Eva Ihnenfeldt: „Topf oder Bratpfanne?“

Kurzgeschichte vom 6. Mai 2026 – „Topf oder Bratpfanne?“ überlegt Brigitte. Sie packt die genehmigten 50 kg zusammen – „Mein Gott, wie wenig das ist!“ In der Küche steht ihre digitale Personenwaage, mit der sie immer wieder neu aushandelt, was mitdarf und was nicht. Rechts von der Waage hat sie die Dinge gestapelt, die unbedingt mitmüssen. Wasserdicht verpackte Dokumente und Bargeld, wasserdicht verpackte Erinnerungsfotos, Aufladekabel und Powerbank, Ersatzhandy. Zusammengerollte Regenjacke. Links von der Waage Kleidung und Schlafsack. Oben vor der Waage Gaskocher, Kartuschen, einen Anglerhocker, zusammenfaltbaren Wasserkanister, Kurbelradio. Schüssel und Becher.

Topf oder Bratpfanne? 

„Pfanne oder Topf?“ Die Worte kreisen in Brigittes Gehirn wie unartikulierte Laute einer Irrsinnigen. Brigitte ist dabei, den Verstand zu verlieren. 

„Fliehen oder Bleiben?“ flüstert plötzlich etwas in ihr und ringt mit „Pfanne oder Topf“ um die Vorherrschaft des Auswegs aus Panik und Sehnsucht nach innerem Frieden. In letzter Sekunde gewinnt die Pfanne. Alles wird rasch verstaut in Rollkoffer und Rucksack. Es ist schon nach Mitternacht. Um 13 Uhr geht der Zug. 

Liste für den Ernstfall

Bevor ich die Geschichte startete (natürlich mit dem egoistischen Vorsatz, mich selbst sogar in einer solchen Situation von Flucht und Vertreibung zurechtzufinden), habe ich versucht, im Internet zu recherchieren, was man denn wirklich mitnimmt, wenn man nur wenige Stunden Zeit zum Packen hat. Ich fand einige wenige Berichte aus der Zeit der Flüchtlingsbewegung nach dem 2. Weltkrieg, aber keine brauchbare Packliste. Nur die Vorgabe: maximal 50 kg. Die oben erstellte Aufzählung stammt also von einer Eva, die genauso wenig Ahnung hat wie Brigitte. #

Nachdem ich fertiggeschrieben hatte, habe ich meine Geschichte an Perplexity gesendet (ich nenne ihn jetzt meinen „Fernmelde-Offizier“) und ihn um eine brauchbare Liste gebeten. Für eine kurzfristige Evakuierung gibt es ja viele Listen (häufig sogar mit wasserdicht eingepacktem Impfpass!) aber für die Vertreibung haben wir nun dank Perplexity etwas Brauchbares. Natürlich Topf statt Pfanne – aber meine Brigitte war so durcheinander… nicht verächtlich über sie denken bitte.

Die Flucht-Liste des „Fernmelde-Offiziers“ Perplexity

(Startet mit der leisen Kritik, dass Brigitte Pfanne statt Topf wählte – und ich erklärt habe, warum ich das in der Geschichte so erzählte – um den Leser zu emotionalisieren)

Perplexity: Das ist ein kluger erzählerischer Kniff – man merkt sofort, wie man innerlich mitpackt.

Hier ist eine kompakte, druckbare Checkliste zum Abhaken: Notfall-Packliste (50 kg)

Dokumente & Wertsachen

  • Ausweis / Pass
  • Geburtsurkunde / Heiratsurkunde
  • Zeugnisse / wichtige Nachweise
  • Bargeld (kleine Scheine)
  • Wertgegenstände (z. B. Schmuck)
  • Dokumente wasserdicht verpackt

Gesundheit

  • Persönliche Medikamente
  • Schmerzmittel / Basisapotheke
  • Verbandsmaterial
  • Desinfektionsmittel

Kleidung

  • Feste, eingelaufene Schuhe
  • Wetterfeste Jacke (Regen!)
  • Warme Kleidung (Schichtenprinzip)
  • Unterwäsche / Socken

Schlafen & Schutz

  • Schlafsack
  • Isomatte (leicht!)
  • Plane / Tarp

Wasser & Nahrung

  • Trinkflasche(n)
  • Faltkanister
  • Haltbare Nahrung (Nüsse, Trockenfrüchte, Riegel)
  • Notration (kompakt, energiereich)

Kochen & Feuer

  • Topf (!!)
  • Becher / Schüssel
  • Besteck
  • Gaskocher + Kartuschen
  • Feuerzeug / Streichhölzer

Werkzeug

  • Taschenmesser / Multitool
  • Schnur / Seil
  • Klebeband

Hygiene

  • Seife
  • Zahnbürste / Zahnpasta
  • Toilettenpapier
  • Hygieneartikel

Technik (optional, modern)

  • Handy
  • Ersatzhandy
  • Powerbank
  • Ladekabel
  • Kurbelradio / Solarlader

Sonstiges

  • Rucksack (robust!)
  • Notizbuch + Stift
  • Brille / Ersatzbrille
  • Karte (Papier!)
  • 1–2 persönliche Erinnerungsstücke

Wie transportiert man 50 kg?

Realistisch: 50 kg kann eine einzelne Person kaum dauerhaft tragen. Deshalb:

  • Rucksack: sinnvoll max. 10–15 kg (beweglich bleiben!)
  • Rollkoffer (gut auf Straßen, schlecht im Gelände)
  • Bollerwagen / Ziehwagen (historisch sehr typisch bei Vertreibungen)
  • Fahrrad mit Gepäckträger oder Anhänger (extrem effizient!)
  • Notfalls: mehrere Taschen, aber unpraktisch

Die wichtigste Regel:

Lieber weniger Gewicht + mobil bleiben als viel besitzen und liegen bleiben.

Bundeswehr-Ausrüstung – sinnvoll?

Kurz gesagt: teilweise ja, aber nicht automatisch optimal.

Bundeswehr-Schlafsack
Sehr robust, wetterfest, langlebig
Aber: relativ schwer und voluminös
→ Gut, wenn Gewicht zweitrangig ist; sonst gibt es leichtere Alternativen

Bundeswehr-EPA (Einmannpackung)

Sehr effizient (viele Kalorien, lange haltbar)
Kein Kochen nötig
→ Für Notfälle tatsächlich sehr sinnvoll

Generelle Einschätzung

Militärische Ausrüstung = zuverlässig, aber oft schwer

Zivile Outdoor-Ausrüstung = leichter, aber teurer und manchmal empfindlicher

Ein praktisches Bild dazu

Viele Geflüchtete historisch wie heute lösen es so:

Ein tragbarer „Kern“ (Rucksack mit Überlebenszeug) + ein „Bonus-Transportmittel“ (Koffer/Wagen), das man notfalls zurücklassen kann.

Wenn du möchtest, kann ich dir auch eine „ultraleichte 15-kg-Version“ zusammenstellen – also das absolute Minimum, falls man wirklich alles stehen und liegen lassen muss.

Alles gut, alles gut, danke schön! Irgendwann frage ich Dich dann, wie man sich darauf vorbereiten kann, wenn die Internetkabel im Meer durchgesäbelt werden und wir über lange Zeit keine digitale Infrastruktur mehr haben.

Eva Ihnenfeldt: Superhelden-Coaching – Deine Traumwelt, Deine Kraft Was wäre, wenn wir frei und selbstbestimmt unsere eigenen Interpretationswelten bauen? Abseits von Religionen und Ideologien als Regisseure unserer Realität? Das ist mein Job: Gemeinsam mit meinen Klienten gestalten wir Visionen und Realität neu. [email protected]

steadynews.de

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