Home / Hintergrund / Buy Button: Was kann man wohl mit einem Tweet bei Twitter verkaufen?

10.9.14-Nun ist es offiziell: Twitter startet den Buy-Button, mit dem man direkt von einem Tweet aus einen Kauf starten kann. Zunächst war ich sehr skeptisch, wie das funktionieren soll. „Zugreifen bei diesem 30-Minuten-Sonderangebot – eine Jeans, die Euch glücklich macht“ oder „Der Hammer, den jeder Heimwerker braucht – nur in den nächsten zwei Stunden zum halben Preis“. Ob es wirklich so einfach ist, Menschen bei ihrer Konsumentenseele zu packen? Schnäppchen lieben wir ja alle – aber Schnäppchen in einem Tweet? Ist das attraktiv oder nur eine Spam-artige Belästigung?

Quelle pixabay: Openclips

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OK, die zeitliche Verknappung von sensationellen Angeboten kann schon verführerisch sein. Twitter-Nutzer können gezielt Marken mit ihrem Schnäppchen-Account folgen, um hier und da einmal zuzuschlagen. Doch nach und nach fielen mir noch mehr Einsatzmöglichkeiten ein:

Ein Musiker bzw. eine Band hat einen neuen Song veröffentlicht. „Seid die Ersten, die diesen Song besitzen“ – das kann schon die treue Fangemeinde locken und gleichzeitig dafür sorgen, dass diese, wenn sie begeistert sind, anschließend als Markenbotschafter das Musikstück weiter verbreiten und bewerben.

Ein Musiker bzw. eine Band geben ein Konzert. Oder es findet ein Festival statt. Oder es geht um Fußball, Boxen, andere Events mit begrenztem Kartenkontingent. „Noch 30 Tickets verfügbar!“ Das ist eine große Unterstützung, um nicht zu spät zu kommen. Schnell zugreifen ist wohl die Maxime, die über jeder Kampagne stehen sollte, die (auch) über den Buy-Button bei Twitter läuft.

Bei uns in Deutschland ist Twitter weiterhin ein Instrument für eine relativ kleine Gemeinde aus Bloggern, Social Media Aktivisten, Journalisten, Kulturschaffenden und Menschen mit besonderen Interessen. Doch gerade durch das Fernsehen breitet sich Twitter langsam aus Richtung Mainstream. Ich bin gespannt, ob der Buy-Botton nun ganz neue Twitteraner anlockt. Auf jeden Fall ist klar und verständlich, dass der einmalige Microblogging-Dienst, den wir als News-Ticker so lieben, Geld verdienen muss. Sonst ist das weitere Bestehen gefährdet – und das darf nicht passieren, Twitter ist unersetzlich für alle, die News in Echtzeit brauchen und/ oder lieben.

Quelle: t3n

Über Eva Ihnenfeldt

Als Expertin für Social Media Marketing berät und begleitet Eva Ihnenfeldt Unternehmen und Organisationen bei der Entwicklung von Social Media Strategien - und übernimmt als Dozentin Lehraufträge für Hochschulen, Kammern und andere Bildungsträger. Eva Ihnenfeldt - Mobil: 0176 80528749 - E-Mail: e.ihnenfeldt@gmail.com

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