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In 8 Schritten zum passgenauen Influencer-Marketing – Erkenntnisse aus der BVDW-Umfrage 0

Der Bundesverband Digitale Wirtschaft hat per Online-Fragebogen bei mehr als 100 Marketing-Verantwortlichen ermittelt, wie relevant das Thema Influencer-Marketing im jeweiligen Unternehmen (vom Kleinstunternehmen bis zu Firmen mit mehr als 200 Mitarbeitern) ist. Tatsächlich gehören bei mehr als der Hälfte der Umfragen-Teilnehmer heute schon Influencer-Kampagnen zum Marketing-Mix, weitere 24 Prozent planen dies für die nächste Zeit. Besonders beliebt sind dabei Nischen-und Micro-Influencer. Die Studie steht per pdf kostenlos im Web zur Verfügung.

Warum Influencer Marketing?

Aus den Ergebnissen der Umfrage geht hervor, dass auch kleine Unternehmen gern mit webbasierten Meinungsführern

Quelle pixabay – geralt

kooperieren. Das ist verständlich, da potentielle Kunden eher unternehmensunabhängigen Menschen vertrauen als Werbebotschaften der Anbieter. Große Social Media Stars und Macro-Influencer sind für viele Marken zu teuer, doch gerade mit kleinen, community-intensiven Creator’n lässt sich gut zusammenarbeiten.

In 8 Schritten zum Influencer-Marketing 

  1. Zunächst heißt es wie immer: IST-Situation, Kernkompetenz, Zielgruppen und Ziele zu erarbeiten. Wer keine Ziele hat und seine Zielgruppen nicht genau kennt, kann kaum effizient sein Marketing-Budget einsetzen.
  2. Im nächsten Schritt werden anhand von Keywords und Bezugsgruppen Influencer ermittelt im Web. Je nischiger das Thema, desto leichter ist es, auch ohne Agenturunterstützung an interessante Blogger und Influencer zu kommen. Viele Blogger sind bei Twitter aktiv, da sich dort die Experten untereinander vernetzen und austauschen. Auch Influencer-Facebook-Gruppen können wertvoll sein bei der Suche.
  3. Parallel zur lockeren Kontaktaufnahme wird eine Strategie festgelegt die besagt, welche Form von Kooperationen geplant ist. Wünscht sich das Unternehmen eine dauerhafte Zusammenarbeit? Oder soll es sich um klar definierte Kampagnen für ein bestimmtes Produkt bzw. Marketingziel handeln? Bei Micro-Influencern zählt häufig Vertrauen und Sympathie mehr als der monetäre Vorteil. Die Blogger und Social Media Aktiven legen meist viel Wert darauf, ihre Glaubwürdigkeit gegenüber den Fans zu erhalten.
  4. In den meisten Fällen wird es sich um Kooperationen handeln, bei denen im weitesten Sinne Lifestyle-Produkte im Fokus stehen. Food, Beauty, Wellness & Fitness, Home, Familie, Reisen und Do-it-Yourself sind die häufigsten Themen für Influencer. Diese sind bei Instagram, YouTube, Pinterest, Facebook und/ oder Twitter aktiv. Wichtig sind natürlich weiterhin die Text-Blogger, auch weil die Text-Beiträge in Blogs dauerhaft über Suchmaschinen findbar bleiben.
  5. Wie hoch ist der Marktwert eines Micro-Influencers? Es beginnt schon bei Testprodukten, die gerade für junge, aufsteigende Social Media Creator sehr attraktiv sein können. Tatsächlich freuen sich zum Beispiel Instagram-Aktive mit einigen tausend Followern darüber, wenn sie Geschenke erhalten. Dabei sollte man nicht zu direkt Gegen-Forderungen stellen, das kann verschrecken. Man kann davon ausgehen, dass auch ohne Vertrag begeistert über das Produkt geschrieben und gepostet wird. Wie gesagt: Sympathie und gute Kommunikation zählen mehr für die jungen „Unternehmer“ als Geldzahlungen. Unter Druck setzen kann nach hinten losgehen.
  6. Für festgelegte Kampagnen-Verträge sollte man sich wenn möglich persönlich begegnen und die Konditionen gemeinsam vereinbaren. Am Ende eines solchen Meetings steht ein schriftlicher Vertrag, der für beide Seiten verbindlich ist. Bitte unbedingt darauf achten, dass keine Rechtsverstöße vereinbart werden! Der Vorteil eines ausführlichen gemeinsamen Meetings liegt auch darin, dass der Influencer die Sache ernst nimmt und mehr Professionalität zeigt als bei Telefonaten und Mailings.
  7. Budget: In der BVDW-Befragung wird deutlich, dass die Budgets für Influencer Marketing heute noch sehr klein sind. Über 50 Prozent der Befragten gaben an, weniger als 50.000 Euro jährlich zur Verfügung zu haben – davon 28 Prozent sogar weniger als 10.000 Euro. Mehr als kostenlose Testprodukte sind da wohl kaum drin…
  8. Entscheidend für den Erfolg ist die Bindung der Influencer an das Unternehmen und das Produkt. So gaben 87 Prozent an, sie würden mit wenigen, ausgewählten Bloggern und Influencern zusammenarbeiten. Kommunikation ist eben entscheidend. Und vor Allem: Passen muss es! Das ist für beide Seiten sehr wichtig. Und selbstverständlich für die Fans und Follower, die sehr sensibel darauf reagieren, wenn sie sich missbraucht fühlen.

Also nur Mut! Auch wenn Sie ein kleines Unternehmen führen als Hersteller, Händler, Dienstleister oder sonstiger Anbieter, ist Influencer-Marketing interessant. Selbst wenn Sie den B2B-Markt bedienen und keine Consumer-Produkte vertreiben – es ist in jedem Fall sinnvoller, wenn Experten und Sympathieträger ÜBER Sie wohlwollend sprechen – als wenn Sie es selbst tun.

Auch für Einzelhändler und regionale Anbieter gibt es die passenden Influencer. Einfach mal googlen, folgen. liken und miteinander sprechen. Beziehungen schaden nur dem, der keine hat, das wissen wir ja. Wer zugewandt, bescheiden und aufrichtig an Influencer herantritt und offen mit ihnen kommuniziert, wird Erstaunliches erleben. Kooperation ist die Maßeinheit der heutigen Zeit – wir wollen gemeinsam in die selbe Richtung blicken. Und das ist gut so.

November 2018: BVDW-Umfrage zum Influencer-Marketing hier als kostenloses pdf zum Download

 

 

 

Über Eva Ihnenfeldt

Als Expertin für Social Media Marketing berät und begleitet Eva Ihnenfeldt Unternehmen und Organisationen bei der Entwicklung von Social Media Strategien - und übernimmt als Dozentin Lehraufträge für Hochschulen, Kammern und andere Bildungsträger. Eva Ihnenfeldt - Mobil: 0176 80528749 - E-Mail: e.ihnenfeldt@gmail.com

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