Deutschland auf dem Weg in die Kriegswirtschaft



Inspiriert durch einen Podcast des manager-magazins vom 13.05.22. China liefert kaum noch Vorprodukte für die Industrie, Knappheit entsteht nicht nur im Energiebereich, sondern auch bei vielen anderen Rohstoffen und Produkten, die unerlässlich sind für Infrastruktur und Produktion. Die Inflation gewinnt an Tempo und die Gefahr von Cyberangriffen und Blackouts steigt.

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay 

Robert Habeck als Bundeswirtschaftsminister arbeitet anscheinend sehr ernsthaft gemeinsam mit Industrie und Unternehmern daran, unser Geschäftsmodell „Deutschland“ auf Kriegswirtschaft umzustellen. Wie kann man Zeiten der globalen Umwälzung bestmöglich gestalten?

Das heißt jetzt nicht, wir stellen um vom Auto auf Rüstung, sondern das heißt, wir schaffen Strukturen, um auch in Zeiten des „kalten Krieges“ und der globalpolitischen Neuordnung so weit wie möglich die Versorgung von Bevölkerung und Industrie zu gewährleisten – und zu erkunden, in welchen Bereichen wir in Zeiten umwälzender globaler Veränderung wettbewerbsfähig bleiben. Wie kann Wohlstand in der Zukunft funktionieren?

Kriegswirtschaft

Am 13. Mai war Freitag und ich ging um 17 Uhr fürs Wochenende bei einem großen Discounter einkaufen. Die Regale für Obst und Gemüse waren fast leer. Irgendwelche Lieferanten schienen ausgefallen zu sein. Und ich dachte „OK, das wird wohl nur ein kleiner Vorgeschmack sein auf das, was uns bevorsteht.“ Und tatsächlich habe ich mich ein bisschen darüber gefreut.

Ich glaube nicht, dass wir in Deutschland so schreckliches Elend werden wie Menschen in vielen Ländern anderer Kontinente. Hunger breitet sich schon seit Beginn der Corona-Pandemie immer weiter aus und das Elend der Ärmsten in Afrika, Asien und Lateinamerika ist unbeschreiblich. Das wird uns nicht passieren. Und an einen Atomkrieg glaube ich auch nicht.

Ich denke, bei uns ist die große Frage, wie wir Deutschen uns ethisch ausrichten werden in Zeiten des Mangels und der täglichen Unsicherheit. Werden wir beleidigt sein und zusehen, dass wir unser eigenen Schäflein so gut wie möglich uns Trockene bringen? Werden wir auf Mehl, Öl und Energievorrat sitzen und die Vorräte vor unseren Nächsten schützen? Werden wir in Depressionen versinken, wenn unser Vermögen dahinschmilzt wie Butter in der Sonne? Werden wir zu unbarmherzigen Egoisten, die vom Staat verlangen, dass er die Schutzlosen fallen lässt und die Leistungsträger unterstützt?

Wenn der Mensch dem Menschen ein Helfer wird

Oder werden wir Solidarität und Mitgefühl ganz neu wiederentdecken und erleben, wie viel Freude es macht, auch die Schutzlosen anzunehmen und zu akzeptieren, ganz so wie sie sind? Werden wir der Profitorientierung müde, wenn wir Einschränkungen des Wohlstands am eigenen Leben wahrnehmen und unseren Sinn an anderen Betätigungen ausrichten als Konsum und Gewinn?

Ich glaube, es war genau an der Zeit, dass etwas „Großes“ passieren musste, um ein Umdenken zu erzwingen. Freiwillig geben wir nicht unsere verwöhnte Komfortzone auf (zumindest ich nicht).

Ich glaube, wir werden in dieser Zeit der Umwälzungen, die mit viel Verzicht und kreativer Lösungsfähigkeit verbunden sind, unserem Herzen wieder näherkommen. Wir werden uns gegenseitig unterstützen und mit unserem Nachbarn die letzte Tüte Mehl teilen. Weil wir doch eigentlich ganz feine Menschen sind. Zumindest die Menschen in meiner Welt sind eigentlich echt feine Menschen. Und dafür bin ich unglaublich dankbar und versuche, es ihnen gleichzutun.

Seit fast zwanzig Jahren auf der "freien Wildbahn" hat Eva Ihnenfeldt sowohl 2004 eine eingetragene Genossenschaft für Existenzgründer gegründet als auch 2011 eine Akademie für die Ausbildung von Social Media Unternehmenden. Lange Zeit war sie Dozentin und Trainerin für Marketing, Kommunikation und Social Media. Heute arbeitet sie als Coach für Menschen im beruflichen Wandel. Ihre Stärke ist es, IST-Situationen zu akzeptieren, Visionen zu erkennen und gemeinsam mit ihren Klienten Strategien zu entwickeln, die sich auch in der Praxis bewähren. Mobil: 0176 80528749 - E-Mail: [email protected]

steadynews.de

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