Home / Management / Bringen Unternehmer-Netzwerke eigentlich etwas? Oder ist das rausgeschmissen Geld?

Seit 2004 bin ich selbstständig. Im Laufe der Jahre änderten sich meine Unternehmungen mehrmals – doch das Thema „Netzwerke“ spielte immer eine große Rolle. Ich war bei jedem meiner Projekte Initiator und Leiter von Netzwerken, bin aber auch selbst Mitglied in verschiedenen Vereinen und Verbänden. Durch den digitalen Wandel sollten wir mal den Mehrwert einer Mitgliedschaft in Business-Netzwerken ganz neu betrachten – denn es ist immer ganz schade, wenn resigniert gesagt wird: „Ach, meine Mitgliedschaft ist eigentlich rausgeschmissen Geld“.

Dennis Arntjen und ich bauen seit dem 1. Dezember 2015 ein Unternehmens-Netzwerk auf, das sich auf genau diesen digitalen

Sich im "Real Life" treffen ist schön - doch virtuell macht es auch viel Spaß und ist sehr effizient

Sich im „Real Life“ treffen ist schön – doch virtuell macht es auch viel Spaß und ist sehr effizient

Mehrwert stützt: KMU-digital.net ist nicht nur angetreten, um digitale Produkte und Prozesse thematisch zu vermitteln – sondern auch, um unsere Mitglieder ganz neu zu unterstützen: Wir wollen über digitale Medien einen Rahmen gestalten, der Sichtbarkeit, Austausch und Kooperation fördert, aber wie kann das gehen?

Zurzeit sind wir 22 Mitgliedsunternehmen, die Branchen sind bunt gemischt: Von der Internet-Agentur bis zum Rechtsanwalt – vom Online-Händler bis zur Video-Produktion. Unsere Mitglieder erwarten von uns, dass wir eine „Seilschaft“ bilden, die sich gegenseitig unterstützt und neue Themen nach vorn bringt. Wir wollen voneinander lernen und uns befördern. Empfehlungen spielen eine große Rolle – und Empfehlungen kann man nur aussprechen, wenn man ein Unternehmen gut kennt und ihm vertraut.

Wir schreiben über unsere Mitgliedsunternehmen in den SteadyNews, wir beraten, vermitteln und geben Tipps. Wenn z.B. einem Mitglied eine Abmahnung droht, verbinden wir sofort mit unserem Anwalt. Wenn wir von extern nach einem Website-Relaunch gefragt werden, geben wir das Gesuch an unsere Mitglieder weiter. Wir planen monatlich Veranstaltungen im Offline-Leben, bei denen sich Mitglieder und Externe vernetzen können.

Der Virtuelle Club

Klingt alles noch sehr nach Old-School – doch nun folgt der nächste Schritt: Wir eröffnen einen „Virtuellen Club“, in dem sich unsere Mitglieder über verschiedene Herausforderungen virtuell austauschen können – einmal monatlich abends bequem von zu Hause aus – unter unserer Moderation. Facebook Marketing, Suchmaschinenoptimierung, Bewegtbild-Marketing, Recruiting… So viele Fragen und Unsicherheiten sind da, und jeder von uns ist Experte und kann aus den eigenen Erfahrungen und dem eigenen Know how Lösungsorientiertes beisteuern.

Schön ist das nicht nur, weil wir so zu einem lebendigen Netzwerk werden – schön ist das, weil es mit Google Hangout von allen Standorten aus funktioniert! Das ist ja der Vorteil der „digitalen Welt“ – wir loggen uns ein und können in einem geschützten Raum frei kommunizieren. Wir können Monitore freigeben und während des Meetings auf dem zweiten Monitor recherchieren. Wir können uns ohne Ablenkung auf die Inhalte konzentrieren – und wir haben keinen Zeitverlust durch die Fahrtstrecke.

Der Digitale Expertentreff

Auch ein zweites Format etablieren wir: Über Google Hangout können wir nicht nur unseren internen geschützten Club realisieren – sondern auch nach außen gehen und mit Live-Steaming und YouTube-Aufzeichnung den Experten-Status unserer Mitglieder befördern!

Sicher werden so spezielle Themen wir „3D-Konfigurator“, „Crowdinvesting“ oder „Cloud-Projektmanagement“ nicht die Masse interessieren, doch dank der virtuellen Konferenz-Schaltung ist das kein Problem. Wir können vom Büro aus gemeinsam mit dem Experten das Thema diskutieren – und deutschlandweit zur Debatte einladen. Experten und Interessierte können sich dazuschalten und sind live dabei – mit Kamera und Mikrofon. Kann man effektiver und komfortabler arbeiten?

Natürlich wird es nicht leicht sein, die nötige Reichweite aufzubauen, um „Ganz Deutschland“ bzw. alle DACH-Länder zu umfangen, doch über die SteadyNews und unsere Community bei Facebook, Xing und Twitter (insgesamt ca 8.000 direkte Adressaten) ist definitiv deutschlandweit Einiges möglich…

Ziel von KMU-digital

In konventionellen Unternehmer-Netzwerken gibt es normalerweise nur die Möglichkeit, zu Veranstaltungen zu fahren, und über den/ die Leiter des Netzwerks weitere Benefits zu erhalten. In manchen Netzwerken ist der Mehrwert durch die Vorträge besonders hoch – in anderen Netzwerken die Vermittlungsleistung der Verbands-Beauftragten – in einer dritten Art von Netzwerk der Erlebnisfaktor und das Gemeinschafts-Gefühl.

Doch digital haben wir ganz andere Möglichkeiten und ungeahnte Perspektiven stehen uns zur Verfügung! Im nächsten Beitrag werde ich mich dem Thema widmen, wie unser digitales Unternehmer-Netzwerk Empfehlungen professionell einsetzen kann. Mal sehen, ob ich gute Beispiele aus anderen Netzwerken und Vereinen recherchieren kann – oder ob wir auch hier ganz neu ansetzen müssen. Gelernt aus der Web 2.0-Bewegung – umgesetzt in etablierten Unternehmen. Die digitale Community hat noch viel zu bieten!
Zur Website von kmu-digital.net

Beispiel für ein Experten-Hangout-Interview mit einem KMU-digital.net Mitglied – dem großartigen Rechtsanwalt Maik Swienty

Über Eva Ihnenfeldt

Als Expertin für Social Media Marketing berät und begleitet Eva Ihnenfeldt Unternehmen und Organisationen bei der Entwicklung von Social Media Strategien - und übernimmt als Dozentin Lehraufträge für Hochschulen, Kammern und andere Bildungsträger. Eva Ihnenfeldt - Mobil: 0176 80528749 - E-Mail: e.ihnenfeldt@gmail.com

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