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5 Tipps für dein B2B-Marketing mit Videos 0

Es ist schon kein leichtes Unterfangen, Videomarketing für die normale Privatkundschaft zu betreiben. Wer jedoch B2B-Marketing betreibt, hat es in vielerlei Hinsicht noch schwerer. Immerhin ist der Adressat gleichfalls ein Unternehmer, der nicht nur überzeugt werden möchte, sondern der häufig Fachwissen besitzt oder der ganz spezielle Produkte sucht, die er bei sich vorstellen und weiterverkaufen kann. Dieser Artikel befasst sich mit den Möglichkeiten, das Video-Marketing im Unternehmerbereich zu verbessern und erfolgreich ein B2B-Video zu erstellen.

  1. Kunden passende Problemlösungen präsentieren

Was sollte ein gutes B2B-Video können?

Je nach geschäftlichem Umfeld stammen die Adressaten der Werbevideos aus folgenden Bereichen:

  • Händler – hierunter fallen alle Unternehmer, die Produkte einkaufen und weiter- oder wiederverkaufen.
  • Produktionen/Labore – hierunter fallen alle Unternehmen, die Anlagen, Equipment, Maschinen oder Ausstattungen einkaufen, die sie selbst benötigen.
  • Sonstige Betriebe – das können mitunter Unternehmen sein, die Bürobedarf oder Büromöbel benötigen und sich gerade zwecks einer Neuausstattung informieren. Hierunter fallen ebenfalls die Abnehmer von medizinischen Büroausstattungen, also ergonomischen Stühlen, Tischen oder besonderem Büroequipment.

Jede Gruppe hat bereits genaue Vorstellungen von dem, was sie benötigen, zudem kennen sie den Grund für ihr Anliegen. In der Regel haben sie ein Problem, welches gelöst werden soll. Für die B2B-Videowerbung muss das Video also entsprechende Punkte beinhalten:

  • Problemerkennung – der Werbetreibende muss das Problem seiner besonderen Kundschaft kennen und im Video kurz anreißen. Sind in bestimmten Produktionsbereichen Absauganlagen zu geräuschintensiv, wird genau dieser Faktor benannt.
  • Problemlösung – die Lösung des Problems wird aufgezeigt und vorgestellt.
  • Besonderheiten – die Lösungsphase leitet zu den Besonderheiten dieses einen Produkts über. Beim obigen Geräuschbeispiel könnte das mitunter sein, dass die Anlage nicht nur sehr geräuscharm funktioniert, sondern zu achtzig Prozent effizienter arbeitet und gleichzeitig den Stromverbrauch deutlich reduziert.

Falls das Produkt gut mit anderen Produkten kombiniert werden kann, wird am Ende des Videos darauf hingewiesen. Sobald ein Video speziell ein Produkt bewirbt, sollte nicht die ganze Bandbreite des eigenen Unternehmens genannt werden, da der Clip sonst den Fokus verliert.

  1. Das Video kurz halten und auf den Punkt kommen

Unternehmer haben oft noch weniger Zeit, als private Kunden, zugleich ergibt sich auch bei ihnen ein bekanntes Problem: die Aufmerksamkeitsspanne. Gerade bei Videos gerät die Aufmerksamkeit je nach Platzierung des Clips schnell ins Wanken: Ablenkung auf Messen, Highlights auf der Unternehmenswebseite, Telefonate und E-Mails. Dieser Faktor muss berücksichtigt werden, daher gilt das Motto:

  • So kurz wie möglich – das Werbevideo muss so knapp gehalten sein, wie irgendwie möglich. Lange Erklärungen zum Unternehmen sind gerade bei Produktvideos unsinnig. Überzeugt das Video, informiert sich der Betrachter ohnehin.

– Problem – Lösung – der Werbetreibende hat die Lösung zu einem Problem. Genau das wird kommuniziert und im Clip aufgezeigt. Das Problem wird kurz vorgestellt, zack, es kommt die Lösung.

  1. Vertrauensfaktor steigern

Das ist der schwierigste Teil, denn wenn das Video kurz und effizient gehalten werden muss, ist es nicht möglich, lange von »dem Traditionsunternehmen im Herzen Deutschlands mit einer ewigen Familiengeschichte und x begabten und motivierten Mitarbeitern an y Standorten« zu sprechen. Bekannte Betriebe, die ohnehin schon einen Namen haben, brauchen schlicht nur diesen einblenden. Dennoch lässt auch für Newcomer der Vertrauensfaktor geschickt erhöhen:

  • Souveränität – die Kunden wollen etwas, das Unternehmen hat dieses Etwas. Wer souverän – nicht arrogant – über seine Produkte und deren Qualitäten spricht, schafft Sicherheit.
  • Verständnis – die einfachste Möglichkeit, unbekannten Unternehmenskunden zu begegnen, ist, deren Anliegen zu verstehen und zu begreifen, welche Anforderungen sie haben. Trifft also die Problemschilderung bereits auf den Punkt, kommt es zum Aha-Effekt und einem »Die wissen, was ich will.«
  • Geschick – wie oben gesagt, lässt sich die Unternehmensgeschichte nicht großartig in ein kurzes Video einbinden. Einige Schlagworte funktionieren jedoch immer. Ob das ein »Familienunternehmen«, »deutsche Produktion«, »Handarbeit« oder »zugelassen als Medizinprodukt« ist, kommt aufs Unternehmen an.

Wer bereits verkauft hat und namhafte Kunden betreut, kann diese – mit deren Zustimmung – freilich am Ende des Videos namentlich einblenden. Wer als Newcomer Bayer, BASF oder andere Chemiebetriebe ausstattet, der hat mit diesen vertrauensfördernde Referenzen.

  1. Videos von hoher inhaltlicher und technischer Qualität anfertigen

Dieser Punkt ist nahezu selbsterklärend. B2B-Werbung muss im Videobereich hochprofessionell wirken, denn werbende Unternehmer haben heutzutage keine Ausrede mehr, dass sie sich auf dem Gebiet nicht sonderlich auskennen. Seitdem absolut unbekannte Influencer im jungen Alter Videos und Werbeclips in bester Qualität erstellen, sind die Anforderungen noch einmal gewachsen. Es gilt nicht mehr, dass überwiegen der Inhalt zählt, sondern, dass das Video technisch von bester Qualität ist. Für Werbetreibende heißt das, dass sie sich rechtzeitig professionelle Hilfe an die Seite holen und lieber wenige – inhaltlich und technisch perfekte – Videos erstellen, als viele, bei denen es bei der Umsetzung hapert.

  1. Auf weitergehende Lösungen hinweisen

Welche Aspekte sollte ein gutes B2B-Video behandeln?

Die wenigsten Unternehmen bieten nur ein Produkt oder eine Dienstleistung an. Da es in echten Werbevideos aber schwierig ist, gleich mehrere Produkte gemeinsam zu bewerben, ohne den Zeitfaktor und die Lösung aus den Augen zu verlieren, stellt sich die Frage, wie auf die anderen Produkte hingewiesen werden soll. Das kann wie folgt geschehen:

  • Passende Produkte – thematisch mit dem im Video vorgestellten Produkt übereinstimmende Produkte können mit einem guten Call to Action durchaus am Ende erwähnt werden.
  • Mehr Lösungen – es darf gerne auf weitere Problemlösungen, also Produkte, hingewiesen werden.
  • Einladung – viele Videos werden gezielt für Messen oder Veranstaltungen produziert. Bei diesen darf freilich eine Einladung zum Messestand oder zum Workshop hingewiesen werden – vielleicht erhalten Videoschauer sogar ein kleines Präsent?
  • Klassisch – am Ende des Videos wird grundsätzlich der Firmenname mit sämtlichen Erreichbarkeiten eingeblendet. An dieser Stelle darf ein direkter Call to Action folgen.

Fazit – gute Clips sind eine Aufgabe

Es ist nicht einfach, ein gutes B2B-Video zu erstellen, dennoch ist diese Hürde überwindbar. Unternehmen sollten sich nur rechtzeitig professionelle Hilfe holen und bedenken, dass nicht jedes Werbevideo Erfolg haben wird. Aus diesen Fehlern kann und sollte gelernt werden, dann wird der nächste Clip direkt besser.

Bildquellen:

  • Abbildung 1: @ rawpixel (CC0-Lizenz) / pixabay.com
  • Abbildung 2: @ geralt (CC0-Lizenz) / pixabay.com

Über Eva Ihnenfeldt

Als Expertin für Social Media Marketing berät und begleitet Eva Ihnenfeldt Unternehmen und Organisationen bei der Entwicklung von Social Media Strategien - und übernimmt als Dozentin Lehraufträge für Hochschulen, Kammern und andere Bildungsträger. Eva Ihnenfeldt - Mobil: 0176 80528749 - E-Mail: e.ihnenfeldt@gmail.com

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