Im heutigen Sprachgebrauch ist ein Token eine dezentrale, fälschungssichere Datenbank, die als Code bzw. Zugangsberechtigung genutzt wird. Als digitale Wertmarke ist der Token ein Symbol, das eine bestimmte Funktion erfüllt. So ist es möglich, sich digital als Person oder Gruppe über einen entsprechenden Token zu identifizieren, zu authentifizieren, oder im Umkehr gewisse Berechtigungen zu erhalten. Ein Token dient auch dazu, komplexe Strukturen (zum Beispiel Sprache oder Text) in KI-gerechte Daten zu zerlegen, diese für die KI so aufzubereiten, dass sie verarbeitet werden können. Ursprünglich gelangte der Token durch Kryptowährungen in den digitalen Sprachgebrauch. Der Krypto-Token ist eine digitale Einheit, die auf einer Blockchain läuft und einen Vermögenswert, eine Funktion oder ein Recht repräsentiert. Doch wann spricht man von der „tokenisierten Ökonomie“? Wird die japanische Regierung erfolgreich die ersten Schritte in diese tokenisierte Ökonomie verwirklichen können?
Die tokenisierte Ökonomie
Die Vision einer tokenisierten Ökonomie geht davon aus, dass nicht nur sämtliche Geld- und Vermögenswerte (zum Beispiel Finanzdaten und Vermögensdaten wie Immobilien, Kunst, Edelmetalle, Aktien) als digitale Tokens auf einer Blockchain gespeichert sind, sondern auch persönliche Daten.
Deutsche-Bank – April 2025 – Die Vision einer tokenisierten Wirtschaft
Japan ist gerade auf dem Weg, als weltweiter Vorreiter die tokenisierte Gesellschaft auf den Weg zu bringen. Die Einführung eines nationalen Zero-Knowledge-Identitätssystems könnte nach den Vorstellungen der japanischen Regierung eine sichere digitale Identitätsinfrastruktur über Blockchain-Technologie ermöglichen.
Je nach Berechtigung könnten die gespeicherten Identifizierungsdaten der Nutzer nur von denen ausgelesen werden, die dazu autorisiert sind, bzw. vom Nutzer freigeschaltet werden. Ob Finanzen, Vermögenswerte, persönliche Daten oder Daten von behördlichen Vorgängen – die Regierung Japans verspricht sich von dem Schritt zur tokenisierten Ökonomie eine Vorreiterrolle als globaler Präzedenzfall. Nun bleibt abzuwarten, wie die Bevölkerung Japans an den ersten Schritt zur tokenisierten Ökonomie herangeführt wird und ob sie ihre Zustimmung zu diesem folgenreichen Schritt gibt.
E-ID in der Schweiz beschlossen
Im September 2025 stimmten in der Schweiz 50,39 Prozent der Abstimmungsberechtigten für die E-ID. Diese elektronische Identifizierungsnummer ist eine Voraussetzung für die Einführung einer tokenisierten Ökonomie. Schweizer Bürger können ab Sommer 2026 über ihre E-ID-Smartphone-Wallet erste Identifizierungsnachweise abspeichern. Nicht nur Ausweise sollen dort hochgeladen werden können, sondern nach und nach auch Führerscheine, Wohnsitzbestätigungen, Mitgliedsausweise, Altersnachweis, Organspende-Status. Die Nutzung der E-ID-Wallet ist freiwillig.
it-boltwise vom 2. Dezember 2025 – Japan setzt auf XRP Ledger für tokenisierte Wirtschaft




