Mythen rund um das Taxi – Das sind Ihre Rechte

Ein Taxi bietet im Zweifelsfall stets eine Lösung, das angestrebte Ziel zu erreichen. Gerade in der Nacht oder wenn man den letzten Bus verpasst hat sind Taxis für viele die letzte Rettung. Diese überaus bequeme Art der Beförderung ist in der Regel unkompliziert und praktisch. Schließlich wird man auf Wunsch direkt zum angestrebten Zielort befördert.

Dennoch ist es vielen Kunden schon passiert, dass Kurzfahrten verweigert, im Preis gepfuscht oder Debatten um offene Fenster oder den Radiosender auftraten.
Damit Ihre zukünftigen Fahrten also bequem und vor allem gerecht ablaufen, erfahren Sie in diesem Artikel alles über Mythen und Rechte rund um das Taxifahren. 

Bild von Richard van Liessum auf Pixabay

Freie Taxiwahl?

Wenn Sie nicht zufällig ein Taxi beim Vorbeifahren abgreifen, bleibt noch der, in Amtssprache als Taxenstand bezeichnete, Sammelpunkt der Taxis.

Oft fragt sich die Kundschaft, ob man in das Fahrzeug aus der ersten Reihe steigen muss oder das Taxi nach Belieben aussuchen kann. Da der rechtliche Grundsatz der Vertragsfreiheit gilt, haben Sie in diesem Fall die freie Wahl.
Steht am Taxistand übrigens nur noch ein Großraumtaxi zur Verfügung, können Sie auch als Einzelperson zum Normaltarif mitfahren. Selbst wenn das Gefährt telefonisch geordert wurde, müssen Sie nicht zwangsweise einsteigen.

Doch aufgepasst: Ist laut des örtlichen Taxitarifes die Anfahrt kostenpflichtig, so müssen Sie im Falle einer Versetzung des Fahrers zumindest die Anfahrtskosten begleichen.

Ist der Fahrer beförderungspflichtig?

Eine sogenannte Beförderungspflicht besteht in ausgeschriebenen Pflichtfahrgebieten. Hier müssen Taxifahrer selbst im Falle von Kurzstrecken ohne Einwände befördern.

Nur im Falle von angetrunkenen oder gar aggressiven Kunden dürfen Fahrer die Mitnahme verweigern.
Übrigens: Die Beförderungspflicht gilt auch für Ihr Haustier. Eine Ausnahme besteht dann, wenn der Fahrer sich durch dieses bedroht fühlt.

Die Kosten für die Mitnahme von Tieren wird durch die, für die Stadt zuständige, Taxitarifordnung geregelt. Blindenhunde dürfen kostenlos mitfahren.

Wie steht es um Kurzstrecken?

Solange sich die gewünschte Strecke im Pflichtfahrgebiet befindet, ist die Länge rechtlich gesehen irrelevant.
Zwar ist es für die Fahrer oft nicht allzu gewinnbringend, wenn sie lediglich ein paar Kilometer fahren, für Laufmuffel, Frauen in Highheels oder Menschen mit Handicap stellt das jedoch eine große Erleichterung dar.

Die Taxizentrale Karlsruhe steht Ihnen sowohl für Kurz- als auch Langstrecken Tag und Nacht zur Verfügung.
Gut zu wissen: Lehnt der Fahrer Sie ohne triftigen Grund ab, droht ihm sogar eine Strafe, wenn Sie diesen Fall melden sollten. Diese kann von einem Bußgeld bis zu 10.000 Euro bis hin zum Verlust der Zulassung reichen.

Wer legt die Fahrtkosten fest?

Die Kosten für Taxifahrten werden von der jeweilig zuständigen örtlichen Behörde festgelegt und sie werden während der Fahrt mit Hilfe eines Taxameters ermittelt. Hier werden auch die bereits erwähnten Pflichtfahrgebiete festgeschrieben.

Die Vereinbarung eines Festpreises ist grundsätzlich verboten. Sollte der Fahrgast jedoch ein Ziel anstreben, das außerhalb dieses Gebietes liegt, so wird der Preis frei vereinbart. Hier hat der Fahrer übrigens auch das Recht, die Strecke abzulehnen.

Auch im Falle von bestellten Großraumtaxis oder ab mehr als vier zu befördernden Personen können zusätzliche Kosten anfallen. Zudem kann auch eine etwas längere Anfahrt zum Endpreis hinzu gerechnet werden. Diese sind teils auch abhängig von der Tages- oder Nachtzeit.

Außerdem sollte man sich bewusst sein, dass Taxiunternehmen nicht verpflichtet sind, Zahlungen per Kreditkarte anzunehmen. Allerdings können Sie als Kunde stets eine Quittung für den bezahlten Betrag verlangen.

Ab wann darf das Taxameter gestartet werden?

Laut  §29 BOKraft ist ein Fahrpreisanzeiger, auch bekannt als Taxameter, in jedem Taxi Pflicht. Dieses darf grundsätzlich erst ab dem Beginn der Fahrt gestartet werden, damit man nicht für umständliches Einladen von Gepäck oder Auskünfte über Fahrpreise bezahlen muss.

In manchen Landkreisen und Städten ist es jedoch auch üblich, dass das Taxameter ab der Auskunft über die Ankunftszeit zu laufen beginnt.

Seit fast zwanzig Jahren auf der "freien Wildbahn" hat Eva Ihnenfeldt sowohl 2004 eine eingetragene Genossenschaft für Existenzgründer gegründet als auch 2011 eine Akademie für die Ausbildung von Social Media Unternehmenden. Lange Zeit war sie Dozentin und Trainerin für Marketing, Kommunikation und Social Media. Heute arbeitet sie als Coach für Menschen im beruflichen Wandel. Ihre Stärke ist es, IST-Situationen zu akzeptieren, Visionen zu erkennen und gemeinsam mit ihren Klienten Strategien zu entwickeln, die sich auch in der Praxis bewähren. Mobil: 0176 80528749 - E-Mail: [email protected]

steadynews.de

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