Werden Facebook und WhatsApp zusammengelegt?

Darauf habe ich schon lange gewartet. Wie es aussieht, werden WhatsApp, Facebook und der Facebook-Messenger enger zusammengeführt. Zumindest taucht der WhatsApp-Button weltweit  in einigen Facebook-Accounts auf, die über die Android-App installiert sind. Vom Button aus kann man direkt die WhatsApp-App öffnen. Instagram ist ja schon in die Facebook-App mit integriert worden – der Button funktioniert ähnlich wie jetzt WhatsApp. Da nur wenige Nutzer bisher die Funktion sehen können, scheint es sich noch um eine Testfunktion zu handeln.

Ich persönlich habe schon länger darauf gewartet, dass der Facebook-Messenger und WhatsApp nach und nach zusammengelegt werden. Der größte Unterschied zwischen den beiden Messengern liegt ja wohl darin, dass WhatsApp klar auf die App ausgelegt ist, während der Facebook-Messenger auch vom Desktop aus vollständig funktioniert. Der zweite Unterschied ist, dass User des Facebook-Messengers auch Mitglied bei Facebook sein müssen, während WhatsApp allen offensteht, die ein Mobiltelefon besitzen.

Man kann sogar sagen, dass einige WhatsApp-Nutzer deutliche Gegner von Facebook sind und ausblenden, dass WhatsApp schon seit 2014 Facebook gehört. Und wie wir wissen, darf Facebook in Deutschland auch nicht so einfach Daten von WhatsApp auf Facebook übertragen.

Blickt man nach China und die dortigen Einsatzfelder des chinesischen Messengers WeChat, wird klar wie wichtig es ist, dass Facebook den Messenger in eine nächste Stufe überführt. Die Zukunftsvision ist sicherlich, dass über (welchen Messenger auch immer) Facebook mit der elektronischen Geldbörse bezahlt wird, dass gebucht, gekauft, bestellt, unterschrieben und behördlich gehandelt wird. Für viele Chinesen ist es dank WeChat schon Alltag, nur noch mit dem Smartphone unterwegs zu sein – der Messenger ist die Eintrittspforte zu den meisten Dingen, die man braucht und will – Sprachbefehle und Kommunikation mit Bots inbegriffen. Häufig werden Anschlüsse über QR-Codes getätigt, wie in öffentlichen Verkehrsmitteln – aber auch beim Obsthändler nebenan.

Problematisch für Facebook ist es allerdings, die hier in Deutschland vorliegenden Datenschutzbestimmungen zu befolgen. Ein Datenaustausch zwischen Facebook und WhatsApp ist nämlich vom Verwaltungsgericht Hamburg im April 2017 untersagt worden. Man wird sehen, wie es weitergeht – und wie sich wohl unser Smartphone mehr und mehr in ein Rundum-Werkzeug verwandeln wird.

Chip.de vom 22.9.17: Facebook und WhatsApp wachsen zusammen

 

 

 

 

Seit fast zwanzig Jahren auf der "freien Wildbahn" hat Eva Ihnenfeldt sowohl 2004 eine eingetragene Genossenschaft für Existenzgründer gegründet als auch 2011 eine Akademie für die Ausbildung von Social Media Unternehmenden. Lange Zeit war sie Dozentin und Trainerin für Marketing, Kommunikation und Social Media. Heute arbeitet sie als Coach für Menschen im beruflichen Wandel. Ihre Stärke ist es, IST-Situationen zu akzeptieren, Visionen zu erkennen und gemeinsam mit ihren Klienten Strategien zu entwickeln, die sich auch in der Praxis bewähren. Mobil: 0176 80528749 - E-Mail: [email protected]

steadynews.de

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