Gehirn-Computer-Schnittstellen im Krieg: Wer steuert die Soldaten?

Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz veröffentlichte im August 2025 einen Bericht zur Frage, ob Gehirncomputer-Schnittstellen mit den Regeln des Kriegsvölkerrechts vereinbar sind. Darin wird beschrieben, wie diese Technik es ermöglicht, dass Soldaten Maschinen durch Gedankenkraft steuern können. Die USA und China haben solche Systeme bereits erprobt. Das Internationale Rote Kreuz warnt vor Risiken, wenn Soldaten zum Teil einer Waffe werden. ICRC – Warfare at the speed of thought: can brain-computer interfaces comply with IHL?

Wie Gehirnchips Soldaten verändern

Gehirncomputer-Schnittstellen lesen Signale aus dem Gehirn und übersetzen sie in Befehle für Drohnen oder Roboterarme. Umgekehrt können sie dem Soldaten Gefühle zurückgeben, zum Beispiel das Gefühl, etwas zu berühren. Firmen wie Neuralink (Elon Musk) haben 2024 erste Implantate eingesetzt. Das US-Verteidigungsministerium testet nicht-invasive Helm-Modelle. In China gibt es ähnliche Vorhaben.

Bild von jacqueline macou auf Pixabay

In der Praxis bedeutet das: Ein Soldat steuert Drohnen oder Flugzeuge wie in einem Computerspiel – nur mit Gedanken. Das US-Militär (DARPA) entwickelt Systeme, bei denen der Soldat präzise Waffen abfeuert, indem er das Ziel nur ansieht oder denkt. Reaktionszeiten sinken auf unter 500 Millisekunden, da das Gehirn schneller reagiert als bewusstes Denken.

Weiter geht es mit der Beeinflussung von Emotionen und Handlungen. Forscher schlagen vor, winzige Geräte ins Gehirn zu lenken, um Angst zu dämpfen. So könnte ein Soldat ruhiger kämpfen. Künstliche Intelligenz könnte Verhalten vorhersagen und steuern, etwa indem sie Handlungen auswählt. Gedankensteuerung wird bidirektional: Das System gibt Signale zurück, um Entscheidungen zu beeinflussen.

Regeln des Kriegsrechts im Blick

Das Kriegsvölkerrecht verlangt, dass Soldat und Mensch getrennt gesehen werden. Waffen müssen im Verhältnis stehen. Gehirnchips erschweren das. Wenn ein Soldat durch Gedanken schießt, bleibt die Verantwortung unklar. Ein Implantat könnte Signale verändern und den Soldaten zu einer Waffe machen.

Ausblick

Die Technik ist noch jung. Sie könnte Soldaten helfen, Verletzungen besser zu bewältigen. Gleichzeitig birgt sie die Gefahr, Menschen enger mit Maschinen zu verbinden. Das Rote Kreuz fordert klare Regeln, bevor der Einsatz kommt.

Leserhinweis: Der Originaltext stammt vom Internationalen Komitee vom Roten Kreuz. Er basiert auf offenen Quellen und Studien. Ergänzungen stammen aus Berichten zu DARPA und Militärforschung.

Quelle: International Committee of the Red Cross vom 21. August 2025 – Kriegsführung in Gedankengeschwindigkeit: Sind Gehirn-Computer-Schnittstellen mit dem humanitären Völkerrecht vereinbar?

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