Ist TikTok verschwendete Lebenszeit? Erstaunliche Studien-Ergebnisse

Verschwendete Lebenszeit – eines der Grundübel in unserer durchdigitalisierten Welt. Stundenlang spielen auf dem Handy, der Konsole, dem PC… ewig lang surfen durch Instagram und andere soziale Netzwerke, Small Talk in WhatsApp und anderen Messengern, Online-Shoppen, Online traden – und nun noch das Phänomen TikTok, das eine ganz eigene Qualität besitzt.

„Nur noch eins“ ist der Effekt, der auch bei mir auftritt, wenn ich die TikTok-App öffne und mich auf die Video-Vorschläge der Plattform einlasse. Süchtig nach Bullshit-Videos, die mir besonders dann gefallen, wenn sie meinen Humor ansprechen. „Nur noch eins“, scroll, scroll, und TikTok’s Algorithmus lernt und lernt und lernt, womit ich in der App am erfolgreichsten gehalten werde.

Bild von iXimus auf Pixabay 

Wer war schon mal auf TikTok?

Waren Sie schon einmal auf TikTok? Oder gehören Sie zu den Erwachsenen, die direkt verächtlich abwinken, weil die „Jugend von heute“ es nicht mit der Jugend der eigenen Generation aufnehmen kann an Bildung, Leistungsfähigkeit, Kreativität, Charakter und sozial gesundem Verhalten? Es ist wie es ist. Seit tausenden von Jahren müssen Heranwachsende damit leben, dass sie von vielen Älteren als minderwertig eingestuft werden. Und obwohl ich nichts weniger will als zu diesen rückwärtsgewandten Älteren gehören, muss ich zugeben, dass die Anziehungskraft von TikTok mich ängstigt.

Studienergebnisse

Laut einer Studie, die von TikTok selbst in Auftrag gegeben wurde und bei der ca 7.000 Nutzer/Innen befragt wurden, hat die Kurzvideo-App eine magische Anziehungskraft – vielleicht vergleichbar mit Süßigkeiten oder Chips. Viele Jugendliche sind auf TikTok, während sie gleichzeitig eine zweite Medienquelle konsumieren. „Second Screening“ nennt man es, wenn man beim Fernsehen oder während des Konsums von Desktop-Medieninhalten auf dem Smartphone surft. Und dafür ist TikTok wie gemacht

„Nur noch eins…“

TikTok beim Streamen, TikTok bei der Familienfeier (mit Kopfhörern), TikTok auf dem Schulhof und im Garten. Der Algorithmus von TikTok ist dermaßen ausgefeilt, dass er eine viel perfektere Auswahl an Videos trifft als man es selbst vermag, wenn man bei YouTube, Instagram und Facebook nach unterhaltendem Content sucht.

Ich denke da gleich an gruselige Konsequenzen wie schleichende Gehirnwäsche, an Botenstoff-Ausschüttungs-Sucht und an klassische Konditionierungen. Dadurch, dass man über das Second Screening noch weniger Bewusstheit in den Medienkonsum bringt, lässt der Mensch ungefiltert alle möglichen Botschaften in sich hinein. Kauf mich, wähl mich, denk wie ich, glaub wie ich. Ich weiß, dass jede neue Sucht auch wieder ihr Ende findet – doch trotzdem bin ich besorgt, was diese neue Sucht der heutigen Generation von Heranwachsenden antut. Das Heroin meiner Generation wagten nur wenige „Kamikaze“, TikTok nutzen fast alle. Seufz. Ich selbst öffne TikTok auf jeden Fall höchstens einmal im Monat. Wenn mir mal wirklich langweilig ist. Aber wenn ich es tue, erlebe ich es jedes Mal aufs Neue „Nur noch eins, nur noch eins…“

Quelle onlinemarketing.de vom 3.9.21: Studie zum User-Verhalten auf TikTok

Hoffentlich führt die TikTok-Sucht nicht zu noch mehr Depressions-Erkrankungen – hier ein TikTok Video zum Thema „Deep Rest“

@teachersofourtime

maybe your body needs deep rest #jimcarrey #teachersofourtime #fy

♬ Night Trouble – Petit Biscuit

Seit fast zwanzig Jahren auf der "freien Wildbahn" hat Eva Ihnenfeldt sowohl 2004 eine eingetragene Genossenschaft für Existenzgründer gegründet als auch 2011 eine Akademie für die Ausbildung von Social Media Unternehmenden. Lange Zeit war sie Dozentin und Trainerin für Marketing, Kommunikation und Social Media. Heute arbeitet sie als Coach für Menschen im beruflichen Wandel. Ihre Stärke ist es, IST-Situationen zu akzeptieren, Visionen zu erkennen und gemeinsam mit ihren Klienten Strategien zu entwickeln, die sich auch in der Praxis bewähren. Mobil: 0176 80528749 - E-Mail: [email protected]

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