Weltweiter Glücksbericht 2025 – wie misst man Glück?

Der Weltglücksbericht 2025 der Universität Oxford misst anhand einer „Zufriedenheits-Leiter“ die aktuelle Zufriedenheit der Befragten auf einer Skala zwischen 1 und 10. Zum achten Mal führt Finnland als glücklichstes Land das Ranking an. Es folgen Dänemark, Schweden, Niederlande und Luxemburg. Deutschland ist auf Rang 22. Die unglücklichen Länder der Welt sind laut Glücksbericht 2025 Afghanistan, Sierra Leone, der Libanon, Malawi und Simbabwe. Die Kernfrage des Fragebogens basiert hauptsächlich auf einer einzigen, zentralen Frage, der so genannten  Cantril-Leiter-Frage:

„Stellen Sie sich eine Leiter mit Sprossen vor, die von 0 unten bis 10 oben nummeriert sind. Die Spitze der Leiter repräsentiert das bestmögliche Leben für Sie, die Unterseite das schlechtestmögliche. Auf welcher Sprosse der Leiter, würde Sie sagen, stehen Sie derzeit?“

Für die Auswertung nehmen die Forscher noch folgende Schlüsselfaktoren hinzu: BIP pro Kopf, soziale Unterstützung, gesunde Lebenserwartung, Freiheit, Großzügigkeit, Wahrnehmung von Korruption. Aber kann man wirklich auf diese sehr „westliche“ Art Glück messen? Weltglücksbericht 2025 – umstrittene Methodik

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Welche Faktoren entscheiden über das „Glück“?

Was also macht Glück aus? Warum liegen die skandinavischen Länder (weit weg von sonnenverwöhnten Urlaubsparadiesen) traditionell an der Spitze des weltweiten Vergleichs? Was ist wichtiger – Geld oder Liebe? Inwieweit hat die jeweils herrschende Kultur mit ihren religiösen und kulturellen Überzeugungen Einfluss auf das Glücksempfinden der Einwohner? Welchen Einfluss hat die jeweilige Politik und das soziale Vertrauen zum Staat auf das Zufriedenheitsempfinden? 

Glück, Unglück und Gehirnwäsche

Es gibt auch heute noch Tendenzen in christlichen Kirchen/Sekten, den Gläubigen zu vermitteln, dass „Satan die Erde regiert“. Anhand dieser Verkündigungen lässt sich beispielhaft verfolgen, wie Gehirnwäsche funktioniert:

  1. Bildliches Ausmalen höllenähnlicher Zustände, die entweder hier auf der Erde – oder nach dem Tod real sind
  2. Glaubhafte Beweise verkünden, dass die, die dem „richtigen“ Gott folgen, von diesen Höllen geschützt sind. Die Gläubigen sind die von Gott Geliebten, die Ungläubigen die, die dem Bösen angehören
  3. Die Gläubigen bzw. Bekehrten durch ständige Gruppenerlebnisse, Unterrichtseinheiten (z.B. Predigten) und Rituale (z.B. Gebete) im eigenen Kreis halten.
  4. Die Gläubigen abhängig machen von der Gottes-Gemeinde, so dass sie Angst haben, den Schutz der Gemeinschaft zu verlieren und als Ausgestoßene in der Welt der Ungläubigen elendig der Hölle preisgegeben zu sein

Diese Gehirnwäsche, die wir aus Berichten über radikale Sekten kennen, findet sich auch in den drei monotheistischen Religionen, die von einem über allem stehenden persönlichen Schöpfer, Herrscher und Richter ausgehen – in unterschiedlichen kulturellen Auslegungen. In ruhigen Friedenszeiten kann der monotheistische Glauben durchaus zu einem glücklichen, geborgenen und mildtätigen Lebenswandel führen. Gefährlich wird es immer dann, wenn Herrschaft den Gottesglauben nutzt, um Profit zu generieren und andere Völker (Ungläubige/ Satan-Beherrschte) zu unterwerfen.
philosophie.ch – Gewalt, Religionen und die menschliche Psyche

Das (Un-)Glück der Ungläubigen

Atheisten und Anhänger des rein naturwissenschaftlichen Prinzips/ Darwinismus zu sein, ist anscheinend etwas, was zumindest in Wohlstandsländern zu einem Unglückszustand führt, den wir über die Ergebnisse des weltweiten Unglücksreportes gut verfolgen können.

Die selbstverständliche Verfügbarkeit aller existenziell notwendigen Dinge, die damit zusammenhängenden steigenden Konsumansprüche und die fehlende Resilienz, was Leid, Mangel und Verlust betrifft, führt in freiheitlich materialistischen Gesellschaften dazu, dass Kinder über Bildungseinrichtungen, Medien und persönliche Autoritäten so erzogen werden, dass sie den Menschen als schlimmsten Schädling empfinden, den es auszurotten gilt. Zu viel Weltbevölkerung, zu viel CO2, zu viel Ausrottung von biologischer Vielfalt, zu viel Egoismus, zu viel gefährliche Pandemien… Kinder werden eingeschüchtert mit Drohungen, die mindestens so gut wirken wie die Drohungen aus der Kirche mit dem Höllenfeuer.
factory-magazin – Globales Glücksranking zeigt eine zunehmend unzufriedenere Jugend

Gerade in der wachsenden Gemeinschaft der biologischen Materialisten finden sich anscheinend die Ursachen, warum plötzlich gerade junge Menschen aus Wohlstandsgesellschaften sich so unglücklich fühlen und psychisch therapiert werden müssen. Sie haben das Gefühl, „böse“ zu sein und erwarten eine zukünftige Hölle, vor der sie panische Angst haben (Klimawandel = Höllenfeuer).

Mein Wunsch

Die glücklichsten Länder dieser Welt zeichnen sich nach meiner Auffassung dadurch aus, dass die dort Lebenden

  1. Stolz auf sich, ihre soziale Gemeinschaft und ihr Land sind
  2. Dass sie Selbstachtung empfinden und Mangel (Finnland = viele Monate kaum Sonnenlicht) ausgleichen durch Lösungen (z.B. Sauna)
  3. Dass sie das Gefühl von Freiheit genauso gut kennen wie das Gefühl von Gemeinschaft (viel Natur, viele Bewegungsfreiräume, kleine Gemeinschaften, die überschaubar sind).
  4. Dass sie an etwas glauben, dass innerhalb, außerhalb, unterhalb und oberhalb der materiell wahrnehmbaren Welt ist. Oder wie ich es nenne „den göttlichen Funken“ wahrnehmen.

Es ist erstaunlich, dass anscheinend materieller Wohlstand nur insoweit zum Glück beiträgt, dass die Grundbedürfnisse (Nahrung, Wasser, notwendige Kleidung, schützende Behausung) erfüllt sind und dass soziale Sicherheit verlässlich ist. Alles Weitere hängt eng damit zusammen, an was die Menschen glauben.
ntv – Singaourer lachen kaum

Bhutan

Das buddhistische Bhutan ist weltweit berühmt für seinen gesetzlich verankerten Glücksanspruch. Dabei zeigt die Lebenserwartung, dass Bhutan keinesfalls mit materiellem Wohlstand gesegnet ist: Die durchschnittliche Lebenserwartung in dem buddhistischen Bhutan liegt bei 72,2 Jahren – also unter dem weltweiten Durchschnitt von 73,5 Jahren. Acht bis zehn Prozent der Bevölkerung leben im bitterer Armut. Was jedoch die pädagogische Energie anbetrifft, lernen schon die Kleinsten in den Familien, dass die Heiligen und Götter Bhutan lieben und dass man sich behütet und geachtet fühlt – so wie man selbst auch die Natur mit all seinen Lebewesen achtet, pflegt und schützt.

Ich wünsche mir, dass wir Menschen uns frei machen von den Gehirnwäschen, die immer nur denen nützlich ist, die Macht und Profit als ihren eigentlichen Gott betrachten. Ob monotheistisch, ob kommunistisch, ob transhumanistisch oder anders religiös untermauert, Ideologien sind das, was uns Volk gefügig machen soll – bis hin zu dem Wahnsinn, dass wir unsere eigenen Kinder in die Kriege der Mächtigen ziehen lassen.

Ich wünsche mir, dass jeder Mensch unabhängig von Ideologien in sich selbst das Geheimnis des „göttlichen Funkens“ entdeckt und dadurch erkennt, wie herrlich es ist, ein Mensch sein zu dürfen. Leben auf dem Schulungsplaneten Erde, in all seiner Polarität, seinen Möglichkeiten, Leiden, Irrungen und Erkenntnissen. Was für ein Geschenk…

Eva Ihnenfeldt: Superhelden-Coaching – Deine Traumwelt, Deine Kraft Was wäre, wenn wir frei und selbstbestimmt unsere eigenen Interpretationswelten bauen? Abseits von Religionen und Ideologien als Regisseure unserer Realität? Das ist mein Job: Gemeinsam mit meinen Klienten gestalten wir Visionen und Realität neu. [email protected]

steadynews.de

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