Drogen im Management: immer mehr Führungskräfte nehmen Ritalin

Ritalin ist eigentlich ein Medikament, das speziell entwickelt worden ist, um Kindern zu helfen, die unter ADS (Aufmerksamkeit-Defizit-Syndrom) leiden. Doch zunehmend konsumieren Führungskräfte die Tabletten, um den steigenden Stress zu bewältigen und ununterbrochen Höchstleistungen zu bringen.

Manager, die viel unterwegs sind und wenig Erholung und Freizeit kennen, sind besonders anfällig für Alkohol, Tabletten und Drogen. Viele greifen zu Beruhigungsmitteln wie Valium oder dem Schlafmittel Noctamid. Bekannt ist der Missbrauch von Kokain, einer illegalen Droge, die leistungssteigernd wirkt, doch langfristig zu schweren Schädigungen führt und extrem schnell abhängig macht.

Seit einigen Jahren nehmen so genannte Hirndoping-Drogen zu. Das sind vor allem Ritalin und Modafinil. Der Gebrauch führt kurzfristig zu Konzentrationssteigerungen und Leistungssteigerung, doch langfristig machen die Tabletten abhängig. Außerdem verändern sie die Persönlichkeit, führen zu Aggressivität und Fahrigkeit.

Der Charakter-Typ des Suchtgefährdeten ist gekennzeichnet durch extreme Leistungsbereitschaft, Ehrgeiz und Selbstkritik. Süchtige Führungskräfte verlieren den Bezug zu ihrer Intuition, zu Empathie und selbstbewusster Gelassenheit. Die Fähigkeit zu Mitgefühl und emotionaler Bindung geht verloren.

Alternativen, um sich vor Medikamentenabhängigkeit zu schützen, liegen vor allem in der geistigen und psychischen Stille. Meditation kann helfen, sich immer wieder auf die innere Mitte und die innere Stärke zu besinnen und sich regelmäßig zu entspannen. Doch vor allem die Rahmenbedingungen im Job sind entscheidend für die psychische und körperliche Gesundheit der Verantwortung tragenden Mitarbeiter.

Quelle: harvardbusinessmanager

Seit fast zwanzig Jahren auf der "freien Wildbahn" hat Eva Ihnenfeldt sowohl 2004 eine eingetragene Genossenschaft für Existenzgründer gegründet als auch 2011 eine Akademie für die Ausbildung von Social Media Unternehmenden. Lange Zeit war sie Dozentin und Trainerin für Marketing, Kommunikation und Social Media. Heute arbeitet sie als Coach für Menschen im beruflichen Wandel. Ihre Stärke ist es, IST-Situationen zu akzeptieren, Visionen zu erkennen und gemeinsam mit ihren Klienten Strategien zu entwickeln, die sich auch in der Praxis bewähren. Mobil: 0176 80528749 - E-Mail: [email protected]

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2 thoughts on “Drogen im Management: immer mehr Führungskräfte nehmen Ritalin

  • Reply Rita Lina 22. Juli 2012 at 17:18

    Von Ritalin wird niemand abhängig. Man kann dieses Medikament jederzeit absetzen.

    Zumindest ist es bei mir so. Da ich das Medikament seit 15 Jahren verordnet habe, weiß ich wovon ich schreibe.

    Viele Autoren schreiben nur vom anderen ab, die sogenannten Journalisten mit der Schere, die es immer schon gegeben hat.

    • Reply Eva Ihnenfeldt 23. Juli 2012 at 16:54

      Ich hoffe, Sie haben sich durch den Beitrag (der anderthalb Jahre alt ist) nicht gekränkt gefühlt, das täte mir leid. Ich selbst habe damals eine ADHS Gruppe von Erwachsenen besucht und kennen gelernt, was es bedeutet, wenn man wirklich diese Erkrankung hat und auf Ritalin (u.ä. Medikamente) angewiesen ist! Da waren Menschen, die permanent mit dem Kopf an die Wand hauten, um sich selbst zu beruhigen und andere, die alle zehn Minuten ihre Aufmerksamkeit auf eine neue Sache richten müssen, weil sie es länger nicht aushalten. Das hat mich tief berührt und ich mag es nicht, dass dieses Krankheitsbild vermischt wird mit Leistungssucht und Störungen im sozialen Umfeld. Ob es zu Abhängigkeit führt? Hier ein ganz neuer Artikel aus den Kieler Nachrichten, der wieder zum Thema passt: http://www.kn-online.de/Lokales/Kiel/Schueler-dopen-ihr-Gehirn-fuer-Pruefungen

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