Detlef Schumann: Beitragspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung

Zwei jetzt kürzlich veröffentliche Urteile des Bundessozialgerichts in Kassel  lassen wieder einmal die Frage aufkommen, warum noch so viele selbständige Menschen die Möglichkeit, zur privaten Gesundheitskasse zu wechseln, ungenutzt lassen. Ein pflichtversicherter Rentner wurde verurteilt, von seiner vom Arbeitgeber für ihn eingerichteten Altersversorgung volle Krankenversicherungsbeiträge abzuführen.

Und in dem anderen Fall hat es einen selbständigen Unternehmer erwischt, welcher trotz geringer Leistungserwartungen und horrender Beitragszahlungen freiwillig in der gesetzlichen Krankenkasse versichert blieb.
In beiden Fällen mussten die Versicherten von ihren Einkünften Kassenbeiträge bis zur Höhe der Bemessungsgrenzen abführen.

Wäre letzterer Privatversichert gewesen, so hätte ihm das umfangreichere Leistungen der privaten Krankenversicherung und zu erwartende Beitragsrückerstattungen gebracht, und Zahlungen in nicht unbeachtlicher Höhe an die gesetzliche Krankenversicherung erspart.

Natürlich kann nicht jeder den Eintritt in die private Krankenversicherung vollziehen und es mag persönliche Gründe geben, welche einen Übertritt ausschließen.

Wer also nicht privat versichert sein möchte, sollte nicht ausschließlich finanzielle Rücklagen  bilden, sondern auch ein mietfreies Wohnen im Alter anstreben.
Warum? Weil nach heutigem Stand von 1.000,-  Euro Brutto-Rente spätestens ab dem Jahr 2040 Steuern, Pflegeversicherungs- und Krankenversicherungsbeiträge in nicht unerheblichem Maße erhoben werden.

Wer  Miete zahlen muss, der wird diese Netto leisten müssen. Um 600,- Euro Mietzins aufzubringen, muss der zukünftige Rentner mindestens 900,- Euro Einkünfte erzielen.

Wer früh mit Wohneigentum oder einer privaten Krankenversicherung fürs Alter vorsorgt, hat neben besseren Leistungen auch einen sorgenfreien Lebensabend vor sich.

Generalagentur Detlef Schumann

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Seit fast zwanzig Jahren auf der "freien Wildbahn" hat Eva Ihnenfeldt sowohl 2004 eine eingetragene Genossenschaft für Existenzgründer gegründet als auch 2011 eine Akademie für die Ausbildung von Social Media Unternehmenden. Lange Zeit war sie Dozentin und Trainerin für Marketing, Kommunikation und Social Media. Heute arbeitet sie als Coach für Menschen im beruflichen Wandel. Ihre Stärke ist es, IST-Situationen zu akzeptieren, Visionen zu erkennen und gemeinsam mit ihren Klienten Strategien zu entwickeln, die sich auch in der Praxis bewähren. Mobil: 0176 80528749 - E-Mail: [email protected]

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7 thoughts on “Detlef Schumann: Beitragspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung

  • Reply Andrea Doria 5. April 2010 at 18:50

    Vielleicht ein wenig zu viel Werbung für den Herrn Schumann. Bei allen Vorzügen die er da so mitteilt, hat er wohl vergessen, dass die privaten Krankenkassen auch schon mal ihre Beiträge erhöhen. Ist doch sonnenklar, dass Herr Schumann keine Werbung für eine gesetzliche Krankenkasse macht, denn dann würde er ja nichts daran verdienen.

  • Reply Detlef Schumann 6. April 2010 at 18:31

    Liebe Frau Doria,
    sicherlich mache ich Werbung für die private Krankenversicherung
    Die gesetzliche Krankenversicherung erhöht ihre Beiträge jedes Jahr und kürzt auch noch ihre Leistungen!!
    Die Private erhöht bei Bedarf.
    Die Private Krankenversicherung leistet im Versicherungsfall Kosten, die ein Arzt benötigt welche für eine Versorgung nach allen Regeln der ärztlichen Kunst erforderlich sind, um einem Patienten
    zu helfen.
    Die Gesetzliche Krankenkasse schreibt dem Arzt vor, nur die Maßnahmen zu ergreifen, welche ausreichend, zweckmäßig, notwendig und wirtschaftlich sind (§12 SGB V)

  • Reply Gesine Lübbers 7. April 2010 at 12:56

    Warum denn nur schreibt die gesetzliche Krankenkasse dem Arzt vor, nur bestimmt Maßnahmen zu ergreifen? Vielleicht weil das allgemeine Säckel immer leerer wird?
    Was ist beispielsweise mit all den chronisch Kranken? Die haben doch in der Privaten überhaupt keine Chance. Denn ihre Behandlung könnte ja teuer werden.
    Wer sich nur die Rosinen rauspickt, kann seinen Mitgliedern natürlich mehr bieten. Ich finde das System zutiefst ungerecht und weit entfernt von der oft beschworenen und hoch gelobten Solidarität.

  • Reply Detlef Schumann 7. April 2010 at 15:20

    Der Gesetzgeber verhindert leider, das sich jeder ab Geburt privat versichern kann.
    Jeder der einmal privat versichert ist, hat das Recht ohne Gesundheitsprüfung seine neugeborenen Kinder nachzuversichern.
    Die gesetzliche Krankenversicherung erlaubt nur wirtschaftliche, notwendige zweckmäßige und ausreichende Maßnahmen, damit wegen des Umlageverfahrens die Beiträge nicht explodieren.
    Von den Beiträgen, werden schließlich Mitarbeiter der kassenärztlichen Vereinigung,des Gesundheitsfonds und der Kassen selbst bezahlt. Der Rest bleibt dann für die Behandlung.
    Dass viele Kassen-Ärzte durch Budgetierung nur einen kleinen Spielraum haben, traut man nicht zu sagen.
    Viele Leistungen am Kassenpatienten werden z.B. unentgeltlich vollbracht. Im schlimmsten Fall muss der Arzt sogar der GKV Geld zurückzahlen, weil er seinen Patienten mehr als erlaubt verordnet hat.
    Das finde ich ungerecht. Seinem Eid verpflichtet zu helfen und dafür von der GKV bestraft werden.

  • Reply Jürgen Nagel 7. April 2010 at 21:10

    Die IGES Studie zum Wettbewerb in der Privaten Krankenversicherung (PKV) analysiert die zukünftigen Herausforderungen infolge der demographischen Entwicklung und die grundlegenden versicherungsökonomischen Strategien der PKV. Methodischer Schwerpunkt der Studie ist eine empirische Wettbewerbsanalyse des PKV-Versicherungsmarktes. Die Analyse basiert auf umfangreichen Tarifdaten der Firma Morgen & Morgen GmbH, die hiermit erstmals für wissenschaftliche Zwecke genutzt wurden. Darüber hinaus untersucht die Studie den Wettbewerb auf den Leistungsmärkten der PKV sowie die Auswirkungen der jüngsten Gesundheitsreformen. Auf der Grundlage der Analyseergebnisse nennt die Studie Ansatzpunkte für die zukünftige Gestaltung der Wettbewerbsbedingungen.

    Die Ergebnisse der Analyse des PKV-Versicherungsmarktes enthalten deutliche Hinweise auf einen mangelnden Wettbewerb um ältere Versicherte, der sich darin äußert, dass viele PKV-Unternehmen in den letzten Jahren über neu auf den Markt eingeführte Tarife eine Politik der Risikoseparierung betrieben haben. Diese Politik ermöglichte ihnen, durch neue Tarife mit relativ niedrigen Prämien Zugänge zu gewinnen, führte aber zu überdurchschnittlichen Prämienzuwächsen in der Folgezeit. Auch auf den Leistungsmärkten der PKV sind Wettbewerbsmängel feststellbar. Leistungsanbieter neigen dazu, die mit „Kostendämpfungsmaßnahmen“ in der GKV verbundenen Umsatzeinbußen durch Erlöse aus der Behandlung von privat versicherten Patienten zu kompensieren, ohne dass dies nachweislich mit einer höheren Versorgungsqualität verbunden ist. Die PKV-Unternehmen sollten daher die von ihnen geforderten Spielräume erhalten, mit Leistungsanbietern unmittelbar über die Leistungsvergütung zu verhandeln.

    Quelle und die komplette Studie:http://www.iges.de/leistungen/gesundheitspolitik/index_ger.html

  • Reply Detlef Schumann 8. April 2010 at 14:28

    Na da ist ja eine lebhafte Diskussion entstanden.
    Ich wollte mit meinem Beitrag nur darauf hinweisen, das die Beitragspflicht in der GKV für Selbständige bis zur Höhe der Beitragsbemessungsgrenze für alle zu versteuernden Einkünfte in einem Kalenderjahr besteht. Also auch für ausgezahlte Lebensversicherungen oder sonstige Geldeinnahmen welche der Steuerpflicht unterliegen. ( Rürüp oder nach 2005 abgeschlossene Kapitalversicherungen )
    Jeder weiss selber welche Kasse gut für ihn ist sonst wäre er ja nicht dort versichert, oder?

    • Reply Eva Ihnenfeldt 8. April 2010 at 21:08

      Nun muss ich aber auch mal was sagen. Bin ganz neidisch auf die vielen Kommentare! Bei mir wird viel weniger geschrieben – ich sollte mal provokanter sein! Gesundheit ist wirklich unser sensibelstes Thema, und wenn wir alle wüssten, was hinter den Kulissen abläuft, wären wir ganz bestimmt baff vor Entsetzen. So viele Lobbyisten, so viele, die sich aus dem allgemeinen Topf bedienen – da rauft sich auch so mancher Verantwortliche in der gesetzlichen Krankenkasse die Haare – und kann nichts gegen die Ungerechtigkeiten tun.
      Fakt ist, wer sich selbständig macht und im selben Jahr einen höheren Betrag erhält (Erbschaft, Lebensversicherung, Bausparvertrag was auch immer) muss womöglich tausende von GKV-Beiträgen zahlen -obwohl er noch nicht wirklich verdient. Das sollte man bei Gründung einfach bedenken, sonst kann man böse erwachen.

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