Immer weniger Geldautomaten: Bargeld abheben bei Händlern – auch mit Bargeld-Code

Trotz der sinkenden Zahl von Geldautomaten bleibt der Zugang zu Bargeld gesichert, sagt die Bundesbank. Der Großteil der Bevölkerung hätte Zugang zu einem Geldautomaten, der maximal 5 km entfernt ist. Eine Alternative zum Geldautomaten sind Händler: 23 der 37 dominierenden Händler (Supermärkte, Discounter, Drogerien, Baumärkte ..) bieten den Service der Bargeldauszahlung an.

Meistens ist mit der Bargeldauszahlung ein Mindesteinkaufsbetrag verbunden – dieser kann 5, 10 – oder auch 20 Euro betragen. Ob mit oder ohne Mindesteinkaufswert: Gebühren werden vom Kunden bei der Bargeldauszahlung an der Kasse nicht erhoben.

Laut Techbook scheinen Banken zunehmend sogar ihren Kunden die Bargeldauszahlung im Einzelhandelsgeschäft zu empfehlen.
Techbook vom 17.07.2025: Was gilt künftig bei der Bargeldausgabe im Supermarkt?

Bild von Jaroslav Moravcik auf Pixabay

Für die teilnehmenden Händler ist das Partnerprogramm allerdings mit Kosten verbunden. Pro Transaktion zahlen Rossmann, Lidl und Co. pro Transaktion 0,1 bis 0,2 Prozent Gebühren des ausgezahlten Betrags. Mit den ganz großen Ketten wie Rewe wurden zum Teil individuelle Verträge ausgehandelt.

Neben den Gebühren stellt die Logistik einen erheblichen Kostenfaktor für die Händler dar. Es muss immer genügend Bargeld vorhanden sein. Dafür werden Geldtransporter eingesetzt. Die Händler müssen für eine zuverlässige Sicherheitsstruktur sorgen.

Der Bargeld-Code der Postbank-App

Postbankkunden können seit November 2024 an den Kassen verschiedener Partner täglich bis zu 999,99 Euro abheben. Sie können sogar Bargeld an der Kasse einzahlen. 12.500 Supermärkte und Drogerien wie Rewe, Penny, Rossmann und dm sind im Programm. Der gewünschte Betrag – jeweils maximal 300 Euro – muss nicht genannt werden, sondern wird per generiertem Bargeld-Code vorgezeigt.

Die Bargeld-Codes aus der Postbank-App für Ein- und Auszahlungen sind jeweils zwei Stunden lang gültig. Für die Tageshöchstmenge von 999,99 Euro müssten demnach mindestens vier Kassen aufgesucht werden.

Bargeld-Code zusammengefasst

– Postbank-Kunden können auf dem Smartphone die Postbank-App nutzen, um dort den Bargeld-Code zu aktivieren.
– Bis zu einem Betrag von 300 Euro wird der Bargeld-Code in der App gespeichert. Diesen zeigt man an der Kasse vor, ohne ihn aussprechen zu müssen. Nach zwei Stunden verfällt der Code und es muss ein neuer generiert werden.
–  Man braucht die Postbank-Card und die Eingabe des PIN’s, um den Einkauf zu bezahlen und die Geldabbuchung vom Konto zu autorisieren.
–  Auch Einzahlungen sind per Bargeld-Code möglich.
– Die Nutzung des Bargeld-Codes ist kostenlos (Stand Juli 2025).
– Weiterhin kann Bargeld bis zu einer Tageshöhe von 1.000 Euro bei den rund 6.000 Geldautomaten der Cash Group (Commerzbank, Deutsche Bank, Postbank und HypoVereinsbank plus Tochterunternehmen) abgehoben werden. Die Kooperation mit Shell ist Ende Juni 2025 ausgelaufen.

Seit über zwanzig Jahren auf der "freien Wildbahn" hat Eva Ihnenfeldt sowohl 2004 eine eingetragene Genossenschaft für Existenzgründer gegründet als auch 2011 eine Akademie für die Ausbildung von Social Media Manager/Innen. Lange Zeit war sie Dozentin und Trainerin für Marketing, Kommunikation und Social Media. Heute arbeitet sie als Coach für Menschen im beruflichen Wandel. Ihre Stärke ist es, IST-Situationen zu akzeptieren, Visionen zu erkennen und gemeinsam mit ihren Klienten Strategien zu entwickeln, die sich auch in der Praxis bewähren. Mobil: 0176 80528749 - E-Mail: [email protected]

steadynews.de

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