Home / Management / 5 Thesen für das gute Netzwerken

 

6674676047_2fdc0c5dd1_zNetzwerken – ein Thema, dass in dieser Zeit immer wichtiger wird. Nicht nur durch die Sozialen Netzwerke, sondern auch auch im mehr oder weniger analogen Alltag sind Netzwerke wichtig. Ob es darum geht die nächste Karrierestufe innerhalb der Firma zu bekommen, ob es um einen Jobwechsel geht – man kommt an der Thematik des Netzwerkens nicht vorbei. Aber es gibt auch hier einige Regeln, die in den folgenden Thesen untersucht werden.

1) Netzwerken unter Zwang funktioniert nicht.
Das ist schon der erste Fehler im Gedankengang – „Sie müssen jetzt unbedingt netzwerken!“ Natürlich ist es wichtig, einen Freundeskreis zu haben und natürlich ist ein gutes Netzwerk nie verkehrt. Aber mit der Prämisse daran zu gehen, dass man jetzt auf jeden Fall die nächsten Monate unbedingt Netzwerken müsse stellt das Vorhaben schon unter eine Barriere. Denn: Netzwerken nur von Erfolg geprägt wenn man es mit Freude macht. Und was dazugehört: Die Neugierde auf den Anderen. Deswegen ist es kaum von Nutzen, wenn im Geschäftsleben jemand dazu verdonnert wird jetzt unbedingt netzwerken zu müssen. Das kann nicht gut gehen und wird es auch nicht.

2) Zuhören und Neugierde
Wer ein schlechter Zuhörer ist kann eigentlich kein guter Netzwerker sein. Es muss ja nun nicht unbedingt das aktive Zuhören praktiziert werden. Aber ständig Ich-Botschaft auszusenden und die Anderen nicht zu Wort kommen zu lassen – da sollte man überlegen ob die Person wirklich passend für das Thema ist. Stattdessen muss derjenige, der für die Firma netzwerkt eine gewisse Umgänglichkeit, Freude und auch Neugier auf den Anderen mitbringen.

3) Die eigenen Vorteile hinten anstellen
Netzwerken ist nicht Ausnutzen! Definitiv nicht. Netzwerker schließen sich aufgrund einer Idee, eines Projektes oder einer anderen Gegebenheit erstmal auf Zeit zusammen. Sicherlich schlagen sie Profit aus der Zusammenarbeit oder aus dem Besuchen von Veranstaltungen – neue Kontakte! Wer aber in ein Netzwerk hineinprescht und nur ständig versucht seinen Profit herauszuziehen wird nach einiger Zeit von allen geschnitten. Daher sollte man mit einer gewissen Vorsicht und einer gewissen Eleganz vorgehen und erstmal These Nummer 2 beherzigen bevor man losprescht: Zuhören.

4) Pflege, Pflege, Pflege
Netzwerken ist Arbeit. Das kann man schon erahnen wenn man ein XING-Profil für die beruflichen Perspektiven angelegt hat – das muss ständig verbessert werden, Veränderungen müssen nachgetragen werden, Kontaktanfragen beantwortet … kurzum: Es ist Arbeit. Und gutes Netzwerken erfordert eine dauerhafte Pflege – was noch mehr Arbeit mit sich bringt. In der Regel wird das unterschätzt und deswegen können die Ergebnisse dann auch nicht so ausfallen wie man das haben möchte. Ein gewisses Zeitkontingent sollte man schon reservieren.

5) Komfortzone verlassen
Irgendwie neigt man ja dann doch wieder nur dazu Veranstaltungen zu besuchen, deren Thema zu einem passt. Wer als Thema Social Media hat, wird sich in der Regel auf Veranstaltungen sehen lassen, die Social Media zum Thema haben. Das ist erstmal nichts Falsches. Jedoch: Wer sich immer nur in denselben Kreisen bewegt wird sich kaum aus der Komfortzone herausbewegen – und wie man weiß: Die Magie, das, was wichtig ist, passiert nun eben nicht in der Komfortzone. Daher ist es anratenswert sich auch mal bewußt auf Veranstaltungen zu bewegen, die man eher vielleicht nicht im eigenen Themenfocus hat. Der Vorteil: Man kann dann feststellen wo mögliche Schnittstellen sind, neue interessante Kontakte knüpfen und das Netzwerk somit auch in andere Richtungen zu erweitern. Vielfalt hat noch nie geschadet. Was jetzt nicht heißt, dass man wirklich auf die „Jagd und Hund“-Messe gehen sollte wenn man wirklich nicht für das Thema irgendwie sich erwärmen kann. Aber als Social Media Manager liegt es zum Beispiel nahe sich Veranstaltungen zum Thema HR, Datenschutz oder über das menschliche Verhalten anzusehen.

Je mehr man seinen eigenen Horizont erweitert, desto nützlicher ist dies. Zudem wußte Freiherr von Knigge schon, dass das Interesse am Anderen einer der Schlüssel für den guten Umgang mit Menschen ist: „Interessiere Dich für andre, wenn Du willst, daß andre sich für Dich interessieren sollen! Wer unteilnehmend, ohne Sinn für Freundschaft, Wohlwollen und Liebe, nur sich selber lebt, der bleibt verlassen, wenn er sich nach fremdem Beistande sehnt.“

Foto: „Außenseiter“ von Tekke – Quelle: Flickr. – Lizenz: Creativecommons 2.0

Über Christian Spliess

Der selbstständige Journalist und Social Media Redakteur Christian Spließ begleitet Unternehmen und Organisationen bei der erfolgreichen Umsetzung von Social Media Kampagnen. Christian Spließ ist einer der Social Influencer in NRW - vor allem über Twitter und Facebook.

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