Etikettendrucker: Was ist wichtig bei der Auswahl?

Informationen schnell verfügbar zu machen, ist für effiziente Prozessabläufe in Industrie, Handel und Logistik unabdingbar. Kein Wunder also, dass wir überall von Beschriftungen, Chargennummern, Seriennummern, Barcodes und QR-Codes umgeben sind. All diese Informationen händisch anzubringen, ist in größeren Unternehmen gar nicht mehr vorstellbar. Und auch Kleinunternehmer sparen sich gern Arbeit und Zeit durch einen Etikettendrucker. Die praktischen Geräte gibt es mittlerweile für viele verschiedene Einsatzgebiete. Für die Auswahl des richtigen Etikettendruckers sind dabei verschiedene Fragen relevant:

Was muss der Etikettendrucker leisten können?

Ein kleiner Onlineshop braucht weit weniger Etiketten als ein Industrieunternehmen, das rund um die Uhr große Stückzahlen produziert. Das benötigte Druckvolumen ist deshalb ein entscheidendes Kriterium. Für den kleinen Bedarf reichen meist einfache Drucker für bis zu 500 Etiketten pro Tag. High-Performance- oder Industriedrucker hingegen können im Dauereinsatz mehrere Tausend Etiketten täglich produzieren.

Für Etikettendrucker in Industrie, Logistik und Handel ist häufig auch die Druckgeschwindigkeit wichtig. Wo unter Zeitdruck gearbeitet wird, kann sie einen deutlichen Unterschied ausmachen. Gängige Etikettendrucker bewegen sich dabei in der Regel in einem Spektrum von eher langsamen 70 Millimeter pro Sekunde und schnellen 300 Millimeter pro Sekunde.

Zusatzkomponenten wie Cutter und/oder Peeler zum leichten, schnellen Anbringen können ebenfalls sinnvoll sein. Manche Drucksysteme lassen sich bei steigendem Bedarf auch entsprechend erweitern und aufrüsten.

In welchem Umfeld muss der Etikettendrucker arbeiten?

Die Bauart des Etikettendruckers ist entscheidend für die Eignung in einem bestimmten Arbeitsbereich. Im Büro steht er normalerweise immer am gleichen Ort und ist weder Schmutz noch ungewöhnlichen Temperaturen oder Erschütterungen ausgesetzt. Anders kann es in anderen Einsatzbereichen aussehen. Nutzt die Industrie Etikettendrucker, muss dort möglicherweise mit Staub und Schmutz oder auch Hitze gerechnet werden und das Gerät muss entsprechend robust sein. Vielleicht ist der mobile Einsatz erforderlich. Wo kühlpflichtige Waren gehandhabt werden, müssen Barcode Etikettendrucker auch bei diesen Temperaturen funktionieren. Im medizinischen Bereich darf der Kontakt mit scharfen Desinfektionsmitteln kein Problem sein.

Ebenfalls sollte der Etikettendrucker sich gut ins bestehende System integrieren lassen und über passende Software und Schnittstellen (USB, W-LAN, Bluetooth, …) verfügen. Das ermöglicht die Verbindung mit Geräten wie Barcodescanner oder Waage. Im Lebensmittelbereich kann die Real Time Clock (RTC) für Etikettendruck mit Datum und Uhrzeit ein wichtiger Bestandteil sein.

Welche Anforderungen bestehen an die Etiketten?

Bild von BRRT auf Pixabay 

Etikett ist nicht gleich Etikett. Es gibt unterschiedliche Formate, monochrome oder bunte, langlebige und kurzlebige Etiketten, Etiketten nur mit Barcode oder auch mit Schrift oder Grafik und sogar solche mit eingebettetem Chip. Und natürlich eignet sich nicht jeder Drucker für jede Art von Etikett und sollte entsprechend der eigenen Anforderungen gewählt werden.

Das Druckverfahren ist dabei ein wichtiger Faktor. Unterschieden wird zwischen Thermodirektdruck und Thermotransferdruck. Ersteres Verfahren schwärzt thermosensitives Etikettenmaterial punktuell durch Hitze. Benötigt wird also spezielles Thermopapier, das allerdings nicht sehr teuer ist. Die Lebensdauer solcher Etiketten ist relativ kurz. Entsprechend wird dieses Verfahren vor allem für Barcode Drucker im Versandgeschäft und bei verderblichen Lebensmitteln genutzt.

Beim Thermotransferdruck wird der Druck durch Hitze von einer Transferfolie auf das Etikettenmaterial übertragen. So kann in hoher Auflösung und auch farbig auf unterschiedliche Materialien gedruckt werden. Das Ergebnis ist außerdem langlebig. Die Thermotransferfolie muss allerdings regelmäßig erneuert werden. Das macht dieses Verfahren etwas kostspieliger.




















Seit fast zwanzig Jahren auf der "freien Wildbahn" hat Eva Ihnenfeldt sowohl 2004 eine eingetragene Genossenschaft für Existenzgründer gegründet als auch 2011 eine Akademie für die Ausbildung von Social Media Unternehmenden. Lange Zeit war sie Dozentin und Trainerin für Marketing, Kommunikation und Social Media. Heute arbeitet sie als Coach für Menschen im beruflichen Wandel. Ihre Stärke ist es, IST-Situationen zu akzeptieren, Visionen zu erkennen und gemeinsam mit ihren Klienten Strategien zu entwickeln, die sich auch in der Praxis bewähren. Mobil: 0176 80528749 - E-Mail: [email protected]

steadynews.de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.