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Heute Zuhause, Morgen Büro: Die Beste aller Möglichkeiten?

Es ist die ewige Frage und vor allem Selbstständige schlagen sich damit herum: Miete ich mir jetzt ein Büro oder arbeite ich konsequent nur von zu Hause aus? Lohnen sich die ganzen Kosten eigentlich oder kann ich mir Fahrtkosten und so sparen, wenn ich von zu Hause aus arbeite? Sind andererseits die Versuchungen gerade jetzt den Abwasch zu machen oder die Waschmaschine anzuwerfen doch vielleicht ein Grund das Büro vorzuziehen?

Zu Hause ist es doch am Schönsten!

Gründe für das alleinige Home-Office: Es ist bequem und gemütlich. Zu Hause ist halt doch am Schönsten und sicherlich kann man sich seine eigene Büroecke so einrichten, wie man mag. Ohne, dass Kollegen merkwürdig gucken, weil man auf den Schreibtisch eine ganze Horde von Plastik-Trollen stehen hat. Und der Blick aus dem eigenen Fenster ist bisweilen doch schöner als der aus dem Büro. Und eigentlich ist das alles doch perfekt: Getränke sind in Greifweite, man hat die Lieblingstasse parat, zum Mittag braucht man nicht raus sondern kann gesund kochen – toll.

Allerdings muss man auch diszipliniert genug sein um das durchzuhalten. Denn während man im Büro immer mal einen Kollegen hat oder einige Dinge über den kurzen Dienstweg klären kann – etwa wenn man sich den nächsten Kaffee holt – arbeitet man ja im Home-Office generell eher einsam. Und allein. Schön, man kann natürlich skypen, messengen und periscopen, aber das ersetzt auf Dauer natürlich nicht die sozialen Aspekte der Arbeit. Da der Mensch immer noch ein soziales Wesen ist braucht er ab und an auch den Austausch. Da kann das Telefon nun auch nicht unbedingt ein Ersatz sein.

Büro ist klasse: Türe zu, Feierabend!

Eine richtige Trennung von Arbeit und Freizeit kann man doch nur erleben, wenn man ein Büro hat – argumentieren die Befürworter dafür. Man kommt gar nicht in die Versuchung private Dinge zu erledigen, weil diese Dinge gar nicht vorhanden sind. Zudem kann man sich doch besser konzentrieren, wenn nicht dauernd im Hintergrund das Radio läuft oder Spotify angeworfen ist. Und wer Kinder hat, der weiß doch: Zu Hause zum Arbeiten zu kommen sei nicht so einfach, ständig wird man gestört.

Im Büro kann man auch die Türe mal hinter sich schließen, man kann mit den Kollegen einen Plausch haben wenn man das möchte und klar – zu Hause kochen ist ja nett, aber man kann ja auch was von zu Hause mitnehmen. Die Technik muss man nicht selbst warten, das ist ein Vorteil. Das Internet ist schneller als zu Hause und man kann einfach besser und konzentrierter dabei arbeiten. Und wenn Feierabend ist, dann ist halt Feierabend. Kein Arbeit, die zu Hause liegen bleibt. Keine Werbepost verstopft den heimischen Briefkasten. Allerdings: Das Büro hat auch seine Eigenheiten. Manchmal wird man zu oft gestört, wenn man gerade mitten im Flow ist – die Büroküche ist auch ein Ort, an dem des öfteren über Tassen, Spülen und wem jetzt welcher Kaffee gehört diskutiert wird. Konflikte treten bei der Kommunikation ja immer auf und im Büro sind sie manchmal noch eine Spur spitzer als sonst.

Kompromiss: Mal Büro, mal zu Hause

Aber es muss ja nicht Entweder-Oder sein. Und der optimale Fall wäre ja für den Selbstständigen eigentlich: Mal zu Hause, mal im Büro. Mal mit den Kollegen plauschen, mal intensiv zu Hause an Tabellen arbeiten. Mal zu Hause kochen oder die Mahlzeiten mit den Kollegen teilen. Den kurzen Dienstweg nutzen und mal auch die eine oder andere Mail nach hinten legen können. Absprachen per Skype oder Besprechungen per Face to Face.

Herrlich. Lässt sich nur leider nicht immer verwirklichen, die Vorteile von beiden Welten zu erleben. Aber irgendwie ist das doch die Zukunft der Arbeit. Es geht natürlich auch nur die eine oder andere Alternative. Wer sich strikte Regeln auferlegt, kann auch zu Hause glücklich werden. Und wem die Decke auf den Kopf fällt und doch kein eigenes Büro mieten möchte – Coworking-Spaces lösen das Problem. Alles in allem: Die Möglichkeiten beider Welten zur Verfügung zu haben ist natürlich Luxus. Aber ab und an darf man ja auch mal träumen.

10428652_909696752374293_5401521222185380255_nChristian Spließ, Social Media Manager, machte schon Social Media als es noch Web 2.0 hieß. Seit 2004 beobachtet er die aktuellen Entwicklungen und hilft mit Rat und Tat, wenn es darum geht Inhalte kompetentgenau an die Zielgruppe zu vermitteln. 

Über Christian Spliess

Der selbstständige Journalist und Social Media Redakteur Christian Spließ begleitet Unternehmen und Organisationen bei der erfolgreichen Umsetzung von Social Media Kampagnen. Christian Spließ ist einer der Social Influencer in NRW - vor allem über Twitter und Facebook.

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