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Warum scheitern eigentlich so viele Start-ups – und wie lässt sich das verhindern? 0

Glaubt man zahlreichen nationalen und internationalen Fachmedien, gibt es quasi nichts besseres, als sein eigenes Start-up zu gründen: Man ist nicht nur sein eigener Chef, sondern kann zudem auch die Arbeitszeit frei einteilen und außerdem auch noch eine Menge Geld verdienen. Dass es mindestens genauso viele Schattenseiten gibt und dass nur die wenigsten Start-Ups überleben, wird jedoch leider häufig unter den Tisch gekehrt. Doch was kann man tun, damit der Traum vom eigenen Unternehmen nicht binnen kürzester Zeit wie eine Seifenblase zerplatzt? Welche Untiefen gilt es zu umschiffen – und auf welche Dinge sollte man definitiv achten, damit die Selbstständigkeit nicht scheitert?

Geht es nach den Erhebungen diverser Statistik- und Marktforschungsinstitutionen, die sich mit dem Erfolg und dem Misserfolg von Start-ups beschäftigen, scheitern je nach Studie zwischen 70 und 90 Prozent aller Unternehmen – zum Teil bereits nach weniger als einem Jahr. Dass so eine Gründung nicht immer leicht ist und das man vor allem zu Beginn mit zahlreichen Problemen und Unsicherheiten zu kämpfen hat, dürfte jedem klar sein. Aber wie kann man verhindern, dass die eigene Firma schon nach kurzer Zeit ums Überleben kämpfen muss? Um diese Frage zu klären, widmen wir uns in dem nun folgenden Artikel den häufigsten Problemen, die Gründer eines Start-Ups erwarten können und zeigen außerdem, was man tun kann, um ein frühes Scheitern zu verhindern.

Was sind die Gründe, die zum Scheitern eines Start-Ups führen – und wie kann man diese Fehler vermeiden?

Einer der Hauptgründe, warum viele neu gegründete Unternehmen schon nach kürzester Zeit gegen die Insolvenz kämpfen müssen ist – wie sollte es auch anders sein – das liebe Geld. Ob nun die Kosten für die notwendigen Anschaffungen falsch kalkuliert wurden, die Preise der eigenen Produkte viel zu niedrig waren oder es zu Komplikationen mit der Finanzierung und der damit verbundenen Rückzahlung gekommen ist: Wenn das Geld ausgeht, ist das Scheitern des Start-ups quasi vorprogrammiert. Daher ist es ratsam, sich vor der Gründung ausreichend Zeit zu nehmen, um sich einen Überblick über sämtliche monetären Faktoren zu verschaffen.

Muss es beispielsweise schon direkt zum Start ein eigenes Großraumbüro in einer angesagten Lage sein, oder wäre Coworking nicht vielleicht die bessere (und vor allem kostengünstigere) Alternative? Wie ist es um die persönlichen Finanzmittel bestellt und reichen diese aus, um auch ohne Kredite und ohne Einkommen mindestens ein Jahr überleben zu können? Die erfolgreiche Gründung eines Start-ups steht und fällt also mit einem grundsoliden und vor allen Dingen ehrlichen Finanzierungsplan. Doch es gibt noch einige andere Gründe, die zum vorzeitigen Scheitern des eigenen Start-ups führen können.

Das eigene Produkt über- und die Konkurrenz unterschätzen

Wenn das Produkt respektive die Dienstleistung des Start-ups auf eine eher kleine Nische abzielen, wird es schwer, am Markt Fuß zu fassen. Denn wenn die eigenen Produkte – und seien sie noch so innovativ – niemanden interessieren und dementsprechend auch nicht wirklich benötigt werden, verkaufen sie sich natürlich auch nicht (Stichwort Marktorientierung). Ähnlich verhält es sich mit einem Produkt, das es in einer ähnlichen Form bereits gibt – vor allem dann, wenn die konkurrierenden Unternehmen schon seit langer Zeit etabliert sind. Konkurrenz belebt bekanntlich das Geschäft, doch sollte man hier definitiv ehrlich zu sich selbst sein und kritisch hinterfragen, ob sich ein solcher Kampf tatsächlich lohnt und ob man die Kraft und das nötige Geld aufbringen kann, um sich gegebenenfalls auch über einen langen Zeitraum über Wasser zu halten.

Falsche Mitarbeiter und Konflikte im Team

Als Gründer eines Start-ups muss man bekanntlich ein Allrounder sein, der sich mit möglichst vielen Dingen auskennt. Doch um ein Unternehmen erfolgreich zu führen, braucht man auch Mitarbeiter, die sich auf ein bestimmtes Kerngebiet spezialisiert haben. Leider kommt es bei der Auswahl der passenden Kollegen immer wieder zu Problemen. Zum Beispiel dann, wenn man auf Freunde und Familienmitglieder zurückgreift, nur weil es von denen quasi erwartet wird. Stattdessen sollte man sich ein Team zusammenstellen, welches nicht nur über die notwendigen Kompetenzen verfügt, sondern auch hervorragend miteinander harmoniert. Ebenso wichtig sind Vertrauen, Ehrlichkeit, Leidenschaft und eine starke Motivation, um zusammen die gesetzten Ziele nicht nur zu erreichen, sondern sogar zu übertreffen.

Schlechtes Marketing und die Ignoranz gegenüber den eigenen Kunden

Das eigene Produkt mag noch so gut sein, doch wenn niemand weiß, dass es dieses Produkt überhaupt gibt, dann wird es schwierig, es auch zu verkaufen. Dementsprechend müssen das eigene Start-up und die Produkte oder Dienstleistungen in angemessener Form beworben werden. Das kann über die Unternehmenswebseite oder die Social-Media-Kanäle passieren, durch Werbeplatzierungen auf anderen Seiten, auf Messen, durch PR-Arbeit oder auch mit diversen Print- oder Online-Anzeigen. Wichtig: Es ist ratsam bei sämtlichen Maßnahmen eine Kosten-Nutzen-Analyse durchzuführen, damit man erfolglose Kampagnen frühzeitig erkennen und beenden kann. Geht es nach den Experten des Online-Magazins t3n kann zudem auch das Ignorieren von Kundenfeedback zu schwerwiegenden Problemen für das eigene Start-up führen. Der Kunde ist (und bleibt) König und seine Meinung zählt – auch wenn diese auf den ersten Blick vielleicht unpassend erscheinen mag. Ein zufriedener Kunde wird immer positiv über das Produkt sprechen und diese Art der Werbung kann häufig schon die halbe Miete sein.

Autor des Gastbeitrags: Sven Schäfer

Über Eva Ihnenfeldt

Als Expertin für Social Media Marketing berät und begleitet Eva Ihnenfeldt Unternehmen und Organisationen bei der Entwicklung von Social Media Strategien - und übernimmt als Dozentin Lehraufträge für Hochschulen, Kammern und andere Bildungsträger. Eva Ihnenfeldt - Mobil: 0176 80528749 - E-Mail: e.ihnenfeldt@gmail.com

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