir, ob wir die App mögen und wie das Trading funktioniert.
  • Informationsplattformen – Es gibt viele Communitys und Informationsplattformen im Internet, die Inhalte und Ratgeber zum Trading veröffentlichen. Sie helfen uns dabei, unser Wissen zu schulen und verschiedene Strategien zu erlernen.

Fazit

Das Daytrading ist eine beliebte Art mit Aktien zu handeln, wenn wir risikobereit sind und ein passendes Startkapital besitzen. Wir handeln auf volatilen Märkten und profitieren von den häufigen und starken Kursbewegungen. Dabei halten wir die Positionen nie länger als einen Tag, sondern verkaufen mitunter innerhalb von Sekunden und Minuten, um gute Profite zu erzielen.

Für Anfänger ist es besonders wichtig, sich mit dem Markt vertraut zu machen und gutes Risikomanagement zu betreiben, wenn sie daytraden wollen. Das hohe Risiko gibt uns gute Gewinnchancen, aber kann auch schnell zu Verlusten führen. Informationsplattformen im Internet können uns helfen, das notwendige Wissen zu schulen.

Seit fast zwanzig Jahren auf der "freien Wildbahn" hat Eva Ihnenfeldt sowohl 2004 eine eingetragene Genossenschaft für Existenzgründer gegründet als auch 2011 eine Akademie für die Ausbildung von Social Media Unternehmenden. Lange Zeit war sie Dozentin und Trainerin für Marketing, Kommunikation und Social Media. Heute arbeitet sie als Coach für Menschen im beruflichen Wandel. Ihre Stärke ist es, IST-Situationen zu akzeptieren, Visionen zu erkennen und gemeinsam mit ihren Klienten Strategien zu entwickeln, die sich auch in der Praxis bewähren. Mobil: 0176 80528749 - E-Mail: [email protected]

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