Ello: „Wir werden eure Daten nicht verkaufen“

Nachdem bekannt wurde, dass Ello Venture Capital in der Gesamtsumme von  $435,000  aufnahm wurde Kritik am neuen Sozialen Netzwerk laut. So befürchtete man unter anderem, Ello würde irgendwann einmal gezwungen sein doch Daten an einen Dritten zu verkaufen. Diese Befürchtungen hat Ello jetzt gekontert.

„Wir verstehen den Zynismus von Einigen: Das Internet verwandelt sich in eine gigantische Anzeigetafel. Nahezu alle Sozialen Netzwerke vertrauen auf die Werbung um sich selbst zu finanzieren, es ist also schwierig sich vorzustellen, dass es einen anderen Weg gibt“, heißt es im Brief der Gründer. „Aber 2014 ist nicht 2004 und die Welt hat sich verändert. Ello’s gigantische Wachstumsrate in den letzten Monaten hat gezeigt, dass es ein Verlangen gibt sich mit Freunden zu verbinden und sich wunderschöne Dinge anzuschauen – ohne dass man durch Verkäufer, bezahlte Postings oder Computer Algorithmen manipuliert wird, die nicht immer ein Interesse an unseren Interessen haben.“

Damit Ello nicht in die Gefahr kommt zu einem neuen Facebook zu werden was Werbung und Tracking anbelangt wird die Firma zu einer Public Benefit Corporation. Eine PBC ist eine sehr spezielle Rechtsform für Firmen in den USA, ungefähr kann man es mit der Gemeinnützigkeit in Deutschland vergleichen. Ello verpflichtet sich selbst als PBC dazu, niemals die Daten der Nutzer an einen Dritten zu verkaufen, nie Werbung im Netzwerk zuzulassen und falls es zu einem Verkauf kommen sollte muss der neue Eigentümer die ersten beiden Grundsätze definitiv berücksichtigen. „Ello existiert zu eurem Benefit“, unterstreichen die Macher. Dass Ello offen für neues Venture Capital ist, ist damit allerdings nicht ausgeschlossen.

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